Books / Kavya Darsa Dandin, Dandin's Poetik Kavyadarsa Ottovon Bohtlingk 1890

1. Kavya Darsa Dandin, Dandin's Poetik Kavyadarsa Ottovon Bohtlingk 1890

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Dandin's

Poetik (Kâvjâdarça) sanskrit und

deutsch

Dandin, Otto von Böhtlingk

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DANDIN'S POETIK

(KÂVJÂDARÇA)

SANSKRIT UND DEUTSCH

HERAUSGEGEBEN

VON

O. BÖHTLINGK.

LEIPZIG VERLAG VON H. HAESSEL

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TTE .C TORK PUBLIC LIBRARY 271718A ASTOR, LENOX AND TILDEN FOUNDATIONS R 1926 L

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VORWORT.

Dandin lebte, wie allgemein angenommen wird, im 6. oder 7. Jahrhundert n. Chr. Seine Poetik, Kâvjâdarça d. i. Spiegel des Kunstgedichts genannt, ist nicht das älteste Werk dieser Art und vielleicht auch nicht ein Originalwerk im strengsten Sinne des Wortes, da der Autor 1, 2 selbst ausdrücklich sagt, dass er frühere Lehrbücher zusammen- gezogen habe. Keines dieser älteren Werke wird aber mit Namen genannt, und da keines derselben bis jetzt bekannt geworden ist, können wir auch nicht sagen, wieviel Dandin daraus entlehnt hat. Pischel* ist der Meinung, dass alle zu den Definitionen gehörigen Beispiele von Dandin selbst herrühren, und dass also auch der 2, 226. 362 vorgeführte Vers, der im Mrkkhakatika erscheint, ihn zum Verfasser habe, mit anderen Worten, dass das eben genannte Schau- spiel das dritte Werk sei, welches Dandin zugesprochen wird. Dafür spreche auch der Umstand, dass der im Mrkkh. und im Daçakumarakarita geschilderte Zustand des socialen Lebens sogar in den Einzelheiten übereinstimme. Auch sage ja Pratîhârendurâga, dass jener Vers von Dandin sei. Gegen diese mit grosser Sicherheit vorgetragenen Be- hauptungen lassen sich, wie ich glaube, mehrere gewichtige Einwendungen vorbringen.

  • In seiner höchst interessanten und lehrreichen Einleitung zu Ru- drata's Çrngâratilaka und Ruyyaka's Sahrdayalîlâ, S. 13 fgg.

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Wohl mag der Verfasser einer indischen Poetik das Verlangen empfunden haben, seine eigene Dichtergabe glänzen zu lassen, zumal wenn er in den ihm vorliegenden Kunstgedichten kein ganz passendes einfaches Beispiel im epischen Versmaasse, welches er für sein Werk anwandte, sogleich zur Hand hatte; aber dass er von Haus aus jede Entlehnung aus einem allgemein in Ansehen stehenden Kunstgedicht oder aus einer älteren Poetik verschmäht haben sollte, ist doch wohl nur eine durch Nichts bewiesene Behauptung. Wenn wir die Quelle, aus der er Etwas entlehnt haben könnte, nicht nachzuweisen vermögen, so hat dieses nicht viel zu bedeuten, da die hierher gehörigen Werke für uns verloren zu sein scheinen. Wenn sie überhaupt nicht vorhanden gewesen wären, würde die Entstehung einer Poetik noch einer Erklärung bedürfen. Wenn nun über- dies Dandin 2, 223 und 225 die vorangehenden Beispiele schlechtweg einem Dichter und 2, 233 schlechtweg einem Manne zuschreibt, so ist es wohl nicht unmöglich, aber doch nicht ganz wahrscheinlich, dass er unter dem Dichter und dem Manne sich selbst meine. Aber Pratîhârendurâga sagt doch ausdrücklich, dass der Vers von Dandin sei. Daraus schliesse ich, dass er den Vers nur aus dem Kâvjâdarça, nicht aber auch aus dem Mrkkh. kannte. Wenn er dieses gekannt und auch dieses dem Dandin zugeschrieben hätte, müsste man annehmen, dass ihm das Vorspiel zu diesem Schauspiel unbekannt war, da in diesem ausdrücklich gesagt wird, dass König Çudraka der Verfasser desselben sei. Und nun frage ich noch, wie konnte die Nachwelt ganz vergessen haben, dass ein solches Werk wie das Mrkkh. Dandin zum Verfasser habe, und wie ist es zu erklären, dass ein so berühmter Mann wie Dandin einem uns sonst ganz unbekannten, halb mythischen König Çûdraka die Autorenehre hat überlassen müssen?

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Aus der Uebereinstimmung der im Mrkkh. und im Daçak. geschilderten socialen Zustände folgt zunächst nur, dass die beiden Werke in einem gewissen Zusammenhange stehen, sei es, dass die Autoren der beiden Werke örtlich und zeitlich nicht zu weit auseinander lagen, oder dass Dandin, der ja das Mrkkh. kannte, Manches daraus ent- lehnte. Schliesslich habe ich gegen die Identitat der Autoren das nun Folgende einzuwenden. Den 2, 226. 362 angeführten Vers aus dem Mrkkh. hatten, wie wir aus 2, 227 ersehen, schon mehrere Vorganger Dandin's besprochen. Im ersten Halbverse glaubten sie ein Gleichniss zu finden, wahrend Dandin darin eine witzige Ausdrucksweise sieht. Eine ganze Reihe von animosen Versen widmet Dandin diesen seinen Gegnern um sie ad absurdum zu führen. Ehe nun das Mrkkh. den Vorgängern Dandin's, und ehe wiederum die Poetiken dieser letzteren dem Dandin bekannt wurden, musste doch eine gewisse Zeit vergehen. Dürfen wir bei damaligen Verhältnissen diese Zeit so knapp bemessen, dass es ge- stattet wäre anzunehmen, Dandin hätte das Mrkkh. in seiner ersten Jugend und den Kâvjadarça in seinem höchsten Alter verfasst? Stimmen ferner diese Werke zu einer solchen Annahme? Und nun beachte man noch, dass Dandin 2, 233 als Verfasser des in Rede stehenden Verses einen Jemand bezeichnet. Ganz ahnliche und noch andere Einwendungen gegen die von Pischel verfochtene Identitat des Autors von Mrkkh. einerseits und von Daçak. und Kâvjâd. andererseits hat schon vor mir ein indischer Gelehrter vorgebracht, nämlich Pandit Maheschandra Nyayaratna in Proceedings of the Asiatic Society of Bengal, 1887, S. 193 fgg. Der Kâvjâdarça besteht aus drei Abschnitten. Der erste behandelt die Stilarten, der zweite die Alamkara oder

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Zierden, der dritte enthalt künstliche Verse verschiedenster Art und Rätsel, und bespricht zum Schluss die Fehler eines Kunstgedichts. Die beiden ersten Abschnitte sind ganz interessant in ihrem theoretischen Theile, und auch die Beispiele sprechen uns mehr oder weniger an; dagegen wird der letzte Abschnitt wohl Wenigen zusagen, da die Spielereien darin unserm Geschmack widerstreben, und die Aufzählung der Fehler, vor denen der Autor die Kunst- dichter warnt, uns als eine Trivialitat erscheint. Waren diese Beispiele Citate aus wirklich vorhandenen Werken, und wären diese genannt, so würden sie vielleicht von einigem Interesse sein; sie sind aber ohne allen Zweifel von Dandin erfunden und zwar, um es gerade heraus zu sagen, in recht plumper Weise übertrieben. Verstösse gegen die Grammatik hat sich übrigens auch Dandin zu Schulden kommen lassen. Nicht zu rechtfertigen ist z. B. दीप्यते statt दीप्येत 1, 4. ufa 3, 79 steht ganz an unrechter Stelle. Die falsche Stellung von fy rugt der Comm. mehrere Male. Unsere Poetik nebst einem von ihm selbst verfassten Commentar hat der schon vor mehreren Jahren verstor- bene Pandita Premachandra Tarkabágíśa, Professor der Rhetorik am Sanskrit College, Calcutta, im Jahre 1863 in der Bibliotheca indica herausgegeben. Wenn diese vortreff- liche Ausgabe nicht schon lange vergriffen wäre, hätte ich, da es mir zunächst nur um eine Uebersetzung zu thun war, den Text nicht von Neuem nach dieser Ausgabe ver- öffentlicht. Der Commentar, der ohne Zweifel wieder auf älteren Erklärungen fusst, hat mir sehr grosse Dienste ge- leistet; Manches wäre mir ohne ihn wohl ganz unverständ- lich geblieben. Nur in sehr wenigen Fallen glaubte ich meinen eigenen Weg gehen zu müssen. Meine Uebersetzung ist frei, aber nicht freier als sie sein musste um lesbar und verständlich zu sein. Freund CAPPELLER, der bereitwilligst

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eine Correctur zu lesen übernahm, hat bei seinem feinen Sprachgefühl mir auch hier und da einen passenderen Ausdruck zur Hand gegeben, wofur ich ihm hiermit auch öffentlich meinen besten Dank ausspreche. Dem liebenswürdigen Verleger habe ich von Neuem zu danken und ihm den besten Erfolg mit meinem Werke zu wünschen.

Leipzig, den 5. März 1890.

  1. BÖHTLINGK.

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।। अ्रथ काव्यादर्ः ।।

चतुर्मुखमुखाम्भोजवनहंसवधूमम। मानसे रमतां नित्यं सर्वभुक्का सरस्वती॥१॥ 1. Eine durchweg reine Rede, ein ganz weisses Schwanenweibchen in einer Lotusgruppe, dem Munde Brahman's, moge stets in meinem Herzen (im See Mânasa) sich ergötzen. c. atü v. l. für fard. पूर्वशास्त्राषि संहृत्य प्रयोगानुपलभ्य च। यथासामर्थ्यमस्माभि: क्रियते काव्यलक्षरम् ॥ २॥। 2. Indem wir frühere Lehrbücher zusammenzogen und mit dem Gebrauch (den Erzeugnissen guter Kunstdichter) uns bekannt machten, geben wir nach Kräften eine Definition der Kunstgedichte. b. Eueau v. 1. st. उपलभ्य. इह शिष्टानुशिष्टानां शिष्टानामि सवथा। वाचामेव प्रसादेन लोकयात्रा प्रवतते ॥३॥ 3. Den von Gebildeten gelehrten und den selbsterlernten Reden hat man es ganz und gar zu danken, dass Handel und Wandel hier von Statten gehen. इदमन्धं तमः कृत्सं जायेत भुवनचयम्। यदि शब्दाहयं ज्योतिरासंसारं न दीपयते॥ ४ ॥ 4. Diese ganze Dreiwelt wirde eine dichte Finsterniss sein, wenn nicht das Licht, Wort genannt, von Anfang der Welt geleuchtet hätte. ादिराजयशोबिस्वमादर्श प्राप्य वाड्ययम्। तेषामसंनिधाने ऽपि न स्वयं पश्य नश्यति ॥५॥ 5. Das Abbild der ersten Fürsten, ihr Ruhm, verschwindet nicht, sieh selbst, im Spiegel der Dichtkunst, obgleich jene nicht mehr da sind. 1

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गौगों: कामदुघा सम्यकप्रयुक्ता स्यते बुधैः। दुष्प्रयुक्ता पुनर्गोत्वं प्रयोक्तु: सैव शंसति ॥६॥ 6. Eine wohl gefügte Rede ist, wie die Weisen lehren, eine Kuh, die alle Wünsche gewährt; eine übel gefügte Rede dagegen verräth die Ochsennatur dessen, der sie fügte. तदल्यमपि नोपेक्ष्यं काव्ये दुष्टं कथं चन। स्याडपुः सुन्दरमपि श्विनेरौकेन दुर्भगम्॥।७॥ 7. Darum soll man in einem Kunstgedicht nie und nimmer auch den allergeringsten Fehler leiden. Auch ein schöner Körper wird durch eine einzige Blatter hasslich. गुणदोषानशास्त्रज्ञ: कथं विभजते जनः। किमन्धस्याधिकारो डस्ति रूपभेदोपलब्धिषु॥ ८॥ 8. Wie soll ein mit den Lehrbüchern nicht vertrauter Mann Vor- züge und Fehler unterscheiden? Hat etwa ein Blinder die Befähigung, die verschiedenen Farben wahrzunehmen? अ्तः प्रजानां व्युत्पत्तिमभिसंधाय सूरयः। वाचां विचित्रमार्गाणां निबबन्धुः क्रियाविधिम्॥ ९॥ 9. Darum haben Gelehrte, indem sie die Bildung der Menschen sich als Ziel setzten, sich daran gemacht, Reden gar mannichfacher Art abzufassen. तैः शरीरं च काव्यानामलंकाराश्च दशिताः। शरीरं तावदिष्टार्थव्यवच्छिन्ा पदावली॥ १० ॥ 10. Sie haben den Körper und die Zierden der Kunstgedichte kund gethan. Was zunüchst den Körper betrifft, so besteht dieser aus einer Reihe von Worten, die durch entsprechende Bedeutungen unter- schieden sind. पद्यं गद्यं च मिश्नं च तन्त्रिधैव व्यवस्थितम्। पद्यं चतुष्पदी तच्च वृत्तं जातिरिति द्विधा॥ ११॥ 11. Dieser (Körper) ist auf drei Arten beschränkt: auf die ge- bundene Rede, auf die ungebundene und auf ein Gemisch von Beiden.

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Gebundene Rede ist eine Verbindung von vier Stollen und ist von zweierlei Art: ein nach Silben und ein nach Moren gemessenes Metrum. छन्दोविचित्यां सकलस्तत्म्रपञ्नो निदर्शितः। सा विद्या नौस्तितीषूणं गम्भीरं काव्यसागरम्॥।१२॥ 12. Die ganze Mannichfaltigkeit derselben ist in der Metrik gelehrt worden. Diese Wissenschaft ist ein Schiff für diejenigen, welche das tiefe Meer der Kunstgedichte zu überschiffen wünschen. c. farfergruri v. 1. मुक्तकं कुलकं कोश: संघात इति ताहशः। सगबन्धाङ्गरूपत्वादनुक्त: पद्यविस्तरः॥१३॥ 13. Eine weitere Gliederung der gebundenen Rede wie in Muktaka, Kulaka, Koça und Samghâta (Namen für zwei und mehr Çloka, die dem Sinne nach zusammenhängen) ist mit Stillschweigen übergangen, da diese als Bestandtheile des Sargabandha erscheinen. D. i .: In der nun folgenden Definition eines S. sind sie angewandt und brauchen deshalb nicht besonders erklärt zu werden.

सगबन्धो महाकाव्यमुच्यते तस्य लक्षणम्। आाशीनमस्क्रिया वस्तुनिर्देशो वापि तन्मुखम्॥१४॥ इतिहासकथोड्गूतमितरद्वा सदाश्नयम्। चतुरवेर्गफलोपेतं चतुरोदात्तनायकम्॥१५॥ नगराणवशैलतुचन्द्रार्कोदयवर्णनैः। उद्यानसलिलक्रीडामधुपानरतोत्सवैः॥ १६॥

मन्त्रदूतप्रयाणाजिनायका्युदयैरपि॥ १७॥ अलंकृतमसंक्षिप्ं रसभावनिरन्तरम्। सर्गेरनतिविस्तीरों: श्रव्यवृत्तैः सुसंधिभिः ॥१t॥ सर्वच भिन्नवृत्तान्तैरुपेतं लोकरञ्जकम्। काव्यं कल्यान्तरस्थायि जायेत सदलंकृति॥१९॥

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14-19. Sargabandha ist ein umfangreiches Kunstgedicht, dessen nähere Bestimmung nun angegeben wird. Ein Bittgebet, eine Huldi- gung oder die Angabe des behandelten Gegenstandes bilden seinen Eingang. Es geht auf eine Erzahlung in den Itihasa zurück oder schildert etwas Anderes, das auf einer wahren Begebenheit beruht. Es spricht vom Lohne, der mit dem Verdienstvollen, Nutzlichen, An- genehmen oder mit der Befreiung der Seele in Verbindung steht. Der Held darin ist gewandt und hochherzig. Eine Zierde desselben bilden Schilderungen einer Stadt, eines Meeres, eines Berges, der Jahres- zeiten, des Mond- und Sonnenaufganges, das Spiel in einem Lust- garten oder im Wasser, ein Trinkgelage, ein Liebesgenuss, Täuschungen, Hochzeiten, Schilderungen der Geburt eines Knaben, eine Berathung, ein Abgesandter, ein Kriegszug, eine Schlacht und ein Sieg des Helden. Es ist ausführlich und verrath stets die Grundstimmung und deren Aeusserungen. Es besteht aus nicht gar zu langen Kapiteln, in denen das Versmaass wohlklingend, die Uebergange angemessen sind, und der Schluss im Versmaass stets wechselt. Ein Kunstgedicht mit wirk- lichen Zierden entzückt die Menschen und könnte bis zum Anbruch eines neuen Kalpa bestehen. न्यूनमप्यच यैः कैश्विदङ्गः काव्यं न दुष्यति। यद्युपात्तेषु संपत्तिराराधयतति तद्विदः॥ २० ॥ 20. Ein Kunstgedicht wird dadurch, dass dieser oder jener Be- standtheil darin fehlt, noch nicht schlecht; wenn nur das in Anwen- dung Gebrachte gelingt und die Kenner zufrieden stellt. c. 3urna- संपत्तिर v. 1. गुरतः प्रागुपन्यस्य नायकं तेन विद्विषाम्। निराकरणमित्येष मार्ग: प्रकृतिसुन्दरः ॥ २१ ॥ 21. Wenn man einen Helden zuvor in seinen Vorzügen vorgeführt hat, und wenn dann dieser seine Gegner beseitigt, so ist dieses ein an und für sich ansprechendes Verfahren. वंशवीर्यश्रुतादीनि वर्णयित्वा रिपोरपि। तज्जयानायकोत्कर्षवर्णानं च धिनोति नः ॥२२ ॥ 22. Hat man auch des Feindes vornehme Geburt, Tapferkeit, Gelehrsamkeit und Anderes geschildert, so erfreut uns die Schilderung der Ueberlegenheit des Helden ob seines Sieges über jenen.

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अपाद: पदसंतानो गद्यमाख्यायिका कथा। इति तस्य प्रभेदी द्वी तयोराख्यायिका किल॥ २३ ॥ नायकनैव वाच्यान्या नायकेनतरेण वा। स्वगुणाविष्क्रिया दोषो नाच भूतार्थशंसिनः ॥ २४॥ 23. 24. Ungebundene Rede ist eine fortlaufende Verbindung von Worten ohne Stollen. Von dieser giebt es zwei Arten: die Akhjajika und die Kathâ. Die Akhjajikâ erzählt der Held selbst, die andere der Held oder ein Anderer. Wenn man hierbei seine eigenen Vor- zuge kund thut, so ist das kein Fehler, vorausgesetzt dass man den wahren Sachverhalt mittheilt. अपि त्वनियमो दष्टस्तचापन्यैरुदीरणात्। अन्यो वक्ता स्वयं वेति कीदग्वा भेदलक्षणम्॥। २५ ।। 25. Jedoch ersicht man daraus, dass dort (in der Akhjajika) auch Andere (als der Held) erzählen, dass die Beschränkung nicht am Platz ist. Ob ein Anderer oder ob man selbst redet, ist ein gar schwaches Merkmal für einen Unterschied. वक्नं चापरवक्नं च सोच्छासत्वं च भेदकम्। चिहूमाख्यायिकायाश्चेत्मसङ्गेन कथास्वपि॥ २६ ॥ आार्यादिवत्प्रवेशः किं न वक्कापरवक्कयोः। भेदश् दृष्टो लमनादिरुच्छासो वास्तु किं ततः ॥ २७॥ 26. 27. Wenn die Metra Vaktra und Aparavaktra und der Name Ukkhvâsa für Kapitel das unterscheidende Merkmal der Àkhjâjikâ sein sollten, so ist darauf zu erwidern, dass jene auch in den Kathâ vorkommen. Warum sollte man nicht eben so gut wie das Metrum Àrja u. s. w. auch das Vaktra und Aparavaktra einführen können? Zugegeben, dass die Bezeichnungen Lamba u. s. w. einerseits und Ukkhvâsa andererseits für Kapitel als Unterschied wahrgenommen werden, was folgt daraus? 27. c. amar gedr., es ist aber ohne Zweifel लम्ब - लम्बक gemeint. तत्कथाख्यायिकेत्ये का जाति: संज्ञाइयाङ्किता। ञपनैवान्तर्भविष्यन्ति शेषाश्चाख्यानजातयः ॥ २८॥

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  1. Demnach sind Akhjajika und Katha nur eine Art, die mit zwei Namen bezeichnet wird. Und in dieser werden auch die übrigen Arten von Erzählungen enthalten sein. कन्याहरणसंयामविप्रलम्भोदयादयः । सर्गबन्धसमा एव नैते वैशेषिका गुखाः॥२९॥ 29. Madchenraub, eine Schlacht, Tauschung, der Aufgang (von Sonne und Mond oder eines Helden) und Anderes ist ganz so wie in einem Sargabandha. Dieses sind keine charakteristischen Eigen- thümlichkeiten. कविभावकृतं चिह्मन्यनापि न दुष्यति। मुखमिष्टार्थसंसिद्यै किं हि न स्यात्कृतात्मनाम्।। ३०।। 30. Ein von der Laune eines Dichters ungebrachtes Zeichen (in einem Kunstgedicht) wird auch anderwarts zu keinem Fehler. Damit aber Erwünschtes zu Stande komme, können ja gebildete Männer einen beliebigen Eingang machen. c. सुखम v. 1. st. मुखम्. मिश्राषि नाटकादीनि तेषामन्यन विस्तरः। गद्यपद्यमयी का चिच्चम्पूरित्यभिधीयते॥ ३१॥ 31. Schauspiele und andere Werke sind von gemischter Art (ent- halten sowohl Prosa als auch Verse) und werden anderwärts aus- führlich behandelt. Eine bestimmte, aus ungebundener und gebun- dener Rede bestehende Art von Werken heisst Kampu. तदेन्वाडवयं भूय: संस्कृतं प्राकृतं तथा। अपभंशश्च मिश्नं चेत्याहुरायाश्चतुरविधम्॥३२॥ 32. Ein literarisches Werk kann ferner in Sanskrit, in Prâkrit, in Apabhramça oder in gemischter Sprache verfasst sein. Daher sagen achtbare Männer, dass es von vierfacher Art sei. संस्कृतं नाम देवी वागन्वाख्याता महर्षिभिः। तङ्गवस्तत्समो देशीत्यनेकः प्राकृतक्रमः॥३३॥ 33. Grosse Weise haben das Sanskrit fur die Sprache der Gotter erklärt. Mit dem Prâkrit verhält es sich verschiedentlich: es ist aus dem Sanskrit umgeformt, stimmt mit diesem überein oder ist eine landschaftliche Sprechweise.

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महाराष्ट्राश्यां भाषां प्रकृष्टं प्राकृतं विदुः। सागरः सूक्तिरत्नानां सेतुबन्धादि यन्मयम्॥३४।। 34. Die einst in Mahârâshtra geredete Sprache erkennt man für das vorzüglichste Prâkrit, und in diesem ist der Setubandha und Anderes abgefasst, ein wahres Meer mit Perlen von schonen Aus- sprüchen. शौरसेनी च गौडी च लाटी चान्या च तादशी। याति प्राकृतमित्येवं व्यवहारेषु संनिधिम्।३५। 35. Çaurasenî, Gaudî, Lâtî und manche andere diesen ähnliche Sprache kommen unter dem Namen Prâkrit in Unterredungen zur Erscheinung. ाभीरादिगिरः काव्येष्वपभ्रंश इति स्मृताः। शास्त्रेषु संस्कृतादन्यदपभ्रंशतयोदितम्॥३६ ॥ 36. In den Kunstgedichten gelten die Sprachen der Abhira und anderer Völker für Apabhramça, in den Lehrbüchern aber wird Alles, was nicht Sanskrit ist, mit dem Namen Apabhramça belegt. संस्कृतं सर्गबन्धादि प्राकृतं स्कन्धकादिकम्। ासारादीन्यपभ्रंशो नाटकादि तु मिश्रकम्॥३७॥ 37. Ein Sargabandha und Anderes ist in Sanskrit abgefasst, ein Werk im Metrum Skandhaka u. s. w. in Prakrit, ein Werk im Metrum Àsâra u. s. w. in Apabhramça, ein Schauspiel und Anderes zeigt ein Gemisch von Sprachen. b. स्कन्धकादि यत v. 1. कथापि सर्वभाषाभि: संस्कृतेन च बध्यते। भूतभाषामयीं प्राहुरड्गुतार्थां बृहत्कथाम्॥।३t ॥ 38. Auch eine Katha wird in allen Sprachen verfasst, aber auch in reinem Sanskrit. Die wunderbare Dinge enthaltende Brhatkatha ist, wie man sagt, in der Sprache der Gespenster verfasst. a. aun feि v. 1. लास्यच्छलितशल्यादि प्रेक्षार्थमितरत्पुनः। श्रव्यमेवेति सैषापि इयी गतिरूदाहता॥३९ ॥

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  1. Ein Lâsja, ein Khalita und eine Çaljâ sind zum Schauen, das Uebrige dagegen zum Hören. Hiermit ist auch diese zweifache Spaltung mitgetheilt worden. a. ·साम्यादि v.1. st. शल्यादि, - b. प्रेत्या- र्थम् gedr. ऋस्त्यनेको गिरां मार्ग: सूक्ष्मभेद: परस्परम्। तन्र वैदर्भगौडीयौ वरार्येते प्रस्फुटान्तरी।। ४० ।। 40. Es gilt eine Menge von Stilarten, die von einander nur ganz wenig unterschieden sind. Unter diesen wird jetzt der Stil der Vidarbha und der der Gauda beschrieben, da deren Unterschied klar zu Tage liegt. श्ेषः प्रसाद: समता माधुर्य सुकुमारता।

इति वैदर्भमार्गस्य प्राण दश गुणाः सृताः। एषां विपर्ययः प्रायो दृश्यते गौडवत्मनि ॥ ४२॥ 41. 42. Schmiegsamkeit (43), Klarheit (45), Gleichmässigkeit (47), süsser Klang (51), Zartheit (69), Deutlichkeit des Sinnes (73), Be- deutsamkeit (76), Kraftfülle (80), Anmuth (85) und Uebertragung (93). Diese zehn Vorzüge gelten für die Seele des Stils der Vidarbha, im Stile der Gauda tritt meistentheils das Gegentheil von jenen zu Tage.

शिथिलं मालतीमाला लोलालिकलिला यथा॥४३॥ 43. Schmiegsam (41) heisst das, was locker zusammenhängt, ohne dass die Lockerheit empfunden wiirde, und wobei die meisten Silben mit geringer Anstrengung ausgesprochen werden. Beispiel: मालतोमाला लोलालिकलिला. अनुप्रासधिया गौडेस्तदिष्टं बन्धगौरवात्। विदरमैरमालतीदाम लड्ितं भमरैरिति ॥४४॥ 44. An so Etwas finden auch die Gauda Gefallen, weil sie ein Verständniss haben für die Wiederkehr gleicher Laute und weil sie ein Gefüge hoch zu schätzen wissen; aber den Vidarbha gefällt auch मालतोदाम लडुघित भमरेः.

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लक्ष्म लक्ष्मीं तनोतीति प्रतीतिसुभगं वचः ॥ ४५॥ 45. Klar (41) ist das, was einen allgemein bekannten Sinn er- gibt. इन्दोरिन्दोवरधुति लक्ष्म लक्ष्मी तनोति ist eine leicht verstandliche Sprache. व्युत्पवमिति गौडीयैनातिरूढमपीष्यते। यथानत्यजुनाज्जन्मसदक्षाङ्को बलक्षगुः॥ ४६ ॥ 46. Den Gauda gefällt auch etwas ganz Unbekanntes, indem' sie meinen, dass es etymologisch zu erklären sei. Beispiel: RSiTT°. अनत्यर्जुन nicht gar zu weiss, schwurzlich, शब्नन्मन Lotusblute und बलच्गु Mond sind nicht alsbald verstandlich. समं बन्धेष्वविषमं ते मृदुस्फुटमध्यमाः।

  1. Gleichmässig (41) ist das, was im Gefüge nicht ungleich- mässig ist. Das Gefüge ist weich, rauh oder die Mitte haltend. Das Gefüge beruht auf der Nebeneinanderstellung weicher, rauher oder gemischter (d. i. nicht weicher und nicht rauher) Laute. कोकिलालापवाचालो मामेति मलयानिलः।

चन्दनप्रणायोद्गन्धिमन्दो मलयमारतः । स्पर्धते रुद्चमद्दैरयो वररामामुखानिलैः॥ ४९॥ इन्यनालोच्य वैषम्यमर्थालंकारडखरौ। अपेक्षमाण ववृधे पौरस्या काव्यपद्धतिः॥।५0॥ 48, a. b. gleichmässiges weiches Gefüge; 48, c. d. gleichmässiges rauhes; 49, a. b. gleichmässiges die Mitte haltendes; 49, c. d. ungleich- mässiges Gefüge. 50. Eine derartige östliche (d. i. den Gauda eigene) Stilart im Kunstgedicht, die, die Ungleichmässigkeit nicht beachtend, auf die Prägnanz des Sinnes und der Zierde bedacht ist, hat sich weit verbreitet. c. ववृते v. 1. st. ववृधे. मधुरं रसव्ाचि वस्तुन्यपि रसस्थितिः। येन माद्यन्ति धीमन्तो मधुनेव मधुवताः॥५१॥ 2

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  1. Süss klingend (41) ist das, was geschmackvoll ist, eine Be- stündigkeit des Geschmacks im Ausdruck und in der Sache, an dem Verständige sich berauschen wie Bienen am Honig. यया कया चिच्छुत्या यत्समानमनुभूयते। तदूपा हि पदासत्ति: सानुप्रासा रसावहा ॥ ५२॥ 52. Ein Nebeneinanderstehen von Worten mit organisch ver- wandten Consonanten in der Weise, dass man bei jedem beliebigen Klange (er komme aus diesem oder jenem Organ) Gleichartiges ver- nimmt, bereitet Genuss. एष राजा यदा लक्ष्मीं प्राप्तवान्ब्रह्मणाप्रियः। ततः प्रभृति धर्मस्य लोके डस्मिनुत्सवो अभवत्॥ ५३॥ 53. Ein Beispiel für das Nebeneinanderstehen von Worten mit organisch verwandten Consonanten. इतीदं नाहतं गौडेरनुप्रासस्तु तत्मियः। अनुप्रासादपि प्रायो वैदभेंरिदमिष्यते॥। ५४॥ 54. Derartiges schlagen die Gauda nicht hoch an, dagegen ist bei ihnen die Wiederkehr gleicher Laute beliebt. Die Vidarbha pflegen an jener Weise mehr Gefallen zu finden als an der Wiederkehr gleicher Laute. वर्णावृत्तिरनुप्रासः पादेषु च पदेषु च। पूर्वानुभवसंस्कारबोधिनी यद्यदूरता॥५५॥ 55. Anuprasa heisst die Wiederkehr gleicher Laute in den Stollen und in den Worten. Wenn diese nahe bei einander stehen, dann er- weckt dieses den Eindruck des vorher Vernommenen. चन्द्रे शरनिशोत्तंसे कुन्दस्तवकविभ्रमे। इन्द्रनीलनिभं लक्ष्म संदधान्यनिल: श्रियम्॥ ५६॥ 56. Im ersten Stollen zwei , im zweiten zwei a und zwei a (darum स्लवक, nicht स्तबक zu schreiben), im dritten zwei न und zwei «, im vierten vier Dentale. चारु चान्द्रमसं भीरू बिसनं पश्यैतदसरे। मन्मनो मन्मथाक्रान्तं निर्दयं हन्तुमुद्यतम्॥५9॥

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  1. Im ersten Stollen zwei r und zwei , im zweiten zwei , im dritten zwei मन्म, im vierten zwei द und zwei त्. इत्यनुप्रासमिच्छन्ति नातिदूरान्तरभ्ुतिम्। न तु रामामुखाम्भोजसदशश्चन्द्रमा इति॥५t॥ 58. An einer solchen Wiederkehr gleicher Laute findet man Ge- fallen, da hierbei die gehörten Klänge nicht zu weit von einander entfernt sind. Anders aber verhalt es sich mit रामामुखाम्भोजसटृशश्चन्द्रमाः (da hier die zwei T zu weit von einander entfernt sind). स्मरः खरः खलः कान्तः कायः कोपश्च नः कुशः। च्युतो मानो ऽधिको रागो मोहो जातो Sसवो गताः॥५९॥ 59. Diese Art von Wiederkehr gleicher Laute wird sogleich getadelt. इत्यादि बन्धपारुपं शैथिल्यं च निगच्छति। अ्तो नैवमनुप्रासं दाक्षिणात्याः प्रयुञ्जते॥६० ॥ 60. Dieser oder ein ähnlicher Anuprâsa geht in Grobheit des Gefüges und in Lockerheit (vgl. 43) über; darum wenden die süd- lichen Dichter (die Vidarbha) einen Anuprâsa in der Weise nicht an. b. नियच्छाति* gedr. आावृत्तिं वर्णसंघातगोचरां यमकं विदुः। तत्तु नैकान्तमधुरमतः पश्चाद्विधास्यते॥ ६१॥ 61. Eine in einer grossen Anzahl von Lauten auftretende Wieder- kehr nennt man Jamaka. Da dieses aber nicht durchweg süss klin- gend ist, so wird von ihm später (3, 1 fgg.) gehandelt werden. a. ma- निमेव संघात० V.1. कामं सर्वो डपलंकारो रसमर्थे निषिञ्वति। तथापयाम्यतैवैतं भारं वहति भूयसा ॥६२॥ 62. Obgleich jede Zierde einen Wohlgeschmack auf einen Gegen- stand träufelt, so vermag doch meistentheils nur eine anständige Ausdrucksweise diese Last zu tragen. c. एनं st. एतं gedr.
  • Manu 10, 93. 12, 11 hat Jolly richtig निगच्छति, aber 2, 93 fehlerhaft नियच्छति.

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1, 63. 12

कन्ये कामयमानं मां न तवं कामयसे कथम्। इति याम्यो Sयम्थात्मा वैरस्याय प्रकल्पते॥ ६३॥ 63. Im Beispiel कन्ये - कथम bereitet der wahre Sinn (trotz des Anuprâsa) wegen seiner Unanständigkeit nur Ekel.

कामं कन्दर्पचाराडालो मयि वामाक्षि निर्दयः। त्वयि निर्मत्सरो दिष्येत्ययाम्यो जर्थो रसावहः॥ ६४ ॥ 64. In dem Beispiel कामं - दिष्ट्या dagegen bereitet der anstandige Sinn Genuss.

शब्दे जपि याम्यतासत्येव सा सभ्येतरकीर्तनात्। यथा यकारादि पदं रत्युत्सवनिरूपरो॥ ६५ ॥ 65. Die Unanständigkeit kann aber auch in einem Laute liegen, indem man etwas Unanständiges erwähnt, wie z. B. das mit a an- lautende Wort (d. i. m) bei der Beschreibung eines Liebesgenusses.

पदसंधानवृत्त्या वा वाक्याथेत्वेन वा पुनः। दुष्प्रतीतिकरं याम्यं यथा या भवतः प्रिया॥ ६६ ॥ खरं प्रहृत्य विश्रान्तः पुरुषो वीर्यवानिति। एवमादि न शंसन्ति मार्गयास्भयोरपि॥ ६७ ॥ 66. 67. Ferner ist unanstandig, was durch Zusammenrückung von Worten oder durch den im Satze liegenden Sinn zu einer häss- lichen Auffassung Veranlassung bietet. Beispiel zu 1: या भवतः प्रिया (das auch als याभवतः प्रिया aufgefasst werden konnte). Beispiel zu 2: खरं -वो्यवान (वोयवान konnte auch - शुक्रधान sein, und खरं प्रहृत्य sich auf den Beischlaf beziehen). Dieses und Aehnliches missbilligt man in beiden Stilarten. 66, a. पदसंघात V. 1.

भगिनीभगवत्यादि सर्वतैवानुमन्यते। विभक्तमिति माधुर्यमुच्यते सुकुमारता ॥ ६t ॥ 68. भगिनी, भगवता (trotz भग vulva) und Aehnliches wird aller- wärts zugestanden. Der süsse Klang (41) ist also von mannich- facher Art. Jetzt wird die Zartheit (41) bepsrochen.

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अनिघ्ठुराक्षरप्रायं सुकुमारमिहेष्यते। बन्धशैथिल्यदोषस्तु दर्शितः सर्वकोमले॥ ६९ ॥ 69. Unter zart (41) versteht man das, was zum grossten Theil aus nicht rauh klingenden Silben besteht. Am durchgängig Weichen jedoch hängt, wie gezeigt worden ist (43), als Fehler die Lockerheit des Gefuges. c. ०दोषो हि V. 1. मराडलीकृत्य बहाणि कराठैमधुरगीतिभिः। कलापिनः प्रनुत्यन्ति काले जीमूतमालिनि॥७0॥ 70. In diesem Beispiele wechseln weiche und rauhe Silben mit einander ab. इत्यनूर्जित एवार्थो नालंकारो डपि ताहशः। सुकुमारतयैवैतदारोहति सतां मनः ॥७१॥ 71. In dem so eben gegebenen Beispiele ist der Sinn ganz un- bedeutend, aber nicht eben so auch die Zierde. Durch die blosse Zartheit dringen jene Worte in die Seele der Verständigen. दीप्रमित्यपरभूमा कृच्छ्ोद्यमपि बध्यते। न्यक्षेण क्षयितः पक्षः क्षतरियाणं क्षणादिति॥७२॥ 72. Die Andern (die Gauda) fügen sogar schwer Auszusprechen- des in Menge zusammen in der Meinung, dass so etwas den Charakter des Feurigen habe. Beispiel: न्यचेय - चणात्.

  1. Deutlichkeit des Sinnes (41) findet Statt, wenn man den Sinn nicht zu errathen braucht. Beispiel: EfrUT u. s. w. Vishnu (als Eber) zog die Erde aus dem Meere hervor, das roth gefärbt war durch das Blut der mit seinen Klauen zerstampften Elephanten. मही महावराहेण लोहितादुष्टृतोदधेः। इतीयत्येव निर्दिष्टे नेयत्वमुरगासृजः॥ 9४॥ 74. Wenn man nicht mehr als „Ein mächtiger Eber zog die Erde aus dem roth gefärbten Meere hervor" aussagen würde, könnte man auf Schlangenblut (als Ursache der Röthe) rathen.

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1, 75. - 14 -

नेदशं बहु मन्यन्ते मार्गयोस्भयोरपि। न हि प्रतीतिः सुभगा शब्दन्यायविलङ्गिनी॥ ७५॥ 75. So Etwas missachtet man in beiden Stilarten, da die Auf- fassung nicht leicht ist, indem sie das richtige Wort verfehlen kann. उत्कर्षवान्गुणः कश्चिद्यस्मिनुक्तत प्रतीयते। तदुदाराह्यं तेन सनाथा काव्यपद्धतिः॥ ७६॥ 76. Wenn in einem Ausspruche diese oder jene hervorrugende Tugend sich kund thut, so nennt man dieses Bedeutsamkeit (41). Daran hat die Stilart eines Kunstgedichtes einen guten Halt. अर्थिनां कृप दृष्टिस्त्वन्मुखे पतिता सकृत्। तदवस्था पुनर्देव नान्यस्य मुखमीक्षते॥। ७9॥ 77. „Ist der Bedurftigen kummervolles Auge nur einmal auf dein Antlitz gefallen, so wird es in solcher Lage, o Fürst, nimmer eines Andern Antlitz anschauen.“

इति न्यागस्य वाक्ये Sस्मिनुत्कर्षः साधु लक्ष्यते। अ्नेनैव पथान्यन समानन्यायमूह्यताम्।।शt।। 78. In diesen Worten wird die ausserordentliche Freigebigkeit trefflich gekennzeichnet. Auf dieselbe Weise erschliesse man ander- wrts das, was von gleicher Art wie dieses ist. b. ug st. arg v. l.

यथा लीलामुजक्रीडासरोहेमाङ्गदादयः॥।७॥ 79. Einige nennen bedeutsam, was mit lobenden Beiwörtern ver- lninden ist: लोलाम्बुज eine zum Spielen dienende Lotusblute, क्रोडासरस Lustteich, auTga ein goldenes Armband u. s. w. ओोज: समासभूयस्त्वमेतद्रद्यस्य जीवितम्। पद्ये जय्यदाक्षिणान्यानामिदमेकं परायणम्॥ to ॥ 80. Kraftfüille (41) heissen vielfach zusammengesetzte Worte. Dies ist das Leben der ungebundenen Rede. Den Gauda geht dieses auch in der gebundenen Rede iiber Alles.

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  • 15 - 1, 87.

नजुरूणां लघूनां च बाहुल्याल्यत्वमिश्रणौः। उच्चावचप्रकारं तहूश्यमाख्यायिकादिषु॥ ८१॥ 81. Da schwere und leichte Silben in grösserer oder geringerer Anzahl erscheinen oder unter einander gemischt werden konnen, sind diese langen Composita von sehr verschiedener Art. Man kann sie in den Akhjâjikâ (23 fgg.) und anderen literarischen Erzeugnissen antreffen. c. प्रकारेय v. 1. st. ·प्रकारं तद्, auch सद st. तद. d. दृष्टम् V. 1. st. टृश्यम्.

पीनस्तनस्थिताताम्रकम्वस्त्ेव वारुणी॥ ८२॥ इति पद्ये डपि पौरस्त्या बभ्रन्योजस्विनीर्गिरः। अन्ये त्वनाकुलं हृद्यमिच्छन्योजो गिरां यथा॥८३॥ 83. Auf diese Weise (wie in 82) fügen die Gauda auch in gebundener Rede kraftvolle Worte zusammen. Andere dagegen ver- langen, dass die Kraftfiille der Worte nicht verwirre und dem Herzen zusage, wie im folgenden Beispiel. पयोधरतटोत्सङ्गलग्नसंध्यात पांभुका। कस्य कामातुरं चेतो वारुणी न करिष्यति। ८४॥ कान्तं सर्वजगत्कान्तं लौकिकार्थानतिक्रमात्। तज्च वाताभिधानेषु वर्णनास्वपि दृश्यते।। ८५ । 85. Anmuthig (41) ist das, was der ganzen Welt gefällt, weil es nicht über die alltaglichen Dinge hinüberschweift. Die Anmuth zeigt sich bei freundlichen Begrüssungen und auch bei Schilderungen. गृहाषि नाम तान्येव तपोराशिर्भवादशः। संभावयति यान्येव पावनेः पादपांसुभिः॥८६॥ 86. „Nur das ist ein wirkliches Haus, welches ein frommer Mann von deines Gleichen mit dem entsündigenden Staube seiner Füsse be- ehrt.“ Vgl. 90. अनयोरनवद्याङ्गि स्तनयोर्जुम्भमारायोः। अवकाशो न पर्याप्रस्तव बाहुलतान्तरे॥ ८9॥

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    1. 16
  1. „Diese schwellenden Brüste, o Mädchen mit dem tadellosen Körper, haben ja nicht Platz auf deinem Brustbein." Vgl. 91. इति संभाव्यमेवैतद्विशेषाख्यानसंस्कृतम्। कान्तं भवत सर्वस्य लोकयाचानुवर्तिनः ॥ ८t॥। 88. Solches (86. 87) ganz Wahrscheinliche und durch Anführung von besonderen Vorzügen Verzierte muthet Jedermann an, der den Hergang in der Welt verfolgt. लोकातीत इवात्यर्थमध्यारोप विवक्षितः। यो ऽर्थस्तेनाति तुष्यन्ति विदग्धा नेतरे जनाः॥ t९॥ 89. Wenn man Etwas durch starke Uebertreibung gleichsam als übernatürlich darzustellen beabsichtigt, so haben Ueberkluge eine grosse Freude daran, nicht aber gewohnliche Menschen. देवधिष्यमिवाराध्यमद्यप्रभृति नो गृहम्। युष्मत्पादरजःपातधौतनिःशेषकिल्बिषम्।। ९० ।। 90. „ Wie das Heiligthum eines Gottes ist von nun an unser Haus zu verehren, da durch das Niederfallen des Staubes Eurer Füsse alle Sünden in ihm abgewaschen sind.“ Vgl. 86.

ऋल्यं निर्मितमाकाशमनालोच्यैव वेधसा। इदमेवंविधं भावि भवत्याः स्तनजुम्भगम्॥ ९१ ॥ 91. „Der Schöpfer schuf den Weltenraum zu eng, weil er nicht bedacht hatte, dass dein Busen einst in der Weise anschwellen würde.“ Vgl. 87.

प्रस्थानं प्राक्प्रणीतं तु सारमन्यस्य वत्मन: ॥ ९२ ॥ 92. Dieses nennt man Uebertreibung, und so Etwas wird von den Gauda gehegt und gepflegt. Die vorhin vorgeführte Darstellungsart des andern Stils aber ist die richtige. a. gun v. l. fur saw. अन्यधर्मस्ततो ऽन्यच लोकसीमानुरोधिना। सम्यगाधीयते यत स समाधि: स्मृतो यथा॥ ९३॥

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  • 17 - 1, 98.

कुमुदानि निमीलन्ति कमलान्युन्मिषन्ति च। : इति नेतक्रियाध्यासाल्लब्धा. तह्ाचिनी ख्रुतिः॥,९४।। 93. 94. Wenn Jemand, der auf im Leben geltende Grenzen Rück- sicht nimmt (d. i. ein natürlich Denkender und Redender), die Eigen- thümlichkeit eines Dinges auf ein von diesem verschiedenes richtig überträgt, so nennt man dieses Uebertragung (41). Beispiel: „Die Nachtwasserrosen schliessen sich, die Tagwasserrosen öffnen sich." Hier gelangt man durch die Uebertragung einer den Augen zukom- menden Thatigkeit zu dem dieses (das Auge) bezeichnenden Worte. 93, c. यनु v. 1. st. यन्र.

ञ्रतिसुन्दरमन्यच याम्यकक्षां विगाहते॥९५ ।। 95. Ausgespuckt, ausgespieen, ausgeworfen und ähnliche. Worte machen sich sehr gut, wenn sie in uneigentlicher Bedeutung angewendet werden; im andern Falle kommen sie mit dem Unanständigen auf eine Linie. a. निष्ठतो gedr. पद्मान्यकांभुनिःस््यूताः पीत्वा पावकविप्रुषः। भूयो वमन्तीव मुखेरुद्रीणारुरारेुभि:॥ ९६ ॥ 96. „Die Tagwasserrosen schlürfen die von den Sonnenstrahlen ausgespieenen Feuerfunken ein und werfen sie dann gleichsam wieder mit dem Munde aus, der sie als röthlichen Blütenstaub aushaucht.“ a. निष्ठता: gedr.

इति हृद्यमहृद्यं तु निःष्ठीवति वधूरिति। युगपन्नैकधर्माणणामध्यासश्च स्मृतो यथा ॥ ९७। 97. Dieses sagt dem Herzen zu; dagegen sagt „das Weib spuckt aus" dem Herzen nicht zu. Es wird auch die Uebertragung mehrerer Eigenthümlichkeiten auf einmal angepriesen. Beispiel: गुरुगभभरक्कान्ता: स्नन्यो मेघपङ्गयः। अचलाधित्यकोत्सङ्गमिमाः समधिशेरते॥ et॥ 98. „Die Wolkenmasse da, erschöpft von der Last der schweren Leibesfrucht, liegt stöhnend auf dem Schoosse der Bergebene.“ 3

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1, 99. -18-

उत्सङ्गशयनं सख्या: समनं गौरवं क्रमः। इतीमे गर्भिणीधमा वहवो उयन दर्शिता: ए०॥ 99. Alle die vielen Eigenthümlichkeiten einer Schwangeren, das Liegen auf dem Schoosse der Freundin, das Stöhnen, das Gefuhl der Schwere und die Erschöpfung, sind hier vorgeführt. तदेतातकाव्यसर्वस्वं समाधिनाम यो गुरः। कविसार्थ: समयो डपि तमेकमनुगख्छति ॥। १०० ॥ 100. Und so ist denn dieser Uebertragung genannte Vorzug der Inbegriff eines Kunstgedichts, und auf ihn allein geht die gesammte Zunft der Dichter aus. d. एनम् v. 1. fur एकम्. इति मार्गइयं भिननं तत्स्वरूपनिरूपणात्। नद्वेदासु न शक्बन्ते वतुं प्रतिकवि स्थिताः॥ १०१॥ 101. So hat sich aus der Betrachtung des Charakters der beiden Stilarten ihre Verschiedenheit ergeben. Die Unterarten aber tassen sich nicht erörtern, da sie bei jedem Dichter anzutreffen sind. b. cht- रूप° gedr. इक्षुक्षीरगुडादीनां माधुयस्यान्तरं महत्। तथापि न तदाख्यातुं सरस्वत्यापि शक्यते ॥। १०२ ॥ 102. Zwischen Zuckerrohr, Milch, Melasse u. s. w. besteht ein grosser Unterschied der Süsse, und dennoch könnte diesen selbst die Göttin der Rede nicht beschreiben. नैसर्गिकी च प्रतिभा भ्रुतं च बहु निर्मलम्। अ्मन्दश्वाभियोगो डस्याः कारणं काव्यसंपदः ॥ १०३॥ 103. Angeborene Phantasie, grosse und lautere Gelehrsamkeit sowie ein unablässiger Fleiss sind die erforderlichen Bedingungen zum Gelingen eines Kunstgedichtes. न विद्यते यद्यपि पूर्ववासना- गुरनुबन्धि प्रतिभानमङ्गुतम्। श्रुतेन यत्नेन च वागुपासिता ध्रुवं करोत्येव कमप्यनुयहम्।।१०४।।

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19 -- 2, 3.

  1. Wenn auch die wunderbare mit den ausserordentlichen in einem frühern Leben gewonnenen Eindrücken zusammenhängende Phantasie mangelt, erweist doch die durch Gelehrsamkeit und Fifer verehrte Göttin der Rede gewiss irgend eine Gunst. तदस्ततन्द्रैरनिशं सरस्वती श्रमादुपास्या खलु कीर्तिमीसुभिः। कृशे कवित्वे जपि जना: कृतश्नमा विदग्धगोष्टीषु विद्ृतुमीशते॥१०५॥ 105. Darum sollen Diejenigen, die nach Ruhm streben, die Träg- heit fahren lassen und die Göttin der Rede beständig und mit An- strengung verehren. Auch bei geringer Dichtergabe vermögen Männer, die sich tüchtig Mühe gegeben haben, in den Versammlungen kluger Leute sich zu vergnügen.

॥ इति काव्यादर्भे सार्गविभामो नाम प्रथम: परिचछेद: ॥

ने चाद्ापि विकल्पन्ते कस्तान्कारत्र्येन वक्ष्मति॥१॥ 1. Eigenthümlichkeiten, die einem Kunstgedicht Glanz verleiken, nennt man Zierden. Diese werden noch bis heutzutage serlegt, so dass Niemand sie vollständig aufzuzählen vermögen wird. d. ama gedr. किं तु बीज़ं विकल्पानां पूर्वाचाये; प्रदर्शितम्।

  1. Die Elemente der Zerlegungen jedoch haben frühere Lehrer vorgeführt, und diese genau darzulegen wird jetzt unser Bemithen sein.

  2. Einige Zierden sind schon vorhin (im ersten Abschnitt) be- sprochen warden um den Unterschied der Stilarten zu zeigen; jetzt wird eine andere Gattung von Zierden, die beiden Stilarten gemein ist, vorgefiihrt.

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2, 4. 20

स्वभावाख्यानमुपमा रूपकं दीपकावृती। ाक्षेपो डर्थान्तरन्यासो व्यतिरेको विभावना॥४ ॥ समासातिशयोत्मेक्षा हेतुः सूक्ष्मो लवः क्रमः। प्रेयो रसवदूर्जस्वि पर्यायोक्तं समाहितम्॥। ५।।

विरोधाप्रस्तुतस्तोचे व्याजस्तुतिनिदर्शने॥६॥ सहोक्ति: परिवृत्याशी:संकीर्णमथ भाविकम्। इति वाचामलंकारा दर्शिताः पूर्वसूरिमिः॥७॥ 4-7. Schilderung des wahren Wesens (8), Gleichniss (14), das zu etwas Anderem Erhebende (66), das Anfachende (97), Wiederkehr (116), Einspruch (120), Anführung eines analogen Falls (169), Gegen- überstellung mit Angabe des Unterschiedes (180), das Vorfihren einer rätselhaften Erscheinung (199), zusammenfassende Ausdrucksweise (205), Uebertreibung (214), witzige Deutung (221), Schilderung eines Factors (235), zarte Ausdrucksweise (260), nothdürftige Ausrede (265) und schwacher Tadel oder ein solches Lob (268), Glied für Glied ent- sprechende Reihenfolge (273), Aeusserung wahrer Freude (275), wahre Darstellung eines Grundtons (275. 281), Darstellung wahren Selbst- bewusstseins (275. 294), Vorfithrung einer Hilfe in der Noth (295), Schilderung des Grossartigen (300), Leugnung von etwas allgemein Angenommenem mit Behauptung von etwas Entgegengesetztem (304), Hervorhebung eines Vorzugs (323), Zusammenstellung von Gleichem (330), scheinbarer Widerspruch (333), Lob im Hintergrunde (340). verstecktes Lob (343), Hinweisung auf eine gleiche Folge (348), Vor- fithrung des Zusammentreffens von Eigenschaften oder Handlungen (351), Verstellung der Dinge (351), Wunschgebet (357), Gemisch von Zierden (359) und die gute Absicht (364). Auf diese Zierden der Rede haben die friheren Gelehrten hingewiesen. 4, b. omaat metrisch fur आवृत्तो. नानावस्थं पदार्थानां रूपं साक्षाद्िवृरती। स्वभावोक्किश्च जातिश्चेत्याद्या सालंकृतियंथा।। ८।। 8. Was die mannichfach sich gestaltende Erscheinungsform der Dinge klar vor Augen bringt, heisst Svabhâvokti (4) d. i. Beschrei-

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  • 21 2, 14 ..

bung des wahren Wesens oder Characteristik und bildet die erste Zierde. Beispiel: तुराडराताम्रकुटिलै: पक्षहरितकोमलैः। चिवर्णराजिभि: कराठैरते मञ्नुगिर: भुकाः ॥९॥ 9. „Diese da mit den röthlichen, gekrümmten Schnäbeln, mit den griinen, weichen Flügeln und mit den dreifach gestreiften Hälsen sind lieblich schwatzende Papageien.“ Vgl. 13. कलक्कितगर्भेण कराठेनाघूर्णितेक्षणः। पारावतः परिश्रम्य रिरंसुश्रुखवति प्रियाम्॥१० ॥ 10. „Ein verliebter Tauberich lasst liebliche Töne in der Gurgel ertönen, bewegt die Augen, geht von einem Platz zum andern und kiisst sein Liebchen." c. परावृत्य v. 1. st. परिभम्य in Subhashitaratna- bhândâgâra. Vgl. 13. बभनङ्गेषु रोमाञ्ं कुर्वन्मनसि निर्वृतिम्। नेवे चामीलयबेष प्रियास्पर्शः प्रवतते ॥ ११॥ 11. „Jetzt erfolgt die Berührung. der Geliebten, was an allen Theilen des Körpers Huarstrauben bewirkt, im Herzen Wonne er- zeugt und die Augen zu schliessen veranlasst." Vgl. 13. कराठेकाल: करस्थेन कपालेनेन्दुशेखरः। जटाभि: स्तिग्धताम्नाभिराविरासीडृषध्वजः ।। १२। 12. „Es erschien der am Halse Blaue, einen Stier im Banner Habende (Çiva) mit einem Schudel in der Hand, mit dem Monde auf dem Scheitel und mit den öligen dunkelrothen Flechten.“ Vgl. 13.

शास्त्रेष्वस्यैव साम्राज्यं काव्येष्वपेतदीप्सितम्॥१३॥ 13. In dieser Weise geschieht die Schilderung des wahren Wesens der Art (9), der Thütigkeiten (10), der Eigenschaften (11) und des Individuums (12). Sie spielt eine Hauptrolle in den Lehrbichern und ist auch in Kunstgedichten beliebt. a. aol: F. v. l. ; यथा कथं चित्सादृश्यं यचोड्कूतं प्रतीयते। उपमा नाम सा तस्या: प्रपञ्नो 5यं निदश्यते ॥ १४॥

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  1. Wenn eine Aehnlichkeit von irgend einer Art sich deutlich ergibt, so heisst dieses Upamâ (4) d. i. Gleichniss. Ausführlicheres über dieses wird sogleich gezeigt werden.

सम्भोहहमिवातायं मुग्धे वरतलं तव। इति धर्मोपभा साक्षातुस्यधमंप्रदर्शनात् ।१५। 15. „Deine Handfläche ist, o Holde, röthlich wie eine Lotusblüte.“ Dieses ist ein Gleichniss in Bezug auf eine characteristische Eigen- schaft, da eine gleiche Eigenschaft klar und deutlich vorgefuhrt wird.

राजीवमिष ते वरं नेचे नीलोत्पले इव। इयं प्रतीयमानैकधमा वस्तूपमैव सा॥१६॥ 16. „Dein Gesicht ist wie eine rothe Lotusblite, deine Augen wie zwei blaue Lotusblüten." Dieses ist ein Gleichniss von Ding su Ding, bei welchem die eine (gleiche) characteristische Eigenschaft (die Schönheit) erst hinzugedacht wird.

  1. „Die aufgeblühte Lotusblüte war wie dein Gesicht.“ Dieses ist ein umgestelltes Gleichniss, da hier ein bekanntes Verhältniss um- gestellt wird.

तवाननमिषाम्भोजमम्भोजमिव ते मुखम्। इत्यन्योऽन्योपमा सेयमन्योऽन्योत्कर्षशंसिनी॥१८॥ 18. „Die Lotusblüte ist wie dein Gesicht, und dein Gesicht wie die Lotusblüte." Dieses ist ein gegenseitiges Gleichniss (a = b und b = a), da es von einem beiderseits gleichen Vorzuge spricht. d. Im Comm. zweimal ·शालिनी (= 'बोधिका) st. शंसिनो.

तवम्मुखं कनलेनैच सुल्यं नान्येन केन चित्। इत्यन्यसाम्यव्यावृन्तेरियं सा नियमोपमा॥१९॥ 19. „Dein Gesicht gleicht nur einer Lotushlite, keinem anderen Dinge.“ Dieses ist ein Gleichniss der Beschränkung, da hierbei eine Gleichheit mit etwas Anderem ausgeschlossen wird.

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  • 23 - 2, 25.

पद्च तावतवान्वेति मुखमन्यच्च ताटशम्। अस्ति चेदसु तत्कारीन्यसावनियमोपमा॥२०॥ 20. „Zunächst gleicht eine Lotusblite deinem Gesicht, wenn aber auch ein anderes dieser Gleiches dasselbe thut, so mag es sein." Dieses ist ein Gleichniss der Nichtbeschränkung.

ससुच्चयोपमाप्यस्ति न कान्यैव मुखं तव। सादनास्येम चान्वेति कर्मरोन्दुमितीह्टशी॥ ९१॥ 21. Es gibt auch ein gehauftes Gleichniss von folgender Art: „Nicht nur durch Anmuth, sondern auch durch die Erguickung heissende That gleicht dein Gesicht dem Monde." c. an-ata gedr.

त्वय्येव त्वन्मुखं हष्ट दृश्यते दिवि चन्द्रमाः। इधत्येव भिदा मान्येत्यसावतिशयोषमा॥।२९॥ 22. „Dein Gesicht hat man nur auf dir gesehen, den Mond sieht man am Himmel. Nur ein solcher, kein anderer Unterschied besteht.“ Dieses ist ein ubertriebenes Gleichniss.

मय्येवास्या मुखश्रीरित्यलमिन्दोविक्थनेः।

  1. „Der Mond sollte das Prahlen lassen, dass die Pracht ihres Gesichts nur bei ihm zu finden sei, da sie auch bei der Lotusblüte angetroffen wird." Dieses ist ein auf einer falschen Voraussetzung (hier, dass der Mond prahle) beruhendes Gleichniss.

यदि किं चिद्नवेत्पभं सुभु विभ्रान्तलो चनन्। त्े मुखश्चियं धत्तामित्यसावड्गुतीपमा॥ २४॥ 24. „ Wenn irgend eine Lotusblüte, o Schönbrauige, hinundher gehende Augen hatte, musste sie die Pracht deines Gesichts an sich zur Erscheinung bringen.“ Dieses ist ein auf einem vorausgesetzten Wunder beruhendes Gleichniss.

शशीत्युत्पेक्ष्य तन्वङ्गि तन्मुर्ख तन्मुखाशया। इन्दुमथमुधावामीत्वेषा मोहोपमा समृता।। २५ #

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  1. „Nachdem ich, o Schlankgliedrige, dein Gesicht für den Mond angesehen habe, laufe ich, in der Erwartung deines Gesichts, dem Monde nach." Dieses ist ein auf einem Irrthum beruhendes Gleichniss.

किं पद्ममन्तभीन्तालि किं ते लोलेक्षणं मुखम्। मम दोलायते चित्तमितीयं संशयोपमा॥२६ ॥ 26. „Ist es eine Lotusblüte, in der Bienen umherschwärmen, oder ist es dein Gesicht mit hinundher gehenden Augen? So schwanken meine Gedanken hinundher.“ Dieses ist ein auf einem Zweifel be- ruhendes Gleichniss.

ऋपतस्त्वन्मुखमेवेदमित्यसौ निर्णयोपमा ॥२७॥ 27. „Es ist nicht die den Mond beschamende Pracht einer vom Monde misshandelten Tagwasserrose, also kann dieses nur dein Ge- sicht sein." Dieses ist ein auf einen Schluss gegründetes Gleichniss.

शिशिरांशुप्रतिस्पर्धि श्रीमत्सुरभिगन्धि च। त्र्परम्भोजमिव ते वक्कमिति घ्लेषोपमा स्मृता ॥२८ ॥ 28. „Dein Gesicht, das mit dem Monde um den Vorrang streitet, ist wie eine Lotusblute, mit der der Mond um den Vorrang streitet. Beide sind prachtvoll und wohlriechend." Dieses nennt man ein verschlungenes Gleichniss. farfari. einmal Tatp., das andere Mal Bahuvr.

सरूपशब्द्वाच्यत्वात्सा समानोपमा यथा। बालेवोद्यानमालेयं सालकाननशोभिनी॥ २९ ॥ 29. Ein ibereinstimmendes Gleichniss heisst so, weil es durch gleichen Wortlaut ausgedrilckt wird. Beispiel: „Dieses Lustwäldchen ist wie ein Madchen, Beide prangen mit सालकानन (साल-कानन ein Geholz von Vatica robusta, सालक-आरानन ein gelocktes Gesicht)." b. सरूपोपमा v. 1. - C. उदयानमाला = उदयान, das im Geschlecht nicht mit बाला uber- einstimmen würde. पद्मं बहुरजश्चन्द्र: क्षयी ताभ्यां तवाननम्। समानमपि सोत्सेकमिति निन्दोपमा समृता॥३० ॥

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  • 25 - 2, 35.
  1. „Eine Lotusblute enthalt viel Staub, der Mond schwindet dahin. Dein Gesicht hat, obgleich Beiden ähnlich, doch Etwas vor diesen voraus." Dieses ist ein einen Tadel einschliessendes Gleichniss.

ब्रह्मणो डयुद्गवः पद्मं चन्द्र: शंभुशिरोधृतः। तौ तुल्यौ तवन्मुखेनेति सा प्रशंसोपमोच्यते॥ ३१॥ 31. „Eine Lotusblüte ist sogar Brahman's Geburtsstätte, und der Mond wird von Çiva auf dem Kopfe getragen. Und diese gleichen deinem Gesicht.“ Dieses ist ein ein Lob einschliessendes Gleichniss. a. b. पदमश्चन्द: gedr., Comm. zieht पदमं चन्द: vor. sच und शव werden häufig verwechselt. चन्द्रे त्वन्मुखं तुल्यमित्याचिख्यासु मे मनः। स गुणे वास्तु दोषो वेत्याचिख्यासोपमां विदुः॥ ३२॥ 32. „Mein Verstand ist willig zu sagen, dass dein Gesicht dem Monde gleiche, mag dieses ein Vorzug oder ein Mangel sein.“ Dieses ist ein Gleichniss mit unterdrücktem Endurtheil. शतप्तं शरच्चन्द्रस्त्वदाननमिति त्रयम्। परस्परविरोधीति सा विरोधोपमा मता॥ ३३॥ 33. „Eine Lotusblute, der Herbstmond und dein Gesicht, diese drei hadern mit einander (um den Vorrang)." Dieses gilt für ein aus einem Hader sich ergebendes Gleichniss. न जातु शक्तिरिन्दोस्ते मुखेन प्रतिगर्जितुम्। कलङ्किनो जडस्येति प्रतिषेधोपमैव सा॥३४॥ 34. „Nie und nimmer vermag der Mond sich mit deinem Ge- sicht zu messen, da er fleckig und kalt (einfältig) ist.“ Dieses ist ein durch eine Verneinung ausgedrücktes Gleichniss.

मृगेक्षणङ्कं ने वत्तं मृगेरावाङ्कितः शशी। त्थापि सम एवासौ नोत्कर्षीति चटूपमा॥३५॥ 35. „Dein Gesicht hat nur Rehaugen aufzuweisen, der Mond aber ein ganzes Reh, und dennoch ist dieser nur gleich und hat Nichts voraus." Dieses ist ein mit einer Artigkeit verbundenes Gleichniss. 4

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2,36. - 26 -

न पद्मं मुखमेवेदं न भृक्गी चक्षुषी इमे। इति विस्पष्टसाटश्यासत्त्वाख्यानोपमैव सा ॥ ३६ ॥ 36. „Das ist keine Lotusblute, sondern ein Gesicht; das sind keine Bienen, sondern gwei Augen." Dieses ist ein durch Aussagen der Wahrheit ausgedrücktes Gleichniss, da hier die Aehnlichkeit klar vor Augen liegt. चन्द्रारविन्दयोः कान्तिमतिक्रम्य मुखं तव।

  1. „Da dein Gesicht den Mond und die Lotusblute an Anmuth ubertraf, so war es nur sich selbst gleich." Dieses ist ein Gleichniss. bei welchem kein würdiges Gegenbild aufzufinden ist. सर्वपद्मप्रभासारः समाहत इव क चित्। त्वदाननं विभातीति तामभूतोपमां विदुः॥ ३८॥ 38. „Dein Gesicht erscheint so schmuck, als wenn das Beste von der Pracht aller Lotusbluten an einem Orte zusammengebracht wor- den wäre.“ Dieses ist ein Gleichniss, bei dem etwas nie Dagewesenes vorausgesetzt wird. चन्द्रबिम्वादिव विषं चन्दनादिव पावकः। परुषा वागितो वक्कादित्यसंभावितोपमा ॥३९॥ 39. „ Wie aus der Mondscheibe kein Gift, aus dem Sandelbaum kein Feuer, so kann aus diesem Munde kein hartes Wort hervor- kommen.“ Dieses ist ein durch etwas Unmögliches ausgedrücktes Gleichniss. चन्दनोदकचन्द्रांभुचन्द्रकान्तादिशीतलः। स्पर्शस्तवेत्यतिशयं बोधयन्ती बहूपमा ॥४० ॥ 40. „Bei der Berührung bist du so kühl wie Sandelwasser, wie die Mondstrahlen, wie der Mondstein und Anderes." Dieses ist ein einen Höhepunkt bezeichnendes Gleichniss mit vielen Gegenbildern.

तव तन्वङ्गि वदनमित्यसौ विक्रियोपमा॥४१॥

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  • 27 - 2,46
  1. „Dein Gesicht, o Schlankgliedrige, scheint aus der Mond- scheibe ausgeschnitten oder aus dem Innern einer Lotusblüte heraus- gehoben zu sein." Dieses ist ein auf einer vorausgesetzten Um- formung beruhendes Gleichniss.

पष्पयातप इवाहीव पूषा व्योमीव वासरः। विक्रमस्त्वय्यधाल्लक्ष्मीमिति मालोपमा मता॥ ४२ ॥ 42. „Wie die Wärme der Sonne, die Sonne dem Tage, der Tag dem Himmel, so verlieh der Muth dir Anmuth." Dieses nennt man ein verkettetes Gleichniss. a. gornau gedr. वाक्यार्थेनैव वाक्यार्थः को डपि यद्युपमीयते। एकानेकेवशब्दतवात्सा वाक्याथोपमा विधा। ४३॥ 43. Wenn der Inhalt eines Satztheils mit dem Inhalt des an- deren Satztheils verglichen wird, so ist dieses ein Gleichniss zwischen dem Inhalt zweier Satztheile. Es ist von zweifacher Art, da es die Vergleichungspartikel ra nur einmal oder mehrmals enthalten kann. त्वदाननमधीराक्षमाविदशनदीधिति। भ्रमन्ृङ्गमिवालक्ष्यकेसरं भाति पङ्गजम्॥४४॥ 44. „Dein Gesicht mit den beweglichen Augen und mit den zum Vorschein kommenden Glanze der Zähne erscheint wie eine Lotus- blüte mit umherschwärmenden Bienen und kaum sichtbaren Staub- fäden.“

नलिन्या इव तन्वङ््घास्तस्याः पद्ममिवाननम्। मया मधुवतेनेव पायं पायमरम्यत॥४५॥ 45. „Diese Schlankgliedrige war wie eine Lotuspflanze, ihr Mund wie eine Lotusblüte, und ich erfreute mich, indem ich an jenem be- ständig sog, wie eine Biene an dieser.“

वस्तु किं चिदुपन्यस्य न्यसनात्तत्सधमराः। साम्यप्रतीतिरस्तीति प्रतिवस्तूपमा यथा॥४६॥ 46. Weil, wenn man einen Gegenstand zur Sprache gebracht hat, durch Vorführung eines anderen mit jenem eine gleiche Eigenthümlich- keit geigenden Gegenstandes, die Aehnlichkeit sich von selbst ergibt,

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80 heisst ein solches Gleichniss ein durch Gegenilberstellung von Gegen- ständen gewonnenes. Beispiel: नैको डपि त्वादृशो डद्यापि जायमानेषु राजसु। ननु द्वितीयो नासत्येव पारिजातस्य पादपः॥ ४७ ॥ 47. „Selbst unter den heutzutage zur Welt kommenden Fürsten gibt es keinen, der dir gleich kame. Hat doch der Baum Pârigâta keinen ebenbürtigen Genossen.“ अधिकेन समीकृत्य हीनमेकक्रियाविध। यङ्कुवन्ति स्मृता सेयं तुल्ययोगोपमा यथा॥४t ॥। 48. Wenn man in einem Ausspruche einen Niedrigeren mit Bezug auf die Ausübung einer gleichartigen Thätigkeit mit einen Höheren gleichstellt, so ist dieses ein einen gleichen Beruf schilderndes Gleich- niss. Beispiel: दिवो जागर्ति रक्षाये पुलोमारिभुबो भवान्। ञप्रसुरास्तेन हन्यन्ते सावलेपास्त्वया नृपाः॥४९॥ 49. „Den Himmel zu schutsen wacht Indra, die Erde zu schützen wachst du; von jenem werden die Asura getödtet, von dir die übermüthigen Fürsten.“ कान्या चन्द्रमसं धामा सूर्य धैर्येण चार्णवम्। राजननुकरोषीति सैषा हेनूपमा मता॥ ५०॥ 50. „An Anmuth kommst du, o Fürst, dem Monde gleich, an Glanz der Sonne und an Standhaftigkeit dem Meere." Dieses nennt man ein begründetes Gleichniss. न लिङ्गवचने भिन्ने न हीनाधिकतापि वा। उपमादूषणायालं यबोद्देगो न धीमताम्।।५१॥ 51. Weder die Verschiedenheit des Geschlechts und der Zahl (in Bild und Gegenbild), noch das Verhaltniss des niedriger und höher --- Stehenden vermögen ein Gleichniss zu verunzieren, wenn nur Ver- ständige keinen Anstoss daran nehmen. स्त्रीव गच्छति षराढो 5यं वत्तयेषा स्त्री पुमानिव। प्राणा इव प्रियो डयं मे विद्या धनमवार्जिता॥ ५२॥

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  • 29 - 2, 59.
  1. „Dieser Eunuch geht wie eine Frau, diese Frau spricht wie ein Mann. Dieser ist mir so lieb wie die Lebenshauche, die Wissen- schaft ist wie Geld erworben worden."

भवानिव महीपाल देवराजो विराजते। अलमंभुमतः कक्षामारोदुं तेजसा नृपः ॥ ५३॥ 53. „Der Götterfurst (Indra) prangt wie du, o Erdebeschutzer! Ein Fürst kann sich mit der Sonne in der Glut messen.“ इत्येवमादी सौभाग्यं न जहात्येव जातु चित्। अस्येव क चिदुबेगः प्रयोगे वाग्विदां यथा॥५४॥ 54. In diesen und ähnlichen Fällen verletzt die Nichtüberein- stimmung keineswegs die Schönheit; am Gebrauch mancher Gleichnisse nehmen jedoch Redekundige Anstoss. Beispiel: हंसीव धवलश्चन्द्र: सरांसीवामलं नभः। भर्तृभक्त्ो भटः श्वेव खद्योतो भाति भानुवत्।५५।। 55. चन्द ein Masculinum, हंसो ein Femininum; नभस ein Sin- gular,-सरांसि ein Plural; भट ein Hochstehender, श्वन ein niedriges Thier; खद्योत ein Insect, भानु etwas Hochstehendes.

ईदृशं वज्यते सद्भिः कारणं तत्र चिन्यताम्। गुदोषविचाराय स्वयमेव मनीषिभिः॥५६ ॥ 56. Derartiges vermeiden Gebildete. Ueber den Grund davon mögen Verständige selbst nachdenken, um die Vorzüge und Mängel zu prfen. इववहायथाशब्दाः समाननिभसंनिभाः। तुल्यसंकाशनीकाशप्रकाशप्रतिरूपकाः ॥ ५9॥ प्रतिपक्षप्रतिद्वंद्विप्रत्यनीकविरोधिनः। सदक्सदृशसंवादिसजातीयानुवादिनः॥ ५t ॥ प्रतिबिस्वप्रतिच्छन्दसरूपसमसंमिताः। सलक्षएसदृक्षाभसपक्षोपमितोपमाः ॥५९॥

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2, 60. 30 -

कल्पदेशीयदेश्यादि: प्रख्यप्रतिनिधी अरपरपि। सव्णंतुलितौ शब्दी ये चान्यूनार्थवादिनः ॥ ६० ॥ समासन्न बहुव्रीहिः शशाङ्कवदनादिषु। स्पर्धते जयति द्वेष्टि दुसति प्रतिगजति॥ ६१॥ आाक्रोशत्यवजानाति कदर्थयति निन्दति। विडम्वयति संधत्ते हसतीर्थत्यसूर्यात॥ ६२॥ तस्य मुष्णाति सौभाग्यं तस्य कान्तिं विलुम्पति। तेन सार्घ विगृद्काति तुलां तेनाधिरोहति॥ ६३॥ तत्पदव्यां पदं धत्ते तस्य कक्षां विगाहते। तमन्वेन्यनुबभ्नाति तच्छीलं तन्निषेधति॥ ६४॥ तस्य चानुकरोतीति शब्दा: सादश्यसूचकाः। उपमायामिमे प्रोक्ताः कवीनां बुद्धिसौख्यदाः ॥ ६५ ॥ 57-65. Die 57-65, a aufgeführten Aehnlichkeit ausdrückenden Worte werden in einem Gleichniss verwendet und gewähren dem Geist der Dichter Genuss. 62, c. संरन्ध्धे v. 1. st. संधने. - 63, a. पुष्णाति v.1. st. मुष्णाति. - 65, b. वाचका: v. 1. st. सचका: - 65, c. d. fehlt in einigen Hdschrr.

उपमैव तिरोभूतभेदा रूपकमुच्यते। यथा बाहुलता पाशिपय्यं चरणपल्लवः ॥ ६६॥ 66. Ein Gleichniss mit versteckter Unterscheidung (von Bild und Gegenlild) heisst Rûpaka (4) d. i. das zu etwas Anderem Erhebende. Beispiele: Armliane, Handlotusblute, Fussspross (d. i. eine Liane von Arm, eine Lotusblute von Hand, ein Spross von Fuss).

अङ्गुल्य: पल्लवान्यासन्कुसुमानि नखाचिषः । बाहू लते वसन्तश्रीस्वं नः प्रत्यक्षचारिणी॥ ६७॥ 67. „Die Finger wurden zu Sprossen, die funkelnden Nägel zu Blüten, die Arme zu Lianen: so schreitest du als Frühlingspracht vor unseren Augen einher.“

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  • 31 - 2, 73.

इत्येतदसमस्ताख्यं समस्तं पूर्वरूपकम्। स्मितं मुखेन्दोर्ज्योत्सेति समस्तव्यस्तरूपकम् ॥ ६t॥ 68. Dieses heisst ein loses (nicht zusammengesetztes), das frühere (in 66), ein zusammengesetztes Rupaka. „Das Lachen ist der Schein des Gesichtsmondes“ ist ein zusammengesetztes (maa) und zugleich Loses (स्मित, ज्योत्सा) Rupaka.

ताम्राङ्गुलिदलश्रेषि नखदीधितिकेसरम्। ध्रियते मूर्भि भूपालैर्भवच्चरणापङ्कजम्॥ ६९॥ 69. „Die Fürsten tragen auf dem Kopfe deinen Fusslotus mit seinen Blütenblättern, den Zehen, und mit seinen Staubfäden, den funkelnden Nägeln.“ अङ्गुल्यादौ दलादित्वं पादे चारोप पद्मताम्। तद्योग्यस्थानविन्यासादेतत्सकलरूपकम्।। 90।। 70. Da man hier die Blatter und Staubfaden zu Zehen und Nageln, und den Lotus zu einem Fusse erhebt und dann jenen (den Lotus) auf den geeigneten Platz setzt, so ist dieses ein vollständig durchgeführtes Rûpaka.

अकस्मादेव ने चरिड स्फुरिताधरपल्लवम्। मुखं मुक्तारुचो धत्ते घर्माम्भ:करामञ्जरीः॥७१॥ 71. „Ohne alle Veranlassung bringt, o Zornige, dein Gesicht mit seinen Sprossen, den zitternden Lippen, wie Perlen aussehende Blüten- knöspchen, Schweisstropfen, zur Erscheinung.“

मञ्जरीकृत्य घर्माम्भः पल्लवीकृत्य चाधरम्। नान्यथा कृतमचास्यमतो ऽवयवरूपकम् ॥ ७२॥ 72. Hier hat man die Schweisstropfen zu Blutenknöspchen und die Lippen zu Sprossen gemacht, den Mund aber unverändert ge- lassen. Daher ist dieses nur ein die Theile betreffendes Rupaka.

वल्गितभु गलद्वमंजलमालोहितेक्षणम्। विवृणाति मदावस्थामिदं वदनपङ्गजम्॥७३॥

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2, 73. 32

  1. „Dieser Gesichtslotus mit den zitternden Brauen, mit den herabfallenden Schweisstropfen und mit den gerötheten Augen thut Trunkenheit kund.“

अविकृत्य मुखाङ्गानि मुखमेवारविन्दताम्। आासीन्रमितमन्रेदमतो ऽवयविरूपकम्॥9४॥ 74. Da man hier die Theile des Gesichts unverandert gelassen und nur das Gesicht zu einem Lotus erhoben hat, so ist dieses nur ein das Ganze betreffendes Rûpaka.

मदपाटलगराडेन रक्नेवोत्पलेन ते। मुखेन मुग्धः सो डप्येष जनो रागमयः कृतः ॥७५॥ 75. „Auch mich thorichten Menschen hat das Gesicht mit den von Trunkenheit blassrothen Wangen und mit den rothen Augen, wahren Lotusblüten, verliebt (roth) gemacht."

एकाङ्गरूपकं चैतदेवं द्विप्रभृतीन्यपि। अङ्गानि रूपयन््यत्र योगायोगौ भिदाकरौ॥। ७६ ॥ 76. Dieses ist ein nur einen Theil (ImTa) betreffendes Rupaka; man erhebt aber auch zwei und mehr Theile zu Etwas. Das Passen (77) oder Nichtpassen (78) der erhobenen Theile zu einander bilden hierbei zwei Unterabtheilungen.

स्मितपुष्पोज्जलं लोलनेत्रभृङ्गमिदं मुखम्। इति पुष्पद्विरेफाणं संगन्या युक्तरूपकम्।।99 H 77. „Dieses von Lachen, einer wahren Blüte, strahlende Gesicht mit den hinundher gehenden Augen, den Bienen.“ Da hier Blüte und Bienen zu einander stimmen, so ist es ein passendes Rupaka. इदमार्द्रस्मितज्योत्सं स्तिग्धनेवोत्पलं मुखम्। इति ज्योत्स्नोत्पलायोगादयुक्तं नाम रूपकम्॥9t॥ 78. „Dieses Gesicht mit dem sanften Lächeln, einem wahren Mondschein, und mit den milden Augen, wahren Lotusblüten.“ Da hier Mondschein und Lotusblüten nicht zu einander passen, so ist es ein nichtpassendes Rupaka.

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  • 33 - 2, 84.

रूपणादङ्गिनो डद्गानां रूपणारूपणाश्रयात्। रूपकं विषमं नाम ललितं जायते यथा॥ ७९॥ 79. Dadurch, dass man das Ganze zu Etwas erhebt, die Theile dagegen einmal erhebt, das andere Mal aber nicht, entsteht das lieb- liche ungleichmässige Rupaka. Beispiel: मदरक्तकपोलेन मन्मथस्चन्मुखेन्दुना। नर्तितभूलतेनालं मर्दितुं भुवनचयम्॥ t० ।। 80. „Der Liebesgott ist im Stande mittels deines Gesichtsmondes mit den vor Trunkenheit gerötheten Wangen und mit den tanzenden Brauen, wahren Lianen, die drei Welten aufzureiben." Gesicht und Brauen sind hier erhoben worden, nicht aber die Wangen. हरिपाद: शिरोलपजहूकन्याजलांभुकः। जयत्यसुरनिःशङ्गसुरानन्दोत्सवध्वजः॥। ८१।। 81. „Hoch lebe als Vishnu's Fuss der Fahnenstock des Freuden- festes der vor den Dämonen sich nicht mehr fürchtenden Götter, an dem das oben hängengebliebene Wasser der Gañgâ, die Fahne (das Tuch), sich befindet." farra sowohl der obere Theil des Fusses als auch des Fahnenstockes. विशेषणासमयस्य रूपं केतोर्यदीद्शम्।

  1. Weil eine solche Erscheinung des mit seinen Attributen ver- sehenen Fahnenstockes zu einem Fusse erhoben wird, ist dieses ein sich auf die Attribute erstreckendes Rûpaka. न मीलयति पद्मानि न नभो डपवगाहते। त्वन्मुखेन्दुर्ममासूनां हरखायैव कल्पते॥। ८३॥ 83. „Dein Gesichtsmond heisst nicht die Tagwasserrosen sich schliessen, taucht auch nicht am Himmel auf, hat nichts Anderes zu thun als meine Lebensgeister zu entfuhren." d. यस्यति v. 1. st. कल्पते. ञक्रिया चन्द्रकार्याामन्यकार्यस्य च क्रिया। ञ्त्र संदश्यंते यस्माद्विरुद्वं नाम रूपकम्॥। ८४॥ 5

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2; 84. -- 34

  1. Weil hier die Unterlassung der Geschafte des Mondes und die Besorgung des Geschäftes eines Anderen dargestellt wird, deshal heisst dieses ein einen Widerspruch enthaltendes Rupaka. गाम्भीर्येण समुद्रो Sसि गौरवेणासि पर्वतः। कामदत्वाज् लोकानामसि तवं कल्पपादप: ॥ ८५॥ 85. „Ob der Tiefe bist du ein Meer, ob der Gewichtigkeit em Berg, ob der Wunscherfüllung des Volkes der Alles gewährende Wunderbaum.“ गाम्भीर्यंप्रमुखेरन हेतुभि: सागरो गिरिः। कल्पद्गुमन्न क्रियते तदिदं हेतुरूपकम्॥ ८६॥ 86. Hier sind die Tiefe und die ubrigen Vorzuge der Grund, weshalb (der Fürst) zu einem Meere, einem Berge und zum Alles ge- währenden Wunderbaum erhoben wird. Darum ist dieses ein begrün- detes Rupaka. राजहंसोपभोगार्य भमरप्रार्थ्यसौरम्। सखि वत्रामुजमिदं तवेति सिष्टरूपकम्॥ ८9॥ 87. „Dieser dein Gesichtslotus ist, o Freundin, würdig von einem Râgahamsa (eine Art Schwan und ein ausgezeichneter Fürst) ge- nossen zu werden, und sein Wohlgeruch ist für Bhramara (Bienen und Verliebte) begehrenswerth." Dieses ist ein Rupaka mit Doppelsinn.

उपमाव्यतिरेकाख्यं रूपकद्वितयं यथा॥ ttl। 88. Daraus, dass zwischen dem untergeordneten und dem Haupt- gegenstande sowohl eine Gleichartigkeit als auch eine Ungleichartig- keit zu Tage treten kann, ergeben sich zwei beliebte Rupaka, das ein Gleichniss und das einen Gegensatz enthaltende. Beispiele: सयमालोहितच्छायो मदेन मुखचन्द्रमाः। संनखोदयरागस्य चन्द्रस्य प्रतिगजति॥t९॥ 89. „Dicser durch einen Rausch leicht geröthete Gesichtsmond fordert den Mond, wenn er mit seinem Aufgangsroth angethan ist, gleichsam zum Wettkampf auf." d. gure der Text, der Comm. aber richtig चन्दरस्य.

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  • 35 2, 95.

चन्द्रमा: पीयते देवैमया तवन्मुखचन्द्रमाः। त्पसमयो प्यसौ शश्दयमापूणमराडलः॥ ९० ॥ 90. „Vom Monde schlürfen die Götter, von deinem Gesichts- monde schlürfe ich; jener ist auch nicht voll, dieser aber stets voll und rund." मुखचन्द्रस्य चन्द्रत्वमित्थमन्योपतापिनः। न ते सुन्दरि संवादीत्येतदाक्षेपरयकम्।९१ ॥ 91. „ Wenn man sagt, dass ein Gesichtsmond deshalb Mond heisse, weil er Anderen Schmerzen bereite, so trifft dieses, o Schöne, bei dir nicht zu." Dieses ist ein eine Einwendung enthaltendes Rupaka. मुखेन्दुरपि ते चरिड मां निर्दहति निर्दयम्। भाग्यदोषान्ममैवेति तत्समाधानरूपकम् ।।।९२।। 92. „Sogar dein Gesichtsmond versengt mich, o Zornige, ohne Erbarmen, und zwar ob der Schuld meines eigenen Schicksals.“ Dieses ist ein eine Rechtfertigung enthaltendes Rupaka. मुखपङ्कजरङ्ग Sस्मिन्भूलतानतकी तव। लीलानृन्यं करोतीति रम्यं रूपकरूपकम्॥९३ ॥ 93. „Auf diesem Gesichtslotus, einer Bühne, führt deine Brauen- liane, eine Tanzerin, scheinbar einen Tanz auf.“ Dieses ist ein auf ein Rûpaka gepfropftes Rûpaka. नैतन्मुखमिदं पद्मं न नेवे भमराविमौ। एतानि केसरारायेव नैता दन्ताचिषस्तव॥ ९४ ॥ 94. „Das ist nicht dein Gesicht, sondern ein Lotus; das sind nicht deine Augen, sondern zwei Bienen; das sind nicht deine glänzenden Nägel, sondern Staubfäden.“ मुखादित्वं निवत्येव पद्मादितवेन रूपणात्। उद्भावितगुणोत्कर्ष तत्त्वापहूवरूपकम् ॥९५ ॥ 95. Da man hier verneint, dass Etwas Gesicht u. s. w. sei, und dieses zu einem Lotus u. s. w. erhebt, so ist dieses ein die Wahrheit ableugnendes Rpaka, welches die ausserordentlichen Vorzüge (des Gesichts u. s. w.) zur Anschauung bringt.

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2, 96. - 36 -

न पर्यन्तो विकल्पानां रूपकोपमयोरतः। दिझ्नानं दर्शितं धी रैरुर्तमनुमीयताम्॥।९६ ॥. 96. Die Verschiedenheiten der Rupaka und Gleichnisse haben kein Ende; deshalb sind nur einige Beispiele vorgeführt worden. Ver- ständige mögen das ungesagt Gebliebene erschliessen. जातिक्रियागुरद्रव्यवाचिनैकन वर्तिना। सर्ववाक्योपकारश्वेत्तदाहुर्दीपकं यथा॥९७॥ 97. Wenn ein an irgend einer Stelle stehendes Wort, das eine Gattung, eine Thätigkeit, eine Eigenschaft oder ein Individuum be- zeichnet, der ganzen Rede zu Gute kommt, so nennt man dieses Dîpaka (4) d. i. das Anfachende. Beispiele: c. 3uanan im Text, Comm. aber wie wir. - d. तमाहुर gedr. पवनो दक्षिः पर्णो जीण हरति वीरुधाम्। स एवावनताङ्गीनां मानभङ्गाय कल्पते॥ ९t ॥ 98. „Der Wind, der von Suden kommt, tragt ein dürres Blatt der Pflanzen fort; er ist es auch, der dazu beitragt, dass der Groll der Schönen gebrochen wird." Hier steht ein Gattungsbegriff vornan.

चरन्ति चतुरम्भोधिवेलोद्यानेषु दन्तिनः। चक्रवालाट्रिकुञ्जेषु कुन्दभासो गुणाश्च ते॥। ९९ ।। 99. „Es ergehen sich die (die Welt tragenden) Elephanten in den Lusthainen an den Gestaden der vier Meere, und deine wie Jasmin blendend weissen Vorzüge in den Gesträuchen des die Erde umgebenden Gebirges."' Hier steht ein Verbum vornan. श्यामला: प्रावृषेयाभिर्दिशो जीमूतपङ्गिभिः। भुवश्च सुकुमाराभिनेवशाइलराजिभिः॥१०० ॥ 100. „Dunkel gefärbt sind die Weltgegenden von den Wolkenzügen der Regenzeit, und auch die Lande von den überaus zarten jungen Rasenstreifen.“ Hier steht ein Eigenschaftswort vornan. विष्णुना विक्रमस्थेन दानवानां विभूतयः। क्वापि नीता: कुतो डप्यासनानीता दैवतईयः॥ १०१॥

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  • 37 2, 106.
  1. „Vishnu, als er seine Schritte that, entführte die Herrlich- keit der Danava, ich weiss nicht wohin, und brachte den Wohlstand der Götter, ich weiss nicht woher, herbei." Hier steht ein Nom. pr. (ein Individuum) vornan. इत्यादिदीपकान्युक्ान्येवं मध्यान्तयोरपि। वाक्ययोदेशयिष्यामः कानि चित्तानि तद्था॥ १०२॥ 102. Dieses waren Beispiele für ein Dipaka am Anfange, jetet werden wir einige Beispiele für ein Dipaka in der Mitte und am Ende einer Rede vorführen. Sie folgen hier. नृन्यन्ति निचुलोत्सङ्गे गायन्ति च कलापिनः। बध्नन्ति च पयोदेषु दशो हषाश्ुगर्भिरीः॥१०३॥ 103. „Es tanzen am Fusse des Nikula-Baumes und rufen die Pfauen und richten ihre mit Freudenthranen erfüllten Augen fest auf die Wolken." Hier steht ein Gattungsbegriff (aenfa -: ) in der Mitte. मन्दो गन्धवहः क्षारो वहिरिन्दुश्च जायते। चर्चाचन्दनपातश्च शस्त्रपातः प्रवासिनाम्॥१०४॥ 104. „Ein sanfter Wind wird atzend, und der Mond zu Feuer, und das Auflegen von Sandelsalbe zu einem Messerschnitt für Ver- liebte in der Ferne." Hier steht ein Verbum in der Mitte. जलं जलधरोद्रीणं कुलं गृहशिखरिडनाम्। चलं च तडितां दाम बलं कुसुमधन्वनः ॥। १०५ ॥ 105. „Das von den Wolken ausgespieene Wasser, die Schar der Hauspfauen und das bewegliche Gewinde der Blitze sind die Macht des Liebesgottes." Hier steht ein Nom. pr. (ein Individuum, nach - dem Comm. ein Gattungsbegriff) am Ende. त्वया नीलोत्पलं कर्णो स्मरेणास्त्रं शरासने। मयापि मरणे चेतस्त्रयमेतत्समं कृतम्॥ १०६ ॥ 106. „Diese drei Dinge wurden zugleich gethan: von dir die blaue Wasserrose an's Ohr, vom Liebesgott der Pfeil auf den Bogen, .und von mir der Gedanke zum Sterben." Hier steht das Verbum : am Ende.

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भुक्कः श्वेताचिषो वृद्यै पक्षः पञ्चशरस्य सः। स च रागस्य रागो डपि यूनां रत्युत्सवश्रियः॥।१०७॥ 107. „Die lichte Halfte eines Monates lässt den Mond wachsen, dieser den Liebesgott, dieser die Leidenschaft, und diese die Herrlich- keit des Minnespiels der Jünglinge.“ इत्यादिदीपकत्वे डपि पूर्वपूर्वव्यपेक्षिणी। वाक्यमाला प्रयुक्तेति तन्मालादीपकं मतम्॥१०t॥ 108. Abgesehen von dem Dipaka am Anfange (qvi) ist hier eine Aneinanderreihung von Sätzen, die auf das je Vorangehende Rücksicht nimmt, angewandt worden. Dieses gilt für ein verkettetes Dipaka. अवलेपमनङ्गस्य वर्धयन्ति बलाहकाः। कर्शयन्ति तु घर्मस्य मारतोडूतशीकराः॥ १०९॥ 109. „ Wolken mit ihrem vom Winde bewegten Regen vermehren den Uebermuth des Liebesgottes, vermindern aber den der Sonnenhitze.“ अवलेपपदेनान बलाहकपदेन च। क्रिये विरुद्धे संयुक्त तद्विरुद्वार्थदीपकम्॥११०॥ 110. Mit dem Worte „Uebermuth“ und dem Worte „ Wolke“ wer- den hier zwei mit einander im Widerspruch stehende Thätigkeiten verbunden. Dieses ist ein Dipaka mit einem sich widersprechenden Inhalte. हरत्याभोगमाशानां गृह्काति ज्योतिषां गरम्। आादत्ते चाद्य मे प्राखानसौ जलधरावली॥। १११॥ 111. „Die Wolkengruppe da benimmt den Weltgegenden den Raum, - entführt die Schar der Gestirne und entzieht mir heute die Lebens- hauche.“ अनेकशब्दोपादानात्कियैकेवाच दीप्यते। यतो जलधरावल्या तस्मादेकार्थदीपकम् ॥११२॥ 112. Weil hier durch die Anwendung von mehreren Worten (हर्रात, गह्णाति, आरादत्ते) die Wolkengruppe nur eine und dieselbe Thatig- keit (da alle drei schliesslich dasselbe bedeuten) anfacht, darum ist

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39 2, 118.

dieses ein Dipaka mit einfachem Inhalte. a. Comm. will ehat-n lesen.

दिवि श्मन्ति जीमूता भुवि चैते मतङ्गजाः॥११३॥ 113. „Von einem angenehmen Winde begleitet (und mit einem angenehmen Geruch versehen), hoch gewölbt und wie der Baum Tamâla dunkel gefärbt ziehen am Himmel die Wolken und auf der Erde diese Elephanten umher.“ ञ्च धर्मेरभिवानामभ्राणं दन्तिनां तथा। भ्रमरोनैव संबन्ध इति स्िष्टार्थंदीपकम्॥११४॥ 114. Hier werden die Wolken und die Elephanten, die sich nicht durch Eigenthümlichkeiten unterscheiden, mit dem Umherziehen in Verbindung gebracht. Dieses ist ein Dipaka mit Doppelsinn. अनेनैव प्रकारेण शेषाणमपि दीपके। विकल्पानामवगतिरविधातव्या विचक्षरैः॥ ११५॥ 115. Auf diese Weise müssen Verständige auch die übrigen Ver- schiedenheiten beim Dipaka zu erkennen suchen. अर्थावृत्तिः पदावृत्तिस्भयावृत्तिरेव च। दीपकस्थान एवेष्टमलंकारचयं यथा ॥ ११६ ॥ 116. Avrtti (4) d. i. Wiederkehr eines gleichbedeutenden Wortes (117), eines gleichlautenden (aber nicht gleichbedeutenden) Wortes (118) und eines sowohl gleichbedeutenden als gleichlautenden Wortes (119) sind im Falle eines Dipaka drei beliebte Zierden. Beispiele: विकसन्ति कदश्वानि स्फुटन्ति कुटजद्गुमाः। उन्मीलन्ति च कन्दल्यो दलन्ति ककुभानि च॥। ११७॥ 117. Vier verschiedene Verba in der Bedeutung aufblühen.

उत्कराठयति मेघानां माला वृन्दं कलापिनाम्। यूनां चोत्कराठयत्येव मानसं मकरध्वजः ॥ ११८॥ 118. „Die Gruppe von Wolken veranlasst die Schar der Pfauen die Hälse zu erheben, und der Liebesgott erregt Sehnsucht im Herzen

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der Junglinge." b. a v. l. fur at in Subhashitaratnabhandagara. - c. Von hier habe ich एव st. एव aufgenommen. जित्वा विश्वं भवानन विहरत्यवरोधनैः। विहरत्यप्सरोभिस्ते रिपुवर्गो दिवं गतः ॥ ११९॥ 119. „Nachdem du die Welt erobert hast, vergnugst du dich hier mi: den Frauen des Harems, und die Schar deiner Feinde, die in dn Himmel eingegangen ist, vergnugt sich mit den Apsaras."

अथास्य पुनराक्षेप्यभेदानन्यादनन्तता ॥ १२० ॥ 120. Âkshepa (4) d. i. Einspruch ist die Aeusserung des Wider- spruchs. Mit Rücksicht auf die drei Zeiten ist er von dreifacher Art. Da aber die verschiedenen Dinge, gegen die man einen Ein-

von Âkshepa. spruch thun kann, unendlich sind, so ergibt sich eine Unendlichkeit

अनङ्ग: पञ्नचभि: पुष्पैर्विश्वं व्यजयतेषुभिः। इत्यसंभाव्यमथ वा विचित्रा वस्तुशक्तयः ॥ १२१ ॥ 121. „Dass der korperlose Liebesgott mit fünf Blumen, seinen Pfeilen, das Weltall besiegte, scheint unmöglich, doch die Macht der Dinge ist wunderbar.“

प्रवृत्तैव यदाक्षिप्ता वृत्ताक्षेपः स ईदशः ॥ १२२॥ 122. Weil in diesem Beispiele gegen eine in Folge eines Grundes vorher entstandene Meinung, dass der Sieg des Liebesgottes eine Un- möglichkeit sei, hier Einspruch gethan worden ist, deshalb ist dieses ein auf die Vergangenheit bezüglicher Akshepa. कुतः कुवलयं कर्णो करोषि कलभाषिषि। किमपाङ्गमपर्याप्नमस्मिन्कर्मेणि मन्यसे ॥ १२३॥ 123. „Wozu steckst du, o Mädchen mit der zarten Stimme, einen blauen Lotus an's Ohr? Meinst du, der aussere Augenwinkel vermöge nicht dasselbe zu thun?" Das blaue Auge ist der Lotus- schmuck des Ohres.

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स वर्तमानाक्षेपो 5यं कुर्वत्येवासितोत्पलम्। कर्ो का चित्मियेशैवं चाटुकारेण रुध्यते॥। १२४॥ 124. Dieses ist ein auf die Gegenwart bezüglicher Akshepa, da ein Mädchen, das so eben einen blauen Lotus an's Ohr steckt, mit dieser Schmeichelei vom Geliebten zurückgehalten wird. सत्यं ब्रवीमि न व्वं मां द्रष्टुं वल्लभ लप्स्यसे। अन्यचुखननसंक्रान्तलाक्षारक्तन चक्षुषा ॥ १२५ ।। 125. „Ich gelobe es, dass es dir, o Geliebter, nicht vergonnt sein wird mich anzuschauen mit einem Auge, das roth sein wurde von der Schminke, die durch den Kuss einer Anderen übertragen wäre.“ सो 5यं भविष्यदाक्षेपः प्रागेवातिमनस्विनी। कदा चिदपराधो डस्य भावीत्येवमरुन्द यत् ॥ १२६ ॥ 126. Dieses ist ein auf die Zukunft bezüglicher Âkshepa, da hier ein überaus kluges Mädchen in der Befürchtung, dass der Geliebte sich irgend ein Mal an ihr vergehen würde, im Voraus diesen davon zurückhielt. तव तन्वङ्गि मिथ्यैव रूढमङ्गेषु मार्दवम्। यदि सत्यं मृदून्येव किमकाराडे रुजन्ति माम् ॥१२७॥ 127. „Fälschlicher Weise wird, o Schlankgliedrige, die Weichheit deiner Glieder allgemein gerühmt: waren sie in Wirklichkeit weich, wirden sie mir dann wohl ohne Grund Schmerzen bereiten?" धर्माक्षेपो डयमाक्षिप्तमङ्गनागाचमार्दवम्। कामुकेन यदनैवं कर्मा तद्विरोधिना॥१२८॥ 128. Dieses ist ein eine Eigenthümlichkeit betreffender Àkshepa, da hier der Geliebte auf diese Weise Einspruch erhoben hat gegen die Weichheit der Glieder eines Mädchens, wegen der damit im Wider- spruch stehenden Handlungsweise derselben. सुन्दरी सा भवत्येवं विवेक: केन जायते। प्रभामाचं हि तरलं दृश्यते न तदाश्रयः ॥ १२९॥ 129. „ Wer kann darüber Gewissheit erlangen, ob es wirklich eine Schöne ist, da man nur eine sich hinundherbewegende Lichterscheinung 6

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gewahr wird, nicht aber das, woran diese haftet.“ a. nach Subhâ- shitaratnabhandagara, unser Text मुन्दरो सा न वेत्येष, der Comm. mochte सा सुन्दरोयमित्येष lesen. धर्म्याक्षेपो डयमाक्षिप्तो धर्मी धर्मे प्रभाह्यम्। अनुज्ञायैव यदूपमत्याश्चर्य विवक्षता॥१३० । 130. Dieses ist ein den Träger einer Eigenthümlichkeit betreffen- der Akshepa, da hier Jemand, der die überaus wunderbare Gestalt darstellen möchte, wohl ihre Eigenthümlichkeit, die Lichterscheinung nämlich, anerkennt, gegen den Träger derselben aber Einspruch erhebt. चक्षुषी तव रज्येते स्फुरत्यधरपल्लवः। भ्रुवी च भुग्रे न तथाप्यदुष्टस्यास्ति मे भयम् ॥१३१॥। 131. „Deine Augen rothen sich, deine Lippensprossen zittern, und deine Brauen sind gefurcht, dennoch kommt keine Furcht über mich, da ich Nichts verbrochen habe." c. yot gedr. स एष कारणाक्षेप: प्रधानं कारणं भियः। स्वापरधो निषिद्ो च यत्म्रियेण पटीयसा ॥।१३२॥। 132. Dieses ist ein eine Veranlassung betreffender Âkshepa, da hier ein gewandter Liebhaber sein Vergehen, die Hauptveranlassung zur Furcht, in Abrede stellt. दूरे प्रियतमः सो डयमागतो जलदागमः। दष्टाश्च फुल्ला निचुला न मृता चास्मि किं न्विदम्॥१३३। 133. „Der Geliebteste in der Ferne, die Regenzeit so eben ein- getreten, die Nikula in Blute gesehen, und ich nicht todt! Was ist das?" कार्याक्षेपः स कार्यस्य मरणास्य निवर्तनात्। तत्कारणमुपन्यस्य दारुं जलदागमम् ॥। १३४ ।। 134. Dieses ist ein eine Wirkung betreffender Akshepa, weil hier die Wirkung, der Tod, nicht eingetreten ist trotz der Erwähnung der Veranlassung dazu, des grausamen Beginns der Regenzeit. b. Comm. will निवर्तनम lesen.

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न चिरं मम तापाय तव यात्रा भविष्यति। यदि यास्यसि यातव्यमलमाशङ्कयाच ते॥ १३५॥ 135. „Nicht lange wird deine Reise mir Kummer bereiten. Wenn du reisen willst, so reise und lasse hierbei alle Bedenken fahren.“ C. याहि त्वम् st. यावतव्यम Kuvalajananda. d. अपि st. अ्रत्र ders. und Subhâshitaratnabhândâgâra.

इन्यनुज्ञामुखनैव कान्तस्याक्षिपते गतिः। मरणं सूचयन्यैव सो नुज्ञाक्षेप उच्यते ॥१३६॥ 136. Hier thut Eine mittels einer Einwilligung Einspruch gegen die Reise des Geliebten, indem sie auf ihren Tod hindeutet. Dieses nennt man einen durch eine Einwilligung ausgedruckten Akshepa.

धनं च बहु लभ्यं ते सुखं क्षेमं च व्त्मनि। न च मे प्राएसंदेहस्तथापि प्रिय मा स्म गाः॥१३७॥ 137. „Viele Reichthümer kannst du leicht gewinnen, auch wirst du dich auf der Reise behaglich fühlen, und mir droht keine Lebens- gefahr, und dennoch, Liebster, darfst du nicht reisen."

इत्याचक्षाखया हेतून्र्िययाचानुबन्धिनः। प्रभुत्वेनैव रुद्स्तत्प्रभुत्वाक्षेप उच्यते॥ १३८॥ 138. Hier halt Eine, obgleich sie die für die Reise des Geliebten sprechenden Gründe herzählt, diesen durch ein Machtwort zurück. Dieses nennt man einen auf einem Machtworte beruhenden Akshepa. a. प्रत्याचत्ायाया ohne इ्ति v. 1.

जीविताशा बलवती धनाशा दुबेला मम। गच्छ वा तिष्ठ वा कान्त स्वावस्था तु निवेदिता॥१३९॥ 139. „Heftig ist mein Verlangen zu leben, gering mein Verlangen nach Schätzen. Reise, o Geliebter; oder bleibe, meine Lage aber habe ich dir kund gethan."

असावनादराक्षेपो यदनादरवद्चचः। प्रियप्रयाएं रुन्धन्या प्रयुक्मिह रक्तया॥। १४० ॥

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  1. Dieses ist ein durch Gleichgültigkeit ausgedrückter Akshepa, da hier eine die Reise des Geliebten verhindernde Geliebte Gleich- gültigkeit an den Tag legende Worte angewandt hat. गच्छ गच्छसि चेत्कान्त पन्थानः सन्तु ते शिवाः। ममापि जन्म तजैव भूयाद्यन गतो भवान्॥१४१॥ 141. „Geh, wenn du, o Geliebter, zu gehen gedenkst! Glückliche Reise! Was mich betrifft, so möchte ich dort wiedergeboren werden, wo du sein wirst." c.d. तत्रव स्याञ्जनिर्मम Kuvalajananda. इत्याशीवेचनाक्षेपो यदाशीवादवर्त्मना। स्वावस्थां सूचयन्यैव कान्तयाचा निषिध्यते॥१४२॥ 142. Dieses ist ein durch einen Segenswunsch ausgedrückter Âkshepa, da Eine mittels eines Segenswunsches, wobei sie ihre Lage kenntlich macht, die Reise des Geliebten verhindert. यदि सत्यैव याचा ते काप्यन्या मृग्यतां तया। सहमद्यैव रुद्ास्मि रन्धापेक्षेण मृन्युना॥ १४३॥ 143. „ Wenn du in Wahrheit reisen willst, dann suche dir irgend eine Andere, da mich der auf eine Blösse lauernde Tod schon heute in seine Gewalt bekommen hat." d. रन्धान्वेषयामत्युना V. 1. इत्येष परुषाक्षेपः परुषाक्षरपूर्वकम्। कान्तस्याक्षियते यस्मात्मस्थानं प्रेमनिन्नया॥१४४॥ 144. Dieses ist ein barscher Akshepa, weil hier eine von Liebe Erfullte gegen die Reise des Geliebten mit barschen Worten Ein- spruch erhebt. गन्ता चेद्च्छ तूर्ण ने कणों यान्ति पुरा रवाः। सातंबन्धुमुखोद्गीण: प्रयाएपरिपन्थिनः ॥१४५ ॥ 145. „ Wenn du reisen willst, so reise eiligst, bevor die Wider- sacher deiner Reise, die Laute, welche der Mund der bekümmerten Freunde ausstossen könnte, zu deinen Ohren gelangen.“ साचिव्याक्षेप एवैष यदन प्रतिषिध्यते। प्रियम्रयासं साचिव्यं कुर्वत्येवानुरक्तया॥ १४६।।

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  1. Dieses ist ein auf Beistand beruhender Akshepa, da die Liebende dadurch, dass sie dem Geliebten Beistand zu leisten scheint, seine Abreise verhindert.

गच्छेति वक्तुमिच्छामि तवत्मियं मत्ियैषिणी। निर्गच्छति मुखाह्वाणी मा गा इति करोमि किम्॥।१४७॥ 147. „Wohl möchte ich ,geh', was dir lieb wäre, sagen, aber aus dem Munde dringen, was kann ich dafür, die mein Bestes be- absichtigenden Worte ,geh nicht!" यत्नाक्षेपः स यत्नस्य कृतस्यानिष्टवसतुनि। विपरीतफलोत्पत्तेरान थंक्योपदर्शनात्॥१४t॥ 148. Dieses ist ein den guten Willen ausdrückender Âkshepa, da hier, in Folge des Eintrittes eines entgegengesetzten Ergebnisses, die Nutzlosigkeit eines für eine unerwünschte Sache an den Tag gelegten guten Willens vorgeführt wird.

क्षणं दर्शनविभ्ाय पक्षस्पन्दाय कुपयतः। प्रेम्णः प्रयाणं तवं ब्रूहि मया तस्येष्टमिथ्यते॥१४९॥ 149. „Verkünde, da mir erwünscht ist, was der Zuneigung er- wünscht ist, dass diese sich auf die Reise begebe, diese Zuneigung, die schon über das Blinzeln der Augenlider, dieser flüchtigen Störung fur's Sehen, zurnt." a. सणदर्शन० V. 1.

सो 5यं परवशाक्षेपो यत्रेमपरतन्त्रया। तया निषिध्यते याचेत्यन्यार्थस्योपदर्शनात्।१५०॥ 150. Dieses ist ein auf einer Abhängigkeit beruhender Âkshepa, weil ein von der Zuneigung abhängiges Mädchen die Reise dadurch verhindert, dass sie die Abreise eines anderen Gegenstandes zur Sprache bringt. c. d. यात्रा तस्याथस्येव सूचनात् v. 1. सहिष्ये विरहं नाथ देहद्श्याञ्ज्नं मम। यद्क्नेवां कन्दर्प: म्रहर्तु मां न पश्यति॥१५१ ॥ 151. „Ich will, o mein Beschutzer, die Trennung ertragen; gib mir nur eine unsichtbar machende Salbe, damit der Liebesgott, wenn

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ich mir die Augen damit bestreiche, mich nicht sieht, um sein Ge- schoss auf mich zu richten." c. vamazi Subhashitaratnabhândâgâra दुष्करं जीवनोपायमुपन्यस्योपरुध्यते। पत्यु: प्रस्थानमित्याहुरुपायाक्षेपमीदशम्।।१५२॥। 152. Weil hier durch Hinweisung auf ein schwer zu schaffendes Mittel zur Erhaltung des Lebens die Abreise des Gatten verhindert wird, deshalb nennt man so Etwas einen von einem Mittel redenden Âkshepa. प्रवृत्तैव प्रयामीति वाणी वह्लभ ते मुखात्। अयतापि त्वयेदानीं मन्दप्रेम्ण ममास्ति किम् ॥१५३॥ 153. „Das Wort ,ich reise' ist, o Geliebter, deinem Munde schon entfahren; was hätte ich von dir, wenn du jetzt auch nicht gingest, da du mich s0 wenig liebst?" c. Comm. अयता गच्छतापि। द गतावित्यस्य परस्मेपदिनी भीवादिकस्य रूपम! रोषाक्षेपो डयमुद्रिक्तस्रेहनिर्यन्त्रितात्मना। संर्धया प्रियारब्धं प्रयाणं यनिषिध्यते॥ १५४॥ 154. Dieses ist ein mit Zorn verbundener Âkshepa, weil eine Aufgebrachte, die vor übermässiger Liebe sich nicht mehr zu zügeln vermag, die vom Geliebten geplante Abreise verhindert. मुग्धा कान्तस्य याबोक्किश्रवणदेव मूर्छ्िता। बुड्धा वक्ति प्रियं दष्टा किं चिरेणागतो भवान्। १५५ ॥ 155. „Eine Schöne, die schon davon in Ohnmacht gefallen war, dass sie den Geliebten vom Reisen sprechen hörte, richtet, nachdem sie zur Besinnung gekommen ist und den Geliebten erblickt hat, an ihn die Worte ,bist du schon lange zurück?'" c. aT der Text, aven als v. l. erwähnt; so auch Subhâshitaratnabhândâgâra. Dieser und der folgende Vers fehlen in vielen Hdschrr. इति तत्कालसंभूतमूदयाक्षिप्यते गतिः। कान्तस्य कातरांक्ष्या यन्मूछाक्षेप: स ईदशः ॥ १५६ ॥ 156. Weil hier eine Kleinmuthige durch eine im selben Augen- blick erfolgte Ohnmacht gegen die Abreise des Geliebten Einspruch erhebt, deshalb ist dieses ein mit Ohnmacht verbundener Akshepa.

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नाघ्रातं न कृतं कर्रो स्रीभिमधुनि नार्मितम्। तद्टिषां दीर्घिकास्वेव विशीर्णो नीलमुत्पलम्।।१५७ ।। 157. „Am blauen Lotus haben die Frauen nicht gerochen, ihn nicht an's Ohr gesteckt und nicht in den Wein gethan: er ist in den Teichen seiner Verachter verdorrt." त्वद्विषां gedr.

ससावनुक्रोशाक्षेपः सानुक्रोशमिवोत्पले। व्यावर्त्य कर्म तद्योग्यं शोच्यावस्थोपदर्शनात्।।१५८॥ 158. Dieses ist ein auf Mitleid beruhender Âkshepa, da man hier gleichsam aus Mitleid mit dem Lotus, weil man die ihm zu- kommende Verwendung unterlassen hat, seine traurige Lage vorführt. a. दृत्यनुक्रोशाचेप: und सानुक्रोश ज्यंमाचेप: v.1.

अमृतात्मनि पद्मानां द्वेष्टरि स्तिग्धतारके। मुखेन्दी तव सन्यस्मिनपरेण किमिन्दुना॥१५९॥ 159. „Wenn dieser dein Gesichtsmond da ist, der ja auch voller Nektar ist, die Tagwasserrosen (als Nebenbuhler) hasst und liebliche Sterne (die Augensterne und die Sterne am Himmel) hat, wozu be- darf es dann noch des anderen Mondes?"

तत्समान्दर्शयित्वेह सिष्टाक्षेपस्तथाविधः ॥ १६० ॥ 160. Indem man hier die am uneigentlichen Monde. haftenden Vorzüge als denen des wirklichen Mondes gleiche vorführt, ist gegen diesen Einspruch erhoben worden. Dieses ist ein mit Doppelsinn verbundener Âkshepa.

अर्थो न संभृत: कश्चिन विद्या का चिदर्जिता। न तप: संचितं किं चिद्नतं च सकलं वयः ॥ १६१॥ 161. „Kein Geld ist zusammengescharrt, kein Wissen erworben und keine Kasteiungen eingesammelt worden, und dennoch ist die ganze Lebenszeit dahingegangen." c. न यशः संभतं und d. चतुरं st. सकलं bei Uggvalad .; vgl. Ind. Spr.2 621.

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ससावनुशयाक्षेपो यस्मादनुशयोत्तरम्।

  1. Dieses ist ein Reue ausdruckender Akshepa, weil hier Einer, dessen Leben abgelaufen ist, reuevoll vorführt, dass er um Geld- erwerb u. s. w. gekommen sei. किमयं शरदम्भोद: किं वा हंसकदमकम्। रुतं नूपुरसंवादि शूयते तन तोयदः॥ १६३॥ 163. „Ist dieses eine Herbstwolke oder ein Zug von Schwänen? Man vernimmt Töne, die denen von Fussringen gleichen, es ist also keine Wolke.“ इन्ययं संशयाक्षेप: संशयो यनितिवर्त्यते। धर्मेण हंससुलभेनास्पृष्टघनजातिना॥। १६४।। 164. Dieses ist ein mit einem Zweifel verbundener Akshepa, da hier ein Zweifel gehoben wird durch eine zu Schwanen passende, Wolken aber nicht zukommende Eigenthümlichkeit. चिनमाक्रान्तविश्वो ऽपि विक्रमस्ते न शाम्यति। कदा वा दृश्यते तृप्निरुदीर्सस्य हविर्भुजः ॥ १६५ ॥ 165. „Es ist ein Wunder, dass dein Heldenmuth, obgleich er schon das Weltall in seine Gewalt bekommen hat, nicht zur Ruhe ge- langt. Wann wohl wird man gewahr, dass ein zum Ausbruch ge- kommenes Feuer gesättigt würde?" अयमर्थान्तराक्षेप: प्रक्रान्तो यत्निवारयते। विस्मयो ऽर्थान्तरस्येह दर्शनात्तत्सधर्मरः ॥ १६६॥ 166. Dieses ist ein auf ein anderes Ding hindeutender Akshepa, weil hier ein hervorgetretenes Staunen durch Vorführen eines anderen Dinges von gleicher Art beseitigt wird. न सूयसे नरेन्द्र त्वं ददासीति कदा चन। स्वमेव मत्वा गुह्कन्ति यतस्वद्नमर्थिनः ॥ १६७॥ 167. „Niemals wirst du, o Fürst, ob deiner Freigebigkeit ge- priesen, weil die Armen dein Geld für das ihrige halten und es nehmen.“

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इत्येवमादिराक्षेपो हेत्वाक्षेप इति स्मृतः। ञपनयैव दिशान्यो ऽपि विकल्पः शक्य ऊहितुम् ॥१६t॥ 168. Ein Einspruch von dieser und ähnlicher Art heisst ein Akshepa mit Angabe des Grundes. Nach dieser Anweisung kann auch eine andere Art von Akshepa erschlossen werden.

ज्ञेय: सो Sर्थान्तरन्यासो वस्तु प्रस्तुत्य किं चन। तत्साधनसमर्थस्य न्यासो यो डन्यस्य वस्तुनः ॥ १६९ ॥ 169. Wenn man irgend einen Gegenstand zur Sprache gebracht hat und dann einen anderen Gegenstand anführt, der dasselbe zu Wege zu bringen vermag, so wisse man, dass dieses ein Arthântara- njâsa (4), d. i. Anführung eines analogen Falles, ist. विश्वव्यापी विशेषस्थः श्नेषाविद्दो विरोधवान्। सयुक्तकारी युक्तात्मा युक्तायुक्तो विपर्ययः ॥। १७०॥ इत्येवमादयो भेदा: प्रयोगेष्वस्य लक्षिताः। उदाहरणमालैषां रूपव्यत्तै निदश्यते॥ १७१॥ 170. 171. Auf Jedermann sich erstreckend (172), nur bei Ausser- ordentlichen bestehend (173), einen Doppelsinn enthaltend (174), einen Widerspruch enthaltend (175), nicht das Entsprechende bewirkend (176), von entsprechendem Wesen (177), dem Einen entsprechend, dem Andern nicht (178), im umgekehrten Verhaltniss stehend (179). Diese und andere Arten desselben sind schon beim Vorführen gekennzeichnet; die folgende Reihe von Beispielen wird vorgebracht, damit ihr Wesen klar zu Tage trete. 170, c. युक्तार्थी v.1.171, d. रूपव्यक्ती gedr .; vgl. 216.

भगवन्ती जगनेवे सूर्याचन्द्रमसावपि। पश्य गच्छत एवास्तं नियति: केन लङ्कते ॥ १७२॥ 172. „Sieh, selbst Sonne und Mond, diese Hocherhabenen, der Welt Augen, gehen doch unter. Wer entgeht dem Schicksal?"

पयोमुच: परीतापं हरन्येव शरीरिणाम्। नन्वात्मलाभो महतां परदुःखोपशान्तये॥ १७३॥ 173. , Wolken benehmen ja die Hitze der Geschopfe. Besteht 7

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nicht der eigene Gewinn Hochstehender darin, dass sie das Leid Anderer lindern?" उत्पादर्यात लोकस्य प्रीतिं मलयमारुतः। ननु दाक्षिरयसंपन्नः सर्वस्य भवति प्रियः ॥ १७४॥ 174. „Der vom Malaja-Gebirge wehende Wind bereitet der Welt Freude. Ist nicht der Rücksichtsvolle (vom Süden Kommende) Jeder- mann lieb?" जगदानन्दयत्येष मलिनो डपि निशाकरः। अनुगृद्काति हि परान्सदोषो डपि द्विजेश्वरः ॥ १७५। 175. „Dieser Mond erfreut trotz seines Fleckens die Welt. Auch ein mit Mangeln behafteter Brahmane beglückt Andere.“ d. foer kann auch Mond und सदोष nachtig sein. मधुपानकलात्करठाविगतो डपलिनां ध्वनिः। कटुर्भवति कर्णास्य कामिनां पापमीद्टशम्॥१७६॥ 176. „ Welch ein Unglück, dass sogar der Bienen Gesumme, das ihrer ob des Genusses von Honigseim sanft tonenden Kehle entfahrt, dem Ohre Verliebter scharf erscheint!" अयं मम दहत्यङ्गमम्भोजदलसंस्तरः। हुताशनप्रतिनिधिदोहात्मा ननु युज्यते ॥। १७७॥ 177. „Dieses Lager von Blütenblättern der Wasserrose versengt meinen Leib. Liegt es aber denn nicht in der Natur der Sache, dass das Ebenbild des Feuers auch brennt?" Auch das Feuer ging aus dem Wasser hervor. ्षिणोतु कामं शीतांभु: किं वसन्तो दुनोति माम्। मलिनाचरितं कर्म सुरभेनन्वसांप्रतम् ॥१७t॥ 178. „Der Mond mag mir immerhin Leid zufügen, aber warum versengt mich der Frühling? Eine Handlung, die ein Befleckter

Frühling)." vollbringt, schickt sich doch nicht für einen Hochgepriesenen (den

कुमुदान्यपि दाहाय किमयं कमलाकरः। न हीन्दुगुह्येषूयेषु सूर्यगृह्ो मृदुर्भवेत्॥। १७९।

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  1. „Sogar Nachtwasserrosen vermögen zu brennen, wieviel mehr Tagwasserrosen. Nicht konnte ja ein Anhanger der Sonne mild sein gegen strenge Angehörige des Mondes.“ शब्दोपात्ते प्रतीते वा सादृश्ये वस्तुनोई्वयोः। तत्र यङ्गेदकथनं व्यतिरेक: स कथ्यते॥ १८०॥ 180. Wenn bei der ausgesprochenen oder bekannten Gleichheit (vgl. 189) zweier Dinge ihr Unterschied angegeben wird, so nennt man dieses Vjatireka (4) d. i. Gegenüberstellung mit Angabe des Unterschiedes. धैर्यलावरायगाम्भी यप्रमुखैस्त्वमुदन्वतः। गुणास्तुल्यो Sसि भेदस्तु वपुषैवेद्दशेन ते ॥। १८१ ॥ 181. „An Beständigkeit, Schönheit (Salzigkeit), Tiefe und anderen Vorzügen bist du dem Meere gleich; einen Unterschied aber bildet nur dieser dein vorzuglicher Korper." a. माहात्म्य v. 1. st. गाम्भय. इत्येकव्यतिरेको 5यं धर्मेौकन वर्तिना। प्रतीतिविषयप्राप्नर्भेदस्योभयवर्तिनः ॥ १८२॥ 182. Dieses ist ein einseitiger Vjatireka, weil durch die an Einem haftende Eigenthümlichkeit der an Beiden haftende Unterschied in den Bereich der Erkenntniss tritt. अभिन्नवेलौ गम्भीरावसुराशिर्भवानपि। छपसावञ्जनसंकाशस्त्वं तु चामीकरद्युतिः॥१८३॥ 183. „Beide, der Ocean und auch du, durchbrechen niemals die Schranken und sind tief; jener hat die Farbe der Augensalbe, du aber den Glanz des Goldes.“ उभयव्यतिरेको डयमुभयोर्भेदका गुणी। काष्पर्य पिशङ्गता चोभौ यत्पृथग्दर्रशिताविह॥१८४॥ 184. Dieses ist ein beiderseitiger Vjatireka, weil hier die die Beiden unterscheidenden Eigenschaften, die schwarze und die röthliche Farbe, beide gesondert vorgeführt worden sind. व्वं समुद्रश्च दुवार महासत्ी सतेजसौ। सयं तु युवयोर्भेद: स जडात्मा पदुर्भवान्॥ १८५॥

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  1. „Du und das Meer sind beide unwiderstehlich, character- fest (grosse Thiere bergend) und feurig (das Meer durch das Höllen- feuer). Zwischen euch besteht aber dieser Unterschied: das Meer ist dumm (kalt), du aber bist geschickt." c. d. तथापि भवतः कत्षां जडात्मा नायमहति v. 1.

स एष स्लेषरूपत्वात्सस्लेष इति गृह्यताम्। साक्षेपश् सहेतुश् द्श्यंते तदपि हयम्॥ १८६ ॥ 186. Diesen Vjatireka erkenne man als den doppelsinnigen, da er Doppelsinn enthalt. Nun wird ein einen Einspruch (187, vgl. 120) und ein den Grund (188) angebender Vjatireka vorgeführt. Dies sind wieder zwei Arten. स्थितिमानपि धीरो पि रत्नानामाकरो डपि सन्। तव कक्षां न यात्येव मलिनो मकरालयः ॥। १८७॥ 187. „Obgleich das Meer standhaft, beständig und eine Perlen- mine ist, so kann es sich doch nicht mit dir (o Fürst) messen, da es befleckt (dunkel) ist.“ वहनपि महीं कृत्स्ां सशेलद्वीपसागराम्। भतृभावाङ्गुजंगानां शेषस्त्वत्तो निकृष्यते॥ १tt॥ 188. „Obgleich Çesha die ganze Erde mit allen Bergen, Inseln und Meeren trägt, so steht er doch niedriger als du (o Fürst), da er nur über Schlangen Herr ist.“

शब्दोपादानसादृश्यव्यतिरेको जयमीदशः। प्रतीयमानसादृश्यो ऽयस्ति सो ऽप्भिधीयते ॥ १t९ ॥ 189. Dieses war ein Vjatireka mit ausgesprochener Gleichheit (180), es gibt aber auch einen Vjatireka mit bekannter Gleichheit (180). Auch über diesen wird nun gesprochen werden. त्वन्मुखं कमलं चेति इयोरपनयोर्भिदा। कमलं जलसंरोहि त्वन्मुखं तवदुपाश्रयम्॥ १९० ॥ 190. „Zwischen deinem Gesicht und einem Lotus besteht ein Unter- schied: der Lotus wachst im Wasser, dein Gesicht schliesst sich an dich an."

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53 2, 196.

अभूविलासमस्पृष्टमदरागं मृगेक्षराम्। इदं तु नयनद्वंदं तव तङ्गुणभूषितम्॥१९१ ॥ 191. „Das Gazellenauge kennt kein Spiel der Brauen und ist ohne Genuss von Wein roth; dieses dein Augenpaar dagegen ist mit diesen Vorzügen geschmückt.“ D. i. kennt das Spiel der Brauen und wird erst durch den Genuss von Wein geröthet.

सदृशव्यतिरेकश्च पुनरन्यः प्रदश्येते॥१९२॥ 192. Im ersten Beispiel (190) wird schlechtweg ein Unterschied ausgesprochen, in diesem (191) tritt ein Ueberschuss hervor. Es wird aber noch ein anderer Vjatireka, der durchweg gleiche, jetzt vorgeführt. त्वन्मुखं पुराडरीकं च फुल्ले सुरभिगन्धिनी। भ्रमड्गूमरमम्भोजं लोलनेनं मुखं तु ते ॥ १९३॥ 193. „Beide, dein Gesicht und der Lotus, sind weit geöffnet und duften schön; der Lotus ist mit schwärmenden Bienen, dein Gesicht aber mit hinundher gehenden Augen versehen.“ चन्द्रो Sयमख्वरोतंसो हंसो 5यं तोयभूषरम्। नभो नक्षत्रमालीदमुत्फुल्लकुमुदं पयः॥ १९४ ॥ 194. „Der Mond da ist ein Scheitelschmuck des Himmels, der Schwan da eine Zierde des Wassers; der Himmel da ist mit Sternen besäet, das Wasser ist mit blühenden Wasserrosen erfüllt.“ d. sag- त्कुमुदं पय: v. 1. Scheint eine Correctur zu sein. प्रती यमानशौकक्यादिसाम्ययोश्वन्द्रहंसयोः। कृतः प्रतीतभुद्योश्च भेदो ऽ्मिन्वियदम्भसोः॥ १९५॥ पूर्वत शब्दवत्साम्यमुभयतापि भेदकम्। भृङ्गनेवादि तुल्यं तत्सददशव्यतिरेकता॥ १९६ ॥ 195. 196. Im letzten Beispiel (194) ist der Unterschied angegeben zwischen Mond und Schwan, deren Gleichheit, die weisse Farbe u. s. w., bekannt ist, und der Unterschied zwischen Himmel und Wasser, deren Reinheit bekannt ist. Im ersten Beispiel (193) ist die Gleichheit

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2, 196. 54

ausgesprochen (180), in beiden ist das Unterscheidende, Bienen, Augen u. s. w. gleich. Daher der Name durchweg gleicher Vjatireka. 195,b. d. चन्त्रहंसयो: und वियदम्भसो: wechseln die Stellen in einigen Hdschrr. अरतालोकसंहार्यमवार्य सूर्यरश्मिभिः। दृष्टिरोधकरं यूनां यौवनप्रभवं तमः ॥१९७॥ 197. „Die aus der Jugend entspringende Finsterniss, die Jüng- lingen die Sehkraft benimmt, kann nicht durch den hellen Schein von Edelsteinen gehoben und nicht durch Sonnenstrahlen zurückgedrängt werden." सजातिव्यारेको 5यं तमोजातेरिदं तमः। दृष्टिरोधितया तुल्यं भिन्नमन्यैरदशि यत्॥१९t॥ 198. Weil diese Finsterniss in Bezug auf das Benehmen der Sehkraft als mit der Gattung Finsterniss gleich, in Bezug auf An- deres aber als verschieden vorgefihrt worden ist, ist dieses ein Vjati- reka innerhalb derselben Gattung. प्रसिद्धहेतुव्यावृत्त्या यत्किं चित्कारणन्तरम्। यत्र स्वाभाविकत्वं वा विभाव्यं सा विभावना॥।१९९ ॥ 199. Wenn nach Ausschluss eines bekannten Grundes irgend ein anderer Grund ausfindig zu machen ist (200), oder eine natürliche Erscheinung zu deuten ist (201), so heisst dieses Vibhâvanâ (4) d. i. Erforschung, das Vorbringen einer ratselhaften Erscheinung.

अप्रसादितभुद्दाबु जगदासीन्मनोहरम्॥।२०० ॥ 200. „Herzentzückend ist die Welt geworden ob ihrer ohne Genuss berauschender Getränke trunkenen Schwane, ob ihres ohne Waschen fleckenlosen Himmels (Gewandes) und ob ihres ohne Klarung reinen Wassers.“ Der Herbst hat dieses zu Wege gebracht. Im Subhâshita- ratnabhandagara folgende Varianten: b. असंसष्ट, C. मृत्माम्बु, d. मनोरमम. अनञ्जितासिता दृष्टिर्भूरनावर्जिता नता। अरञ्ितो Sरुणाश्ायमधरस्तव सुन्दरि॥ २०१ ॥

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  1. „Ungesalbt ist, o Schöne, dein Auge schwarz, ungeneigt die Braue gebogen, ungefärbt diese deine Lippe roth.“

यदपीतादिजन्यं स्यात्क्षीबत्वाद्यन्यहेतुजम्। अपरहेतुकं च तस्येह विवक्षेन्यविरुद्दता॥ २०२॥ 202. Da man hier ausdrucken will, dass Trunkenheit u. s. w., da es nicht die Folge von Trinken u.s. w. sei, aus einem anderen Grunde hervorgehe (200), und dass ein Anderes gar keinen Grund habe (201), so steht hier Keines mit dem Andern im Widerspruch.

वक्कं निसर्गसुरभि वपुरव्याजसुन्दरम्। तप्रकारणरिपुश्चन्द्रो निर्निमित्रासुहत्स्मरः॥ २०३ ॥ 203. „Der Mund von Natur wohlriechend, der Korper ohne Trug schon, der Mond ohne Veranlassung ein Feind, der Liebesgott ohne Ursache ein Widersacher.“

निसगादिपदैरत्र हेतुः साक्षानिवर्तितः। उत्ततं च सुरभित्वादि फलं तत्सा विभावना।। २०४।। 204. Durch die Worte „von Natur" u. s. w. wird hier ein Grund geradezu geleugnet, und das Wohlriechendsein u. s. w. als Ergebniss gemeldet. Daher ist dieses eine Vibhavand. d. तस्माद्विभावना v. 1. st. तत्खा वि०.

वस्तु किं चिदभिप्रेत्य तत्तुल्यस्यान्यवस्तुनः। उक्ति: संक्षेपरूपत्वात्सा समासोक्रिरिययते॥ २०५। 205. Wenn man beim Gedanken an irgend einen Gegenstand einen anderen ihm gleichen Gegenstand zur Sprache bringt, so nennt man dieses, weil es in verkürzter Form erscheint, Samâsokti (5) d. i. zusammenfassende Ausdrucksweise.

पिबन्मधु यथाकामं भ्रमरः फुल्लपङ्कजे। अप्यसंनद्दसौर्यं पश्य चुम्नति कुडालम्॥। २०६।। 206. „Sieh, während die Biene in einer aufgebliihten Wasserrose Honig saugt, küsst sie auch eine noch nicht mit Wohlgeruch erfüllte Knospe.“

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2, 207. 56 -

इति प्रौढाङ्गनाबद्चरतिलीलस्य रागिरः। कस्यां चिदिह बालायामिच्छावृत्तिर्विभाव्यते ॥ २०७ ॥ 207. Hier errath man, dass bei einem Verliebten, der mit einem erwachsenen Frauenzimmer ein Liebesverhültniss unterhalt, sich ein Verlangen nach irgend einem noch nicht mannbaren Mädchen regt. विशेष्यमात्रभिन्नापि तुल्याकारविशेषण। अस्त्यसावपरापयस्ति भिन्नाभिनविशेषखा॥ २०t॥ 208. Es gibt auch eine Samâsokti, die sich nur in dem geschil- derten Gegenstande (vom wirklich gemeinten) unterscheidet, dagegen gleiche nähere Bestimmungen zeigt (209); dann gibt es aber noch eine andere, die sowohl verschiedene als auch gleiche nähere Bestimmungen aufweist (210). रूढमूलः फलभरेः पुष्णननिशमर्थिनः। सान्द्रच्छायो महावृक्षः सो ऽयमासादितो मया॥ २०९॥ 209. „Es ist mir hier ein grosser Baum zu Theil geworden, der starke Wurzeln (ein grosses Vermögen) hat, beständig mit einer Menge von Früchten (Zinsen) Bedürftige ernährt und einen dichten Schatten gewährt (von grosser Anmuth ist)." अनल्पविटपाभोगः फलपुष्पसमृद्िमान्। सुच्छाय: स्थैर्यवान्देवादेष लब्धो मया दरुमः ॥२१० ॥ 210. „Durch eine glückliche Fügung ist mir hier ein Baum zu Theil geworden, dessen viele Aeste einen grossen Umfang haben, der reich an Früchten und Bliiten ist, einen schönen Schatten gewährt (von grosser Anmuth ist) und Stand hült.“

सर्वे साधारणा धर्मा: पूर्वतान्यत तु इयम्॥२११ ॥ 211. In beiden Beispielen wird irgend ein Mann als Baum ge- geschildert. Im ersten Beispiele sind alle Eigenthümlichkeiten Beiden gemein, im anderen aber nur zwei. निवृत्तव्यालसंसर्गो निसर्गमधुराशयः। ऋपयमम्भोनिधि: कष्टं कालेन परिभुषति॥ २१२॥

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  • 57 2, 217.
  1. „Dieses Meer, in welchem man auf keine Raubthiere stosst (das keinen Verkehr mit bösartigen Menschen hat), und dessen Bett (Herz) von Natur suss (weich) ist, trocknet, o Jammer, mit der Zeit aus (geht durch den Todesgott zu Grunde)." d. ogura gedr.

इत्यपूर्वसमासोक्ति: पूर्वधर्मनिवर्तनात्। समुद्रेश समानस्य पुंसो व्यापत्तिसूचनात्॥२१३॥ 213. Dieses ist eine Samâsokti in Bezug auf etwas nie Dagewe- senes, da hier auf den Tod eines Mannes hingewiesen wird, der durch das Leugnen der bisherigen Eigenthümlichkeiten des Meeres diesem gleichgestellt wird.

विवक्षा या विशेषस्य लोकसीमातिवर्तिनः। अ्सावतिशयोक्तिः स्यादलंकारोत्तमा यथा ॥ २१४॥ 214. Wenn man die Absicht hat einen die hergebrachten Grenzen überschreitenden Vorzug zu schildern, so heisst dieses Uebertreibung (5) und dürfte die schönste der Zierden sein. Beispiel folgt. b. oafaat v. l.

मल्निकामालभारिएयः सवाङ्गीणार्ट्रचन्दना:। क्षौमवन्यो न लक्ष्यन्ते ज्योत्स्ायामभिसारिकाः॥२१५॥ 215. „Die zum Stelldichein eilenden Madchen wird man im Mondschein nicht gewahr, da sie Kränze von Jasmin tragen, sich ganz mit Sandelwasser übergossen haben und mit weissleinenen Ge- wandern bekleidet sind." a. b. मल्लिकाभारवाहिरयः सवाङ्रियाद्र Subha- shitaratnabhandagara. c. नोमवत्यो gedr., richtig Subh.

चन्द्रातपस्य बाहुल्यमुक्तमुत्कषवत्तया। संशयातिशयादीनां व्यत्तये किं चिन्निदर्श्यते॥ २१६ ॥ 216. Die Dichtigkeit des Mondscheines ist hier durch Uebertrei- bung ausgedrückt. Damit die in einen Zweifel gekleidete Uebertreibung und andere klar vor Augen treten, wird jetzt Etwas vorgeführt. a. व्यक्ता gedr .; vgl.171.

स्तनयोजघनस्यापि मध्ये मध्यं प्रिये तव। अस्ति नास्तीति संदेहो न मे Sद्यापि निवतते ॥ २१७॥

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  1. „Der Zweifel, ob du, o Geliebte, zwischen Brüsten und Huften noch eine Taille hast oder nicht, bleibt für mich auch heute noch ungelöst.“

निर्णेतुं शक्यमस्तीति मध्यं तव नितिनि। अन्यथा नोपपद्येत पयोधरभरस्थितिः॥२१८॥ 218. „Durch Schlüsse kann man, o Schönhüftige, herausbringen, dass du eine Taille hast, da sonst die aufrechte Stellung deines schweren Busens eine Unmoglichkeit ware." c. d. अन्यथानुपपत्त्यव एयो- धरभरस्यिते: v.1.

अहो विशालं भूपाल भुवनचित योदरम्। माति मातुमशक्यो डपि यशोराशियदन ते॥। २१९ ॥ 219. „O wie geräumig ist doch, o Fürst, das Innere der drei Welten, dass die Menge deines Ruhmes, obgleich sie unermesslich ist, Raum darin findet.“

अलंकारान्तराणामययेकमाहु: परायगम्। वागीशमहितामुक्िमिमामतिशयाहयाम्॥। २२० ।। 220. Diese bei Meistern der Rede hoch in Ehren stehende Aus- drucksweise, Uebertreibung genannt, erklärt man auch für das einzige Hauptziel anderer Zierden.

अन्यथेव स्थिता वृत्तिश्चेतनस्येतरस्य वा। अन्यथोत्मेक्ष्यते यत तामुत्येक्षां विदुर्यथा॥ २२१॥ 221. Wenn ein ganz anders sich verhaltendes Verfahren eines be- seelten oder unbeseelten Gegenstandes witzig anders gedeutet wird, so nennt man dieses Utprekshâ (5) d. i. witzige Deutung. Beispiele folgen. c. यनु v. 1. st. यत्र. - मध्यंदिनार्कसंतप्तः सरसीं गाहते गजः। मन्ये मार्तराडगृह्याणि पद्मान्युद्दतुमुद्यतः ॥ २२२ ॥ 222. „Wenn ein von der Mittagssonne gequälter Elephant in einen Teich steigt, dann beabsichtigt er, wie mir scheint, die Wasser- rosen auszureissen, weil sie Anhänger der Sonne sind."

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सनातुं पातुं बिसान्यत्तुं करिणो जलगाहनम्। तद्वैरनिष्क्रयायेति कविनोतेक्ष्य वरार्यते ॥ २२३ ॥ 223. Ein Elephant geht in's Wasser um sich zu baden, zu trinken und Wurzelschosse zu verzehren. Ein Dichter stellt dieses mit witziger Deutung so dar, als wenn es geschehe um Rache zu uben.

कर्णास्य भूषणामिदं ममायतिविरोधिनः । इति कर्णोत्पलं प्रायस्तव दृष्या विलङ्ते॥ २२४॥ 224. „Dein Auge schiebt aller Wahrscheinlichkeit nach den an's Ohr gesteckten Lotus fort, weil dieser ein Schmuck des seine Länge beeinträchtigenden Ohres ist.“

अपाङ्गभागपातिन्या दष्टेरेंभुभिरत्पलम्। स्पृम्यते वा न वेत्येवं कविनोत्प्ेक्ष्य वरार्यते॥ २२५ ॥ 225. Ein Dichter stellt dieses mit witziger Deutung so dar, als wenn die Strahlen des bis zum äusseren Augenwinkel sich erstrecken- den Auges den Lotus vielleicht berühren könnten.

लिम्पतीव तमो ऽङ्गानि वर्षतीवाञ्जनं नभः। इतीदमपि भूयिष्ठमुत्पेक्षालक्षणान्वितम्॥ २२६ ।। 226. „Finsterniss bestreicht gleichsam die Glieder, der Himmel regnet gleichsam Augensalbe." Auch dieses Beispiel enthält durchaus die Merkmale der Utpreksha. Vgl. 362. Diesen und die folgenden Çloka hat Pischel in seinem Rudrata, S. 16 fg. übersetzt.

केषां चिदुपमाश्नान्तिरिवश्ुत्येह जायते। नोपमानं तिङन्तेनेन्यतिक्रम्याप्रभाषितम्॥२२७॥ 227. Bei Einigen bildet sich die irrige Meinung, dass dieses eine Upamâ (14) sei, weil man hier das Wort sa vernimmt, wobei sie den Ausspruch eines Gewahrsmannes (Patangali's), dass mit einem Verbum finitum kein Gleichniss gebildet werde, ausser Acht lassen.

उपमानोपमेयत्वं तुल्यधर्मव्यपेक्षया। लिम्पतेस्तमसश्चासौ धर्मः को ऽच समीक्ष्यते॥ २२८॥

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  1. Das Verhaltniss zwischen dem, womit Etwas, und dem, was mit Etwas verglichen wird, entsteht dadurch, dass man auf eine gleiche Eigenthümlichkeit achtet. Welche derartige Eigenthümlichkeit wird man aber dort bei „bestreicht" und „Finsterniss“ gewahr?

यदि लेपनमेवेष्टं लिम्पतिनाम को डपरः। स एव धर्मो धर्मी चेत्युन्मत्तो डपि न भाषते ॥ २२९ ॥ 229. Wenn das Bestreichen gemeint ist, dann kann „bestreicht“ doch wohl nichts Anderes sein. Auch ein Verrückter aber sagt nicht, dass Etwas zugleich Eigenthümlichkeit und Träger dieser Eigen- thümlichkeit sei.

कर्ता यद्युपमानं स्याव्यग्भूतो Sसौ क्रियापदे। स्वक्रियासाधनव्ययो नालमन्यदपेक्षितुम्॥२३० ॥ 230. Wenn es der Agens (in „bestreicht“) sein sollte, mit dem verglichen wird, so ist dieser im Worte, das die Thätigkeit (das Be- streichen) ausdrückt, ganz aufgegangen. Nur mit dem Zustande- bringen dieser Thätigkeit beschäftigt ist er nicht im Stande auf etwas Anderes zu achten.

यो लिम्पत्यमुना तुल्यं तम इत्यपि शंसतः। अङ्गानीति न संबद्ं सो डपि मृग्यः समो गुरः ॥२३१॥ 231. Auch für den, der da sagt, dass die Finsterniss dem, der da bestreicht, gleich sei, steht das Wort „die Glieder“ ausser allem Zusammenhange; überdies muss die beiden gemeinsame Eigenschaft noch ausfindig gemacht werden. d. तमोगुय: v.1. st. समो गुणः यथेन्दुरिव ते वत्कमिति कान्ति: प्रतीयते। न तथा लिम्पती लेपादन्यदच प्रतीयते॥ २३२॥ 232. Wenn es heisst „dein Gesicht ist we der Mond“, so wird die Anmuth erkannt. Anders verhalt es sich dort mit „bestreicht“, da dadurch nichts Anderes als das Bestreichen erkannt wird. c. fa- म्यतेलेपात् v. 1. तदुपश्लेषणार्थो 5यं लिम्पतिर्ध्वान्तकर्तृकः। ञङ्गकमा च पुंसैवमुत्पेक्ष्यत इतीष्यताम्॥२३३॥

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  1. Daher erkenne man an, dass ein Mann das Wort „be- streicht" in der Bedeutung von „überziehen“ mit dem Subject „Finster- niss" und dem Object „die Glieder“ witzig deutet (verwendet). d. 3ru- चितुम und उर्त्प्रोितम v. 1.

मन्ये शङ्के ध्रुवं प्रायो नूनमित्येवमादिभिः। उत्म्रेक्षा व्यज्यते शब्दैरिवशब्दो डपि तादशः॥ २३४॥। 234. Die Worte „ich meine, ich vermuthe, gewiss, aller Wahr- schcinlichkeit nach, sicher“ und andere machen eine Utprekshâ kennt- lich. Auch „wie" ist ein solches Wort.

हेतुश्च सूक्ष्मलेशी च वाचामुत्तमभूषगम्। कारकज्ञापकौ हेतू तौ चानेकविधौ यथा॥ २३५॥ 235. Hetu (5) d. i. Factor, Sûkshma (5. 260) und Leça oder Lava (5. 265) sind ein vorzüglicher Schmuck der Rede. Der Hetu ist entweder handelnd (236 fgg.) oder andeutend (244 fgg.), und diese sind von mannichfacher Art. Beispiele:

x9 उत्पादयति सर्वस्य प्रीतिं मलयमारतः ॥ २३६ ॥ 236. „Dieser vom Malaja kommende Wind, der die üppigen Zweige der Sandelbäume wiegte, verursacht Jedermann Lust.“ a. wra- लिताप्रोढ® V. 1.

प्रीत्युत्पादनयोग्यस्य रूपस्याचोपबृंहगम्। अलंकारतयोदिष्टं निवृत्तावपि तत्समम्॥ २३७॥ 237. Eine solche Steigerung der zur Verursachung von Lust geeigneten Erscheinung bezeichnet man als Zierde. Eben so verhält es sich, wenn Etwas verneint wird.

चन्दनारयमाधूय स्पृष्टा मलयनिभूरान्। पषिकानामभावाय पवनो जयमुपस्थितः ॥ २३t॥ 238. „Dieser Wind da, der Sandelwälder leise bewegte und die Giessbäche des Malaja berührte, hat sich zum Verderben der Reisen- den erhoben.“

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अपभावसाधनायालमेवंभूतो हि मारतः ।

  1. Ein derartiger Wind ist ja im Stande das Verderben einer Person zu Wege zu bringen, die von dem durch den Trennungsschmerz entfachten Liebesfeuer gepeinigt wird. निवत्यें च विकार्ये च हेतुत्वं तदपेक्षया। प्राप्पे तु कर्मसि प्रायः क्रिपापेक्षेव हेतुता॥ २४० ॥ 240. Wenn das Object hervorgebracht oder umgewandelt wird, dann wird in Rücksicht auf diese Etwas zu einem Hetu; wenn das Object dagegen nur erreicht wird, dann bildet in der Regel die Rück- sicht auf die Handlung den Hetu. d. feneaae v. l.

हेतुर्निवतनीयस्य दर्शित: शेषयोईयोः। द्त्ोदाहरसादंदं ज्ञापको वर्णयिष्यते॥ २४१॥ 241. Ein Hetu für das was hervorgebracht wird, ist (236. 238) vorgeführt worden. Nachdem zwei Beispiele (242 fg.) für die beiden übrigen gegeben sein werden, wird der andeutende Hetu dargestellt werden. उत्मवालान्यररायानि वापः संफुल्लपङ्कजाः। चन्द्र: पूर्णश्च कामेन पान्यदष्टेरविषं कृतम्॥ २४२॥। 242. „Die Wälder mit dem aufspriessenden Laube, die Teiche mit den blühenden Wasserrosen und den Vollmond hat der Liebesgott in Augengift der Reisenden verwandelt.“

मानयोग्यां करोमीति प्रियस्थानस्थितां सखीम्। बाला भूभङ्गजिलाक्षी पश्यति स्फुरिताधरा॥२४३॥ 243. „Um sich im Schmollen zu üben sieht ein junges Ding auf seine den Geliebten darstellende Freundin mit durch das Verziehen der Brauen schielenden Augen und mit zitternden Lippen.“ गतो इस्तमर्को भातीन्दुर्यान्ति वासाय पक्षिराः। इतीदमपि साध्बेव कालावस्थानिवेदने।। २४४।।

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  1. „Die Sonne ist untergegangen, der Mond scheint, die Vögel begeben sich zu ihrer Ruhestatte." Schon dieses genügt die Tageszeit anzuzeigen.

देहोष्मभिः सुबोधं ते सखि कामातुरं मनः॥२४५॥ 245. „Daraus, dass die Glut deines Körpers, o Freundin, weder durch Mondstrahlen zu heben noch durch Sandelwasser zu heilen ist, ersieht man leicht, dass dein Herz liebeskrank ist."

इति लक्ष्या: प्रयोगेषु रम्या ज्ञापकहेतवः। ञभावहेतवः के चिद्याहियन्ते मनोहराः॥ २४६ ॥ 246. Auf derartige liebliche andeutende Hetu in literarischen Erzeugnissen soll man sein Augenmerk richten. Jetzt werden einige reizende Hetu von verneinender Form mitgetheilt. अनभ्यासेन विद्यानामसंसर्गेण धीमताम्। अनियहेण चाक्षां जायते व्यसनं नृणाम्॥।२४७।। 247. „Dadurch, dass die Männer nicht der Wissenschaft ob- liegen, nicht mit Klugen verkehren und nicht die Sinne bändigen, entsteht in ihnen das Laster.“ गतः कामकथोन्मादो गलितो यौवनज्बरः। गतो मोहष्युता तृष्ण कृतं पुरायाश्रमे मनः॥२४t॥ 248. „Die durch Liebesgespräche erzeugte Tollheit ist vergangen, das Jugendfieber ist gewichen, die Verblendung ist vergangen, die Gier entschwunden: nach einer heiligen Einsiedelei strebt das Herz.“ वनान्यमूनि न गृहाएयेता नद्यो न योषितः। यहा इमे न दायादास्तन्मे नन्दति मानसम्॥२४९॥ 249. „Das sind Wälder, nicht Häuser; das sind Flüsse, nicht Weiber; das sind Krokodile, nicht Verwandte. Deshalb freut sich mein Herz." c. ner gedr .; so auch Subhâshitaratnabhândâgara. अत्यन्तमसदार्याणामनालोचितचेष्टितम्। अपतस्तेषां विवर्धन्ते सततं सर्वसंपदः ॥ २५० ॥

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  1. „Bei ehrenwerthen Männern findet ein unüberlegtes Handeln gar nicht Statt; darum wächst bei ihnen stets die Wohlfahrt aller- wärts.“ उद्यानसहकाराणामनुद्भिबा न मञ्जरी। देयः पिकनारीणां सतिलः सलिलाञ्जलिः॥२५१॥ 251. „Kein Blütenknöspchen der Mangobäume im Lustgarten ist unaufgeblüht, so muss man denn den Frauen der Wanderer zwei Handvoll Wasser mit Sesamkörnern als Todtenspende darbringen.“ प्रागभावादिरूपस्य हेतुत्वमिह वस्तुनः : भावाभावस्वरूपस्य कार्यस्योत्पादनं प्रति ॥२५२॥ 252. In den vorangehenden Beispielen ist ein als bis jetzt und anderswie nicht seiend (nicht mehr seiend u. s. w.) erscheinender Gegenstand ein Hetu in Bezug auf das Erzeugen einer als seiend oder nicht seiend erscheinenden Wirkung. दूरकार्यस्तत्सहज: कार्यानन्तरजस्तथा।

  2. Indem die Wirkung des Hetu in der Ferne liegen (255), indem der Hetu zugleich mit der Wirkung (256) und auch unmittel- bar danach (257) eintreten, und indem er unangemessene (258) und angemessene Wirkungen (259) haben kann, sind die wunderbar heis- senden Hetu unzählig. ते डमी प्रयोगमार्गेषु गौवृत्तिव्यपाश्रयाः। ऋत्यन्तसुन्दरा दष्टास्तदुदाहृतयो यथा॥२५४॥ 254. Diese überaus ansprechenden, auf einer uneigentlichen Aus- drucksweise beruhenden Hetu findet man in verschiedenen literarischen Erzeugnissen. Es folgen Beispiele dazu. b. Comm. mochte TTa lesen. न्वदपाङ्गाहयं जैत्रमनङ्गास्त्रं यदङ्गने। मुक्ततं तदन्यतस्तेन सो ऽपहं मनसि क्षतः॥२५५॥ 255. „Des Liebesgottes siegreiches Geschoss, d. i. dein äusserer Augenwinkel, wurde, o Schone, gegen einen Andern geschleudert, hat aber auch mich im Herzen verwundet.“

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साविर्भवति नारीणां वयः पर्यस्तशैशवम्। सहैव विविधैः पुंसामङ्गजोन्मादविभ्रमैः ॥ २५६॥ 256. „Der Weiber Lebensalter, das die Kindheit abgestossen hat, tritt zugleich mit der Männer mannichfaltigem Gebaren hervor, das die vom Liebesgott bewirkte Raserei hervorruft.“ पश्चात्पर्यस्य किरणानुदीर्णे चन्द्रमराडलम्। प्रागेव हरिणाक्षीणामुदीर्णो रागसागरः॥। २५७॥ 257. „Die Mondscheibe hat zuerst ihre Strahlen ausgesandt und ist erst hernach aufgegangen, der Rehäugigen Leidenschaftsmeer hat sich schon fruher gehoben." d. समद्दो v. l. st. उदीर्या. राज्ञां हस्तारविन्दानि कुडालीकुर्ते कुतः। देव त्वच्चरणदंद्रविबालातपः स्पृशन्॥२५t॥ 258. „ Wie kommt es, o Fürst, dass der Schein der eben auf- gegangenen Sonne, dein Füssepaar, indem er Tagwasserrosen, die Hande anderer Fursten, beruhrt, diese schliesst?" d. Ir v. l. st. rfa.

पाशिपद्मानि भूपानां संकोचयितुमीशते। तवत्पादनखचन्द्राणामचिषः कुन्दनिर्मलाः॥२५९॥ 259. „Die wie Jasmin weissen Strahlen des Mondes, deine Zehen, vermögen Tagwasserrosen, die Hände der Fürsten, zu schliessen.“ इति हेतुविकल्यानां दर्शिता गतिरीदृशी। इङ्गिताकारलक्ष्यो ऽर्थः सौक्ष्म्यात्सूक्ष्म इति स्मृतः ॥२६०॥ 260. So ist denn gezeigt worden, wie es sich mit den verschie- denen Arten des Hetu verhalt. Wenn Etwas durch eine Gebarde (261) oder einen Gesichtsausdruck (263) erkennbar ist, so nennt man dieses wegen der Zartheit des Gegenstandes Sûkshma (5) d. i. zarte Aus- drucksweise. कदा नौ संगमो भावीत्याकीर्णो वक्तुमक्षमम्। सपवेक्ष्य कान्तमबला लीलापझ्मं न्यमीलयत्॥ २६१। 261. „Ein Mädchen, das da sah, dass der Geliebte bei der Menge von Menschen nicht gut fragen konnte, wann sie Beide zusammen- 9

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2,261. - 66 -

kommen würden, schloss eine bei Tage blühende Wasserrose, mit der sie spielte.“

पद्मसंमीलनादन सूचितो निशि संगम:। आाश्वासयितुमिच्छन्या प्रियमङ्गजपीडितम्॥ २६२॥ 262. Hier hat ein Mädchen, dass den vom Liebesgott gequälten Geliebten zu trösten wünschte, durch das Schliessen der Wasserrose angedeutet, dass die Zusammenkunft in der Nacht stattfinden könne.

मदर्पितदशस्तस्या गीतगोध्ठ्चामवर्धत। उद्दामरागतरला छाया कापि मुखाखुजे॥ २६३ ॥ 263. „Als diese in einem Gesangverein ihre Augen auf mich richtete, erhob sich auf ihrem Gesichtslotus eine unbeschreibliche, in Folge der heftigen Leidenschaft stets wechselnde Farbe." a. Faafucr. v. l.

अनुल्लाइ्पैव मूक्ष्मत्वमभूदन व्यवस्थितः ॥ २६४ ।। 264. Auf diese Weise ist hier das Verlangen nach einem Liebes- genuss bekundet worden, ohne dass dieses offen zu Tage träte und die Zartheit des Gegenstandes ausser Acht gelassen wäre. d. warar- वस्थित: V. 1.

लेशो लेशेन निर्भिन्नवस्तुरूपनिगूहनम्। उदाहरण एवास्य रूपमाविर्भविष्यति॥ २६५ ॥ 265. Das nothdürftige Verbergen einer zu Tage getretenen Er- scheinung heisst Leça oder Lava (5) d. i. nothdurftige Ausrede. In den Beispielen wird die Form dieser Zierde deutlich hervortreten. Comm. verbindet लेशेन mit निर्भिच्न.

राजकन्यानुरक्तं मां रोमोद्वेदेन रक्षकाः। सवगच्छेयुरा ज्ञातमहो शीतानिलं वनम्॥ २६६ ॥ 266. „An meinem Schaudern könnten die Wächter merken, dass ich in die Prinzessin verliebt bin. Nun, ich weiss (was ich sagen werde): ,o der kalte Wind im Walde.'" c. मावगच्छयुरा v. 1.

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  • 67 2, 272.

आानन्दाश्नु प्रवृत्तं मे कथं दृष्टवव कन्यकाम्। ऋक्षि मे पुष्परजसा वातोडूतेन दूषितम्॥२६७ ॥ 267. „ Wie kommt es, dass mir beim Erblicken des Mädchens so- fort Thranen der Freude entstromten? Vom Winde aufgewirbelter Blütenstaub hat mir das Auge verunreinigt.“ इत्येवमादिस्थाने जयमलंकारो डति शोभते। लेशमेके विदुर्निन्दां स्तुतिं वा लेशतः कृताम्॥ २६८॥ 268. Bei diesen und ähnlichen Veranlassungen hat diese Zierde einen ganz besonderen Reiz. Einige verstehen unter Leça einen schwachen Tadel (269) oder ein solches Lob (270). युवैष गुरवावाजा योग्यस्ते पतिरूर्जितः। रणोत्सवे मनः सक्तं यस्य कामोत्सवादपि॥ २६९॥ 269. „Dieser Fürst ist jung, hat viele Vorzuge, ist kraftig und eignet sich zu deinem Gatten, da sein Herz mehr Freude am Kampfe als sogar an der Liebe hat." वीर्योत्कर्षस्तुतिनिन्देवास्मिन्भावनिवृत्तये। कन्याया: कल्पते भोगानिर्विविक्षोनिरन्तरम्॥२७० ॥ 270. Das Lob des ausserordentlichen Heldenmuths ist in diesem Beispiel ein Tadel und bewirkt beim Mädchen, das sich sogleich in Genüsse stürzen möchte, ein Zurücktreten der Zuneigung. चपलो निर्दयश्चासी जनः किं तेन मे सखि। आागःप्रमार्जनायैव चाटवो येन शिक्षिताः॥२७१॥ 271. „Unbeständig und dabei ohne Mitleid ist dieser Geliebte! Was fange ich, o Freundin, mit dem an, da er Schmeichelworte nur ge- lernt hat, um sich von Sünden rein zu waschen?" दोषाभासो गुएः को डपि दर्शितश्चाटुकारिता। मानं सखीजनोदिष्टं कर्तु रागादशक्या॥ २७२॥ 272. Die Schmeichelei, beim ersten Anblick ein Fehler, gibt Eine, die vor Zuneigung sich nicht dem Schmollen, auf welches die Freundin hingewiesen hatte, hinzugeben vermag, als einen besonderen Vorzug zu erkennen.

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2, 273. 68

उद्दिष्टानां पदार्थानामनूद्देशो यथाक्रमम्। यथासंख्यमिति प्रोक्तं संख्यानं क्रम इत्यपपि॥ २७३ ॥ 273. Wenn nach einer Anzahl von näher angegebenen Gegen- ständen eine gleiche Anzahl anderer Gegenstände in entsprechender Reihenfolge angegeben wird, so heisst dieses Jathâsamkhjam, Sam- khjâna und auch Krama (5) d. i. eine Glied für Glied entsprechende Reihenfolge. Vgl. 3, 144. ध्रुवं ते चोरिता तन्वि स्मितेक्षणमुखद्युतिः। स्नातुमम्भः प्रविष्टायाः कुमुदोत्पलपङ्कजेः॥२७४॥ 274. „Als du, o Schlanke, in's Wasser stiegst um zu baden, hat sicherlich die weisse Wasserlilie dir die Anmuth des Lachens ge- stohlen, die blaue die der Augen, die am Abend sich schliessende die des Gesichts.“ प्रेयः प्रियतराख्यानं रसवट्रसपेशलम्। ऊर्जस्वि रूढाहंकारं युक्तोत्कषे च तन्त्रयम्॥। २७५।। 275. Prejas (5) ist Aeusserung der Freude, Rasavat (5. 280) ist das durch den Grundton Reizende, Urgasvin (5. 294) ist das von grossem Selbstbewusstsein Getragene. In allen Dreien ist der Vorzug wahr. सद्य या मम गोविन्द जाता त्वयि गृहागते। कालेनैषा भवेत्म्रीतिस्तवैवागमनात्पुनः ॥२७६ ॥ 276. „Die Freude, die mir heute, o Govinda ward, als du das Haus betratest, möge mir auch einst durch dein Wiederkommen zu Theil werden." c. नेषा काले भवेत v. 1. इत्याह युक्तं विदुरो नान्यतस्तादृशी धृतिः। भक्तिमाचसमाराध्यः सुप्रीतश्च ततो हरिः॥ २७७॥ 277. So sprach Vidura der Wahrheit gemass, da ihm von keiner anderen Seite eine solche Befriedigung zu Theil werden konnte, und Hari, der nur durch auf Glauben beruhende Liebe zu gewinnen ist, war darauf hochst erfreut. a. वाक्यं v. 1. st. युक्तम सोम: सूर्यो मल्डूमि्व्योम होतानलो जलम्। इति रूपाएयतिक्रम्य त्वां द्रषटुं देव के वयम्॥२७८॥

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69 2, 283.

  1. „ Wie kamen wir dazu, o iva, dich zu schauen, da du die Erscheinungen des Mondes, der Sonne, des Windes, der Erde, des Raumes, des Opferpriesters, des Feuers und des Wassers überragst?" Vgl. Çâk. 1.

इति साक्षान्कृते देवे राज्ञो यद्राजवर्मराः। प्रीतिप्रकाशनं तज्च प्रेय इन्यवगम्यताम्॥२७९॥ 279. Eine solche Aeusserung der Freude von Seiten des Fürsten Râgavarman über den zu Gesicht bekommenen Gott erkenne man auch als Prejas.

मुनेति प्रेत्य संगन्तुं यया मे मरगं मतम्। सैषावन्ती मया लब्धा कथमनैव जन्मनि॥ २८० ॥ 280. „ Wie kommt es, dass ich, der ich die Prinzessin der Avanti (Vâsavadatlâ), die ich für todt hielt und, um jenseits mit ihr zusammen- zukommen, zu sterben beabsichtigte, noch in diesem Leben gewonnen habe?" a. मते अभिप्रेत्य सङ्गं तु v. 1. c. सेवा तन्वो v. 1.

प्राक्प्रीतिदेशिता सेयं रतिः नृङ्गारतां गता। रूपबाहुल्ययोगेन तािदं रसवडचः॥ २८१॥ 281. Vorhin ist die Freude (प्रोति-प्रेयस् 5. 275) vorgefuhrt worden. Eben ein solches Behagen ist, indem es mit einer Menge von Er- scheinungen verbunden werden kann, hier (280) in den erotischen Grund- ton übergegangen. Dieses eben ist die Rasavat (5. 275) genannte Aus- drucksweise.

निगृह्य केशेष्वाकृष्टा कृष्णा येनायतो मम। सो 5यं दुःशासनः पापो लब्धः किं जीवति क्षरम्॥ २८२॥ 282. „Der Bösewicht Duhçâsana, der die Draupadî an den Haaren gepackt und vor mich hin geschleppt hatte, ist in meine Hande gerathen. Weshalb bleibt er auch nur einen Augenblick am Leben?"

इत्यारूह्य परां कोटीं क्रोधो रौद्रात्मतां गतः। भीमस्य पश्यतः शत्रुमित्येतट्रसवहचः ॥ २८३॥

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2, 283. 70

  1. Da hier der zum höchsten Grade gesteigerte Zorn Bhîma's, als er den Feind ansieht, in den wilden Grundton übergegangen ist, so ist dieses eine Rasavat genannte Ausdrucksweise.

अजित्वा सार्यवामुर्वीभनिष्टा विविधैमखेः। सदत्वा चार्थमर्यिन्यो भवेयं पार्थिवः कथम्॥ २८४॥। 284. „Wie könnte ich, ohne die Erde mit ihren Meeren ersiegt, ohne mannichfache Opfer dargebracht und ohne den Bedürftigen Gaben gereicht zu haben, ein wahrer Fürst sein?"

इत्युत्साह: प्रकृष्टात्मा तिष्ठन्वीररसात्मना। रसवत्वं गिरामासां समर्पयितुमीश्वरः॥२८५ ॥ 285. So vermag der überaus feste Entschluss, indem er als das Wesen des heldenhaften Grundtons auftritt, zu Stande zu bringen, dass jene Worte (284) zu einer Rasavat genannten Ausdrucksweise werden. d. समर्थययतुम gedr. यस्याः कुसुमशय्यापि कोमलाङ््या रुजाकरी। साधिशेते कथं तन्वी हुताशनवतीं चिताम्॥ २८६॥ 286. „Wie geht es zu, dass die Schlanke auf einem brennenden Scheiterhaufen liegt, da (als sie lebte) sogar ein Blumenlager der Zartgliedrigen Schmerzen bereitete?" c. देवो v. 1. st. तन्वो. इति कारुरयमुट्रिक्तमलंकारतया स्मृतम्। तथा परे डपि बीभत्साहास्याङ्कुतभयानकाः ॥ २८७॥ 287. Hier ist das aussergewöhnliche Mitleid als Zierde anerkannt worden. Ebenso verhalt es sich mit den übrigen Grundtönen, dem Ekel erregenden (288), dem komischen (289), dem Erstaunen erregen- den (290) und dem Furcht einflössenden (291). पायं पायं तवारीणं शोखितं पाणिसंपुटैः। कौरपा: सह नृन्यन्ति कबन्धैरन्त्रभूषरः॥ २t॥ 288. „Die Râkshasa führen, indem sie inzwischen immer und immer wieder aus ihren gehöhlten Händen das Blut deiner Feinde trinken, mit deren Eingeweiden geschmückt, mit deren Rümpfen einen Tanz auf.“

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  • 71 - 2, 294.

इदमस्लानमानाया लगं स्तनतटे तव। छाद्यतामुत्तरीयेण नवं नखपदं सखि॥ २८९॥ 289. „Da, o Freundin, dein Groll (gegen den Geliebten) sich noch nicht gelegt hat, so verhülle doch mit dem Tuche diese frische Nagel- spur, die auf deinem Busen haftet (und dich Lügen straft)." c. OFT- लाया v. 1. st. मानाया. अंभुकानि प्रवालानि पुष्पं हारादिभूषणम्। शाखाश्च मन्दिरारायेषां चिचं नन्दनशाखिनाम्॥२९० ॥ 290. „O Wunder! Die Bäume in Indra's Haine haben statt der Schosse Tücher, statt der Blüten Perlenschnüre und anderen Schmuck und statt der Zweige Gemächer.“ इदं मघोन: कुलिशं धारासंनिहितानलम्। स्मरणं यस्य दैन्यस्त्रीगर्भेपाताय कल्पते॥ २९१ ॥ 291. „Dies ist Indra's Donnerkeil mit dem im Regenguss ruhen- den Feuer, dessen Vorstellung bei den Frauen der Daitja eine Fehl- geburt bewirkt." वाक्यस्यायाम्यतायोनिमाधुर्ये दशितो रसः। इह लष्टरसायत्ता रसवत्ा स्मृता गिराम्। २९२।। 292. Bei Gelegenheit von Mâdhurja (1, 51) ist der aus der an- ständigen Ausdrucksweise (1, 62) hervorgehende Rasa vorgeführt wor- den; hier aber ist von der auf den acht Grundtönen beruhenden Schmackhaftigkeit der Rede gehandelt worden. पकताहमस्मीति हदि ते मा स्म भूद्गयम्। विमुखेषु न मे खङ्ग: प्रहंतु जातु वाञ्छति ॥२९३ ॥ 293. „Lass darüber, dass du der Beleidiger bist, keine Furcht in deinem Herzen aufkommen; mein Schwert verlangt nie und nimmer auf diejenigen, die die Flucht ergriffen haben, einzuhauen." एवमुक्का परो युद्धे निरुद्ो दर्पशालिना। पुंसा केनापि तज्ज्ञेयमूर्जस्वीत्येवमादिकम्॥२९४॥ 294. Mit diesen Worten hielt ein stolzer Mann den Feind in der Schlacht zurück. Dieses und Anderes erkenne man als Urgasvin (5.275).

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2,295. - 72

अर्थमिष्टमनाख्याय साक्षात्स्यैव सिद्धये। यत्मकारान्तराख्यानं पर्यायोक्ं तदिष्यते॥ २९५ ॥ 295. Wenn man etwas Beabsichtigtes nicht geradezu ausspricht, auf dass dieses aber doch geschehe, es auf eine andere Weise zu verstehen gibt, so nennt man dieses Parjajokta (5) d. i. verblümte Ausdrucksweise. दशत्यसौ परभृतः सहकारस्य मञ्जरीम्। तमहं वारयिथयामि युवाभ्यां स्वैरमास्यताम्॥२९६॥। 296. „Der Kuckuck da beisst ein Mangoknöspchen ab, den will ich zurückhalten, ihr könnt ruhig sitzen bleiben.“ संगमय्य सखीं यूना संकेते तद्रतोत्सवम्। निर्वतयितुमिच्छन्या कयाप्यपसृतं ततः ॥ २९७ ॥ 297. Nachdem ein Mädchen ihre Freundin mit dem jungen Mann zu einem Stelldichein zusammengeführt hatte, begab sie sich von da weg, da es deren Liebesgenuss zu Wege zu bringen wünschte. किं चिदारभमाणस्य कार्य दैववशात्पुनः। तत्साधनसमापत्रियो तदाहु: समाहितम्॥२९t॥ 298. Wenn aber Jemandem, der Anstalten macht irgend Etwas zu erreichen, durch eine glückliche Fügung des Schicksals noch Etwas zu Hülfe kommt dieses zu Wege zu bringen, so nennt man dieses Samâhita (5) d. i. Hülfe in der Noth.

मानमस्या निराकर्तु पादयोर्में पतिष्यतः। उपकाराय दिष्यैतदुदीरण घनगर्जितम्।। २९९।। 299. „Als ich im Begriff stand mich zu ihren Füssen zu werfen um ihren Groll zu vertreiben, erhob sich, um mir einen Gefallen zu erweisen, zum grossen Glück dieses Gedonner." आाशयस्य विभूतेवी यन्महत्त्वमनुत्तमम्। उदात्तं नाम तं प्राहुरलंकारं मनीषिखः॥ ३०० ॥ 300. Unübertreffliche Grösse der Gesinnung (301) oder der Wohl- fahrt (302), diese Zierde nennen Verständige Udâtta (6) d. i. das Grossartige.

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  • 73 2,306.

गुरोः शासनमत्येतुं न शशाक स राघवः। यो रावणशिर्छेदकार्यभारे ऽप्यविक्कवः॥ ३०१ ॥ 301. „Râma, der sogar bei der schweren Arbeit, die Köpfe Râvana's abzuschlagen, nicht verzagte, vermochte des Vaters Befehl nicht zu übertreten.“ रत्नभित्िषु संक्रान्तेः प्रतिबिद्वशतरवृतः। ज्ञातो लङ्गेश्वरः कृच्छ्रादाञ्जनेयेन तत्वतः ॥ ३०२॥ 302. „Hanumant, umgeben von Hunderten von Spiegelbildern, die sich auf die Wände von Edelsteinen geworfen hatten, erkannte mit Mühe den wahren Fürsten von Lañkâ.“ पूर्वताशयमाहात्म्यमनाभ्युद्यगौरवम्। सुव्यञ्जितमिति प्रोक्तमुदात्तड्वयमप्यदः॥ ३०३॥ 303. Im ersten Beispiele (301) ist die Erhabenheit der Gesinnung, in diesem (302) die Wichtigkeit des Wohlstandes deutlich an den Tag gelegt worden. So sind denn auch die zwei Formen des Grossartigen zur Sprache gekommen. c. व्यक्तम st. प्रोक्तम v. 1. अपहृतिरपहृत्य किं चिदन्यार्थंदर्शनम्। न पञ्चेषुः स्मरस्तस्य सहस्रं पत्तिणामिति॥३०४।। 304. Wenn man Etwas leugnet und etwas Anderes dagegen vor- führt, so heisst dieses Apahnuti (6) d. i. Leugnung von etwas all- gemein Angenommenem und Behauptung von etwas Entgegengesetztem. Beispiel: „Der Liebesgott ist nicht fünfpfeilig, er hat tausend Pfeile.“ चन्दनं चन्द्रिका मन्दो गन्धवाहथ् दक्षियाः। सेयमग्रिमयी सृष्टिमयि शीता परान्रति॥ ३०५ । 305. „Sandel, Mondschein und ein gelinder Südwind sind für mich feurige Erscheinungen, kalte für Andere." शैशिर्यमभ्यु पेन्यैव परेष्वात्मनि कामिना। औौषाय प्रकाशनात्तस्य सेयं विषयनिहतिः॥ ३०६ ॥ 306. Da hier ein Verliebter in Bezug auf Andere die Kühle wohl zugibt, sie aber in Bezug auf sich für Hitze erklärt, so ist dieses eine Nihnuti (= Apahnuti), die in Bezug auf Jemand erfolgt. 10

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2, 307. - 74 -

अन्य एवायमर्थात्मा विषनिवन्दिदीधिति: । ३०७ ।। 307. „Man nimmt an, dass der Mond so heisse, weil seine Strahlen Nektar traufeln. Es verhalt sich aber mit ihm anders: seinem wahren Wesen nach traufeln seine Strahlen Gift.“ b. मत: V. 1. इति चन्द्रत्वमेवेन्दौ निवत्यार्थान्तरात्मता। उक्रा स्मरार्तेनेत्येषा स्वरूपापहुतिमता॥३०t॥ 308. Hier spricht ein vom Liebesgott Gequälter dem Monde seinen Namen ab und sagt, dass sein Wesen etwas Anderes sei. Dieses gilt für eine Apahnuti in Bezug auf das eigentliche Wesen eines Dinges. b.C. अथान्तरात्मना। उत्तत v. 1. उपमापहुति: पूर्वमुपमास्वेव दर्शिता। इत्यपहतिभेदानां लक्ष्यो लक्ष्येषु विस्तरः॥३०९ ॥ 309. Eine Apahnuti im Gleichniss ist oben (34. 36) unter den Gleichnissen vorgeführt worden. Auf diese Weise kann eine Menge anderer Arten von Apahnuti unter den zu erkennenden erkannt werden. .

तदभिन्नपदं भिन्नपदम्रायमिति द्विधा॥ ३१० ॥ 310. Eine Rede heisst Çlishta (= lesha 6) d. i. doppelsinnig, wenn sie bei gleicher äusserer Erscheinung mehr als eine Bedeutung hat. Sie besteht aus gleichen (311) oder meistentheils ungleichen (312) Worten. Demnach ist sie zweifach. ससावुद्यमारूढ: कान्तिमानक्तमराडलः। राजा हरति लोकस्य हृदयं मृदुभि: करैः॥ ३११॥ 311. „Jener zur Höhe gelangte (aufgegangene), schöne (hell scheinende), von seinen Unterthanen geliebte (rothscheibige) Fürst (Mond) bezaubert die Herzen der Welt durch milde Abgaben (Strahlen).“ दोषाकरेण संबभनक्षनपथवर्तिना। राज्ञा प्रदोषो मामित्थमप्रियं किं न बाधते ॥ ३१२॥

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75 2, 317.

  1. „ Wie kommt es, dass der Bosewicht mich, den er hasst, nicht in der (erwarteten) Weise peinigt, indem er mit dem Fursten, einer Fundgrube von Mangeln, der nicht auf dem Pfade der Krieger wandelt, eine Verbindung eingeht?“ Oder: „Wie kommt es, dass die beginnende Nacht mich, der ich von der Geliebten getrennt bin, nicht in der (er- warteten) Weise peinigt, indem sie mit dem Monde, dem Bewirker der Nacht, der auf dem Pfade der Sterne wandelt, eine Verbindung eingeht?" उपमारूपकाक्षेपव्यतिरेकादिगोचराः। प्रागेव दर्शिता: शेषा दर्श्यन्ते के चनापरे॥ ३१३ ॥ 313. Die in der Upama, im Rupaka, Akshepa, Vjatireka und in anderen Zierden vorkommenden Doppelsinne sind schon früher vor- geführt worden. Jetzt werden einige andere vorgeführt. अस्यभिनक्रिय: कश्िदविरुद्बक्रियो डपरः। विरुद्धकमा चास्यन्यः सोषो नियमवानपि॥३१४॥ नियमाक्षेपरूपोक्किरविरोधी विरोध्यपि। तेषां निदर्शनेष्वेव रूपमाविर्भविष्तत॥३१५।। 314. 315. Es gibt einen Doppelsinn mit gleichem Verbum (316), einen anderen mit Verben, die nicht mit einander im Widerspruch stehen (317), einen anderen mit Verben, die mit einander im Wider- spruch stehen (318), einen anderen, der eine Beschränkung (ein Nur) enthält (319), einen anderen, in dem Beschränkung und Einspruch ausgedrückt werden (320), einen anderen, in dem Alles mit einander übereinstimmt (321) und schliesslich einen mit Widersprüchen (322). Ihre Form wird in den Beispielen deutlich zu Tage treten. वक्रा: स्वभावमधुराः शंसन्यो रागमुल्बराम्। दृशो दूत्यश्च कर्षन्ति कान्ताभि: प्रेषिताः प्रियान्॥३१६॥ 316. „Seitwärts gerichtete (verschlagene), von Natur liebliche (süss redende), heftige Liebe verkündende, von geliebten Mädchen ge- worfene (entsandte) Blicke und Botinnen ziehen Liebhaber heran.“ मधुरा रागवर्धिन्यः कोमला: कोकिलागिर:। झाकरारयन्ते मदकला सनिथन्ते चासितेक्षणः॥३१७॥

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2, 317. 76

  1. „Süsse, die Leidenschaft steigernde, zarte, Liebesverlangen verrathende Stimmen des Kokila- Weibchens werden gehört, und solche schwarzäugige Mädchen werden umschlungen.“ रागमादर्शयनेष वारुीयोगवर्धितम्। तिरो भवति घर्माभुर्गजस्तु विजृम्भते॥ ३१८॥ 318. „Die Sonne da und der Liebesgott, beide offenbaren eine durch die Verbindung mit Vârunî (Westen und berauschendes Getränk) gesteigerte Röthe (Leidenschaft), wobei jene untergeht, dieser aber sich --- - machtig entfaltet." d. naarra v. l. निस्त्रिंशत्वमसावेव धनुषयेवास्य वक्कता। शरेष्वेव नरेन्द्रस्य मार्गगात्वं च व्तते ॥ ३१९ ॥ 319. „Unbarmherzigkeit (eine Länge über dreissig Fingerbreiten) findet sich nur beim Schwerte dieses Fürsten, Verschlagenheit (Ge- bogenheit) nur bei seinem Bogen, Bettelei (das Pfeilsein) nur bei seinen Pfeilen.“ पझ्मानामेव दराडेषु कराटकस्वयि रक्षति। अथ वा दृश्यते रागिमिथुनालिङ्गनेष्वपि॥ ३२० ॥ 320. „Unter deiner Regierung sieht man nur an Lotusstengeln Stacheln (Feinde); doch nein, auch bei den Umarmungen eines ver- liebten Pärchens wird man der Stacheln (aufgerichteter Härchen) gewahr.“ महीभृड्गूरिकट कस्तेजस्वी नियतोदयः। दक्षः प्रजापतिश्चासीत्स्वामी शक्िधरश्च सः ॥ ३२१ ॥ 321. „Er war ein Fürst (Berg) und hatte viele Hoflager (Thäler), er war voller Machtglanz (glanzreich) und hatte regelmassige Ein- künfte (ging regelmässig auf), er war geschickt (Daksha) und Ge- bieter über seine Unterthanen (ein Pragâpati), er war ein grosser Herr (Skanda) und hatte Macht (trug einen Speer)." अच्युतो यवृषच्छेदी राजापविदितक्षयः । देवो ऽथयविबुधो जज्ञे शंकरो जप्यभुजंगवान्॥ ३२२।। 322. „Selbst Vishnu (nicht vom richtigen Wege abgehend) erschlug nicht den Asura Vrsha (verletzte nicht das Recht), selbst der Mond

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  • 77 - 2, 327.

(ein Fürst) kannte keine Abnahme (keine Einbusse des Vermögens), selbst ein Gott (König) war unverstandig* (hatte keine Gelehrte um sich), selbst iva (mildreich) hatte keine Schlangen (Schmarotzer).“

गुणजातिक्रियादीनां यत्र वैकल्यदर्शनम्। विशेषदर्शनायैव सा विशेषोक्रकिरिययते॥ ३२३ ॥ 323. Wenn die Mangelhaftigkeit einer Eigenschaft (324), eines Gattungsbegriffes (325), einer Handlung (326) u. s. w. (327 fg.) vor- geführt wird, um gerade einen Vorzug zu zeigen, so nennt man dieses Viçeshokti (6) d. i. Hervorhcbung eines Vorzuges. b. ug auer. v. l.

न कठोरं न वा तीक्ष्णमायुधं पुष्पधन्वनः । तथापि जितमेवासीदमुना भुवनचयम्॥३२४ ॥ 324. „ Weder hart, noch scharf ist das Geschoss des Liebesgottes, dessen Bogen aus Blumen besteht, und dennoch hat er die Dreiwelt besiegt.“ न देवकन्यका नामि गन्धवकुलसंभवा। तथाप्येषा तमोभङ्गं विधातुं वेधसो डपलम्॥।३२५।। 325. „Dieses Mädchen ist weder eine Jungfrau göttlichen Stammes, noch entspringt sie aus dem Geschlecht der Gandharva, und dennoch vermag sie sogar Brahman's Kasteiungen zu unterbrechen.“

न बड्ा भुकुटिनापि स्फुरितो दशनच्छद:। न च रक्ताभवह्दष्टिरजितं च द्विषतां बलम्॥ ३२६ ॥ 326. „Die Brauen hatte er noch nicht gefurcht, seine Lippe war noch nicht erzittert, sein Auge noch nicht geröthet, und der Feinde Heer hatte er schon besiegt.“

न रथा न च मातङ्गा न हया न च पत्तयः। स्त्रीणामपाङ्गदृश्यैव जीयते जगतां न्रयम् ॥ ३२७॥ 327. „Die Weiber haben keine Kriegswagen, keine Elephanten, keine Reiterei und kein Fussvolk; schon durch ihren Seitenblick wer- den die drei Welten erobert.“

  • Oder kein Gott.

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2, 328. - 78 -

एकचक्रो रथो यन्ता विकलो विषमा हयाः। आक्रामत्येव तेजस्वी तथाप्र्को नभस्तलम् ।३२t।। 328. „Einrädrig ist sein Wagen, ein Krüppel sein Wagenlenker, widerspänstig (unpaar) seine Rosse, und dennoch ersteigt der glanz- volle Sonnengott den Himmelsplan." d. smaag v. l. st. renerg.

सेषा हेतुविशेषोक्तिस्तेजस्वीति विशेषणत्। सयमेव क्रमो Sन्येषां भेदानामपि कल्पने ।। ३२९ ॥ 329. Wegen des Beiwortes „glanzvoll“ ist dieses (328) eine Viçe- shokti mit Angabe des Grundes. Dasselbe Verfahren findet auch beim Erfinden anderer Arten Statt.

विवक्षित गुणोत्कृष्टर्यत्समीकृत्य कस्य चित्। कीर्तनं सतुतिनिन्दार्थ सा मता तुल्ययोगिता॥३३० ॥ 330. Wenn man, des Lobes (331) oder des Tadels (332) wegen, Jemand oder Etwas in der Weise erwähnt, dass man diese mit solchen, die durch eine gleiche Eigenschaft, die man auszudrücken beabsichtigt, sich auszeichnen, gleichstellt, so nennt man dieses Tuljajogitâ (6) d. i. Zusammenstellung von Gleichem. a. omolrent? v. l. यम: कुबेरो वरः सहस्राक्षो भवानि। बिभ्रत्यनन्यविषयां लोकपाल इति श्रुतिम्॥ ३३१॥ 331. „Jama, Kubera, Varuna, Indra und auch du führen den keinem Anderen zukommenden Titel ,Behüter der Welt.'“

संगतानि मृगाक्षीणं तडिद्विलसितानि च। क्षणइ्यं न तिष्ठा्ति घनार्धान्यपि स्वयम्॥३३२॥। 332. „Ein freundschaftliches Verhaltniss mit Rehäugigen, auch wenn es heiss beginnt, besteht durch sich selbst keine zwei Augen- blicke; so auch das Zucken des Blitzes, obgleich die Wolken dieses von selbst beginnen.“

विरुद्वानां पदार्थानां यत्र संसर्गदर्शनम्। विशेषदर्शनायैव स विरोध: स्मृतो यथा॥३३३॥

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  • 79 - 2, 338.
  1. Wenn das Zusammentreffen zweier mit einander im Wider- spruch stehender Dinge vorgeführt wird, um gerade einen Vorzug zu zeigen, so nennt man dieses Virodha (6) d. i. scheinbaren Widerspruch. Beispiel:

कूजितं राजहंसानां वर्धते मदमस्जुलम्। क्षीयते च मयूराणं रुतमुत्कान्तसौध्ठवम्॥३३४॥ 334. „(Im Herbst) ertont die durch Liebesrausch reizende Stimme der Schwäne, und verstummt das um seine Stärke gekommene Geschrei der Pfauen." प्रावृषेरयेजलधरैरखरं दुर्दिनायते। रागेण पुनराक्कान्तं जायते जगतां मनः ॥३३५॥ 335. „Durch die Wolken in der Regenzeit wird der Himmel schwarz gefärbt, dagegen wird der Menschen Herz von Liebe (Röthe) erfuillt." c. उत्सितं V. 1. st. आ्राक्रान्तं.

तनुमध्यं पृथुश्रोषि रक्तौष्ठमसितेक्षएम्। नतनाभि वपुः स्त्रीखां कं न हन्युन्नतस्तनम्॥ ३३६॥ 336. „Wen stürzt der Weiber Leib nicht in's Verderben, der Leib mit schmaler Mitte und breiten Huften, mit rothen Lippen und schwarzen Augen, mit vertieftem Nabel und gewölbtem Busen?"

मृणालबाहु रम्भोरु पद्मोत्पलमुखेक्षसम्। अपि ते रूपमस्माकं तन्वि तापाय कल्पते ॥३३७॥ 337. „Obgleich, o Schlankgliedrige, an deinem Körper die Arme kühl wie Lotuswurzeln sind, die Lenden dem Stamme eines Pisangs gleichen, das Gesicht einer Tagwasserrose, und die Augen einem blauen Lotus, so bowirkt er bei uns doch Hitze."

उद्श्रयन्ति पान्थानामस्पृशन्तो डपि लोचने॥ ३३८॥ 338. „Der Blütenstaub der Mangobäume und der Kampaka, den die Winde in einom Lustgarten aufwirbeln, erfüllt der Wanderer Augen mit Thranen (der Sehnsucht nach der Geliebten), auch wenn er sie nicht berührt.“

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कृष्णाजुनानु रक्तापि (०नुरक्तापि) दृष्टिः कर्णवलखिनी। याति विश्वसनीयत्वं कस्य ते कलभाषिषि॥ ३३९॥ 339. „Wem kann dein Auge, o du mit der zarten Stimme, Ver- trauen einflössen, da es schwarz (Draupadî), weiss und hinterher auch roth ist (obgleich an Arguna hangend) und sich an das Ohr lehnt (auf Karna sich stützt)?“ इत्यनेकप्रकारो डयमलंकारः प्रतीयते। अप्रस्तुत प्रशंसा स्यादम्रक्रान्तेषु या सुतिः॥ ३४० ॥ 340. So stellt sich diese Zierde als eine recht verschiedenartige heraus. Das Preisen von Etwas, das gar nicht hervorgetreten ist, heisst Aprastutapracamsâ (= Aprastutastotra 6) d. i. Lob im Hinter- grunde. b. ०रे जत शोभते v. 1. st. प्रतीयते. d. अप्रक्रान्तेप्सितस्तुतिः v. 1. सुखं जीर्वन्ति हरिणा वनेष्वपरसेविनः।

  1. „Glücklich leben die Gazellen in den Wäldern, keinem An- deren dienend, von Speisen, die ohne Anstrengung leicht zu erlangen sind, von Grasern, Darbha-Spitzen und Aehnlichem." c. d. menoa- सुलभेर्जलदभा® V. 1. सेयमप्रस्तुतैवाच मृगवृत्िः प्रशस्यते। राजानुवतनक्केशनिविेन मनस्विना॥३४२॥ 342. Hier preist ein Verständiger, welcher der mit dem Fürsten- dienste verbundenen Beschwerden überdrüssig ist, das Leben der Gazellen, um das es sich gar nicht handelt.

यदि निन्दविव स्तौति व्याजस्तुतिरसौ स्मृता। दोषाभासा गुखा एव लभन्ते ह्वब संनिधिम्॥३४३॥ 343. Wenn man zu tadeln scheint und dennoch lobt, so heisst dieses Vjâgastuti (6) d. i. verstecktes Lob, da hier unter dem Schein von Mängeln die Vorzüge hervortreten. तापसेनापि रामेण जितेयं भूतधारिणी। तवया राज्ञापि सैवेयं जिता मा भून्मदस्तव॥। ३४४।।

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81 2, 349.

  1. „Râma, obgleich nur ein Büsser, eroberte diese Erde, und du, obgleich ein König, erobertest auch nur diese. Werde nicht hoch- muthig!" Der scheinbare Tadel verschwindet, da der einfache Büsser der Gott Vishnu war.

पुंसः पुराणदाच्छिद्य श्रीस््वया परिभुज्यते। राजबिक्वाकुवंश्यस्य किमिदं तव युज्यते॥ ३४५॥ 345. „Schickt es sich wohl für dich, o Fürst, einen Nachkommen Ikshvaku's, dass du einem alten Manne (deinem Ahnherrn) die Frau (Furstenwürde) raubst und zu deinem Genusse verwendest?" c. nUe eine Verbesserung des Comm. für dve.

भुजंगभोगसंसक्ता कलनं तव मेदिनी। हंकार: परां कोटिमारोहति कुतस्तव॥ ३४६ ॥ 346. „Zum Weibe hast du die Erde, die an dem Umgange mit Buhlen hängt (an der Schlangenleiber haften)! Wie kommt es, dass dein Hochmuth alles Maass uberschreitet?" a. ·संक्रान्ता st. •संसक्ता Subhâshitaratnabhândâgâra.

इति श्लेषानुविद्वानामन्येषां चोपलक्ष्यताम्। व्याजस्तुति प्रकाराणामपर्यन्तस्तु विस्तरः॥३४७॥ 347. Auf diese Weise erkenne man die endlose Menge von Arten der Vjagastuti, sowohl der mit einem Doppelsinn verbundenen (345 fg.) als auch anderer.

अर्थान्तरप्रवृत्तेन किं चित्तत्सदशं फलम्। सदसद्वा निदर्श्येत यत्तु सा स्याबिदर्शना॥ ३४t ॥। 348. Wenn Etwas, das aus etwas Anderem hervorgeht, auf Etwas als auf eine jenem ähnliche gute (349) oder schlimme (350) Folge hinweist, so ist dieses eine Nidarçanâ (6) d. i. Hinweisung auf eine ahnliche Folge. d. यदि तत्स्याचिदर्शनम v. 1. उदयनेव सविता पद्मेष्वर्पयति श्रियम्। विभावयितुमृद्दीनां फलं मुहृदनुयहम्॥३४९॥ 349. „Sobald die Sonne emporsteigt, bringt sie Segen den Tag- wasserrosen, um anzudeuten, dass dem Freunde einen Dienst zu er- 11

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weisen der Vortheil des Wohlstandes sei." a. एव st. एव v. 1. C. वि- भावयन्समद्धोनां Subhashitaratnabhandagara. याति चन्द्रांभुभि: स्पृष्टा ध्वान्तराजी पराभवम्। सद्यो राजविरुद्वानां सूचयन्ती दुरन्तताम्॥३५० ।। 350. „Die Streifen der Finsterniss, von den Strahlen des Mondes berührt, verschwinden und weisen auf das schlimme Ende hin, welches Gegner eines Fürsten alsbald nehmen.“ सहोक्रि: सहभावेन कथनं गुणकर्मणाम्। पर्थानां यो विनिमयः परिवृत्तिस्तु सा स्मृता॥३५१॥ 351. Wenn Eigenschaften (352) oder Handlungen (353 fg., bei verschiedenen Dingen) als gleichzeitig erscheinend vorgeführt werden, so heisst dieses Sahokti (7) d. i. das Zusammentreffen von Eigen- schaften oder Handlungen. Eine Vertauschung der Dinge heisst Parivrtti (7. 356) d. i. Verstellung der Dinge. a. सहभावस्य v. 1. सह दीघा मम शासैरिमा: संप्रति राचयः। पारडुराश्च ममवाङ्गे: सह ताश्चन्द्रभूषणाः॥ ३५२॥ 352. „Lang sind jetzt meine Nächte wie meine Seufzer, und bleich die mondgeschmückten Nächte wie meine Glieder.“ वर्धते सह पान्थानां मूछया चूतमञ्जरी। पतन्ति च समं तेषामसुभिमलयानिला:॥३५३॥ 353. „Zugleich mit der Betäubung der Wanderer wachst das Blütenknöspchen des Mangobaumes, und zugleich mit deren Lebens- geistern entfliegen die Malaja-Winde." d. अभुभिर v. 1. st. असुभिर. कोकिलालापसुभगा: सुगन्धिवनवायवः। यान्ति सार्ध जनानन्देवृद्िं सुरभिवासराः॥३५४।। 354. „Die durch den Gesang der Kokila schönen Tage im Früh- ling mit den schön duftenden Waldwinden wachsen zugleich mit dem Entzücken der Menschen.“ इत्युदाहृतयो दत्ताः सहोक्तेरतर काश्चन। क्रियते परिवृत्तेश्व किं चिद्रिपनिदर्शनम्॥३५५।।

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  1. So sind denn hier einige Beispiele für die Sahokti gegeben worden; nun wird ein Beispiel für die Form der Parivrtti vor- geführt.

शस्त्रम्रहारं ददता भुजेन तव भभुजाम्। चिरार्जितं हतं तेषां यशः कुमुदपाडुरम्॥ ३५६॥ 356. „Indem dein Arm den Fürsten einen Schwertstreich gab, nahm er ihnen den Ruhm, an dem sie lange gesammelt hatten, und der blendend weiss war wie eine Wasserlilie."

आाशीनामाभिलषिते वस्तुन्याशंसनं यथा। पातु वः परमं ज्योतिरवाड्यनसगोचरम्॥३५७॥ 357. Wenn man einem geliebten Gegenstande etwas Gutes wünscht, so heisst dieses Âçis (7) d. i. Wunschgebet. Beispiel: „Es behüte euch das höchste Licht, das weder Wort noch Gedanke zu erreichen vermag.“

अनन्वयससंदेहावुपमास्वेव दर्शितौ। उपमारूपकं चापि रूपकेष्वेव दर्शितम्॥३५८॥ 358. Die (von Andern angenommenen) Zierden Ananvaja und Sasamdeha sind unter den Upama (vgl. 37 und 26) vorgeführt wor- den, und auch das Rupaka mit einem Gleichniss ist unter den Rupâka (vgl. 88) vorgeführt worden.

उत्म्रेक्षाभेद एवासावुत्पेक्षावयवो डपि च। नानालंकारसंसृष्टिः संकीणं तु निगद्यते॥ ३५९॥ 359. Auch Utprekshavajava ist nur eine Art der Utpreksha. Eine Verbindung mehrerer Zierden aber heisst Samkirna (7) d. i. Gemisch von Zierden.

अङ्गाद्गिभावावस्थानं सर्वेषां समकक्षता इन्यलंकारसंसृष्टेलक्षणीया इयी गतिः॥ ३६० ॥ 360. Es bleibt das Verhaltniss zwischen dem Ganzen und den Theilen bestehen (361) oder Alles erhält gleiche Geltung (362). Hier- durch ergeben sich zwei Arten der Alamkârasamsrshti (= Samkirna).

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2, 361. - 84 -

साक्षिपन्यरविन्दानि मुग्धे तव मुखश्रियम्। कोशदराडसमयाणं किमेषामस्ति दुष्करम्॥ ३६१॥ 361. „Die Wasserrosen spotten, o Schöne, der Pracht deines Ge- sichtes; was sollte ihnen auch schwer fallen, da sie mit Kelchen (Schatzen) und Stengeln (Heeren) reich versehen sind?" a. c. bilden eine Upama (angedeutet durch आत्तिपन्ति; vgl. 61 fgg.), c.d. einen Çlesha. लिम्पतीव तमो ऽङ्गानि वर्षतीवाञ्जनं नभः। असत्पुरुषसेवेव दृष्टिर्निष्फलतां गता॥ ३६२॥ 362. „Finsterniss bestreicht gleichsam die Glieder, der Himmel regnet gleichsam Augensalbe. Das Auge ist nutzlos geworden wie der Dienst bei schlechten Menschen.“ d. feraai v. l. a. b. bilden eine Utprekshâ (vgl. 226), c. d. eine Upamâ. श्चेष: सवासु पुष्णाति प्रायो वक्रोक्तिषु श्रियम्। भिवं द्विधा स्वभावोक्तिवक्कोक्तिश्वेति वाड्यम्॥३६३॥ 363. Doppelsinn pflegt in allen verblümten Aussprüchen die Schön- heit zu erhöhen, und Alles, was gesprochen wird, ist von zweierlei Art: entweder eine natürliche oder eine verblümte Ausdrucksweise. तङ्गाविकमिति प्राहुः प्रबन्धविषयं गुम्। भाव: कवेरभिप्रायः काव्येष्वासिद्ि संस्थितः॥ ३६४॥ 364. Das Vortreffliche, das in den literarischen Erzeugnissen zu Tage tritt, nennt man Bhâvika (7) d. i. die gute Absicht. Bhâva (wovon Bhâvika abgeleitet ist) ist des Dichters Absicht, die in Kunst- gedichten von Anfang bis zu Ende besteht. परस्परोपकारित्वं सर्वेषां वस्तुपर्वणाम्। विशेषणानां व्यर्थानामक्रिया स्थानवणना॥ ३६५ ।

भावायत्रमिदं सर्वमिति तङ्भाविकं विदुः॥ ३६६ । 365 fg. Dass alle Glieder des behandelten Gegenstandes einander unterstützen, das Vermeiden unnützer Beiwörter, Beschreibung eines Ortes, das Klarwerden auch eines dunklen Gegenstandes dadurch,

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dass in der Rede eine richtige Folge beobachtet wird, alles dieses be- ruht auf der Absicht. Daher nennt man dieses Bhavika. यच्च संध्यङ्गवृत्त्यङ्गलक्षणाद्यागमान्तर। व्यावर्षितमिदं चेष्टमलंकारतयैव नः॥ ३६७ ॥ 367. Die Theile in den Fugen eines Schauspiels, die Theile im Stile eines Schauspiels, nahere Bestimmungen u. s. w. sind in einem anderen Lehrbuche geschildert worden. Auch dieses gilt bei uns als Zierde. पन्थाः स एव विवृतः परिमाणवृत्या संहृत्य विस्तरमनन्तमलंक्रियाणाम्। वाचामतीत्य विषयं परिवर्तमाना- नभ्यास एव विवरीतुमलं विशेषान्॥ ३६t ॥ 368. Indem wir die unendliche Menge von Zierden zusammen- zogen, haben wir diese Anleitung in bescheidenem Umfange kund- gethan. Mit Uebergehung des weiten Gebietes der (darüber geführten) Reden genügt schon ein eifriges Studium (dieser Anleitung) die gang- baren Arten kundzuthun. a. एव v.l. st. एव.

॥ दति काव्यादर्शे ज्यालंकारविभागो नाम द्वितीयः परिच्छेद: ॥

यमकं तज्ज पादानामादिमध्यान्तगोचरम्॥१॥ 1. Wenn eine grössere Anzahl von Silben unmittelbar nach ein- ander oder erst nach anderen Silben wiederkehrt, so heisst dieses Jamaka. Dieses kann am Anfange, in der Mitte oder am Ende der Stollen erscheinen. एकद्वित्रिचतुष्पादयमकानां विकल्पनाः। आादिमध्यान्तमध्यान्तमध्याद्याद्यन्तसर्वतः॥२॥ 2. Es gibt von den im ersten (4), zweiten (5), dritten (6) und vierten (7) Stollen vorkommenden Jamaka verschiedene Arten. (Es er- scheinen ferner Jamaka:) 1) आदिमध्यान्तेषु d.i. im ersten und zweiten (8), im ersten und dritten (9) und im ersten und vierten (10); 2) Fen-

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ag d. i. im zweiten und dritten (11), im zweiten und vierten (12) und im dritten und vierten (13); 3) monfay d. i. im ersten, zweiten und dritten (14); 4) ararrig d. i. im ersten, zweiten und vierten (15), im ersten, dritten und vierten (16) und im zweiten, dritten und vierten (17); 5) सर्वतः d.i. in allen vier Stollen (18). मध्य bezeichnet die beiden mittleren, शदि in आद्यन्त die drei ersten Stollen. अत्यन्तबहवस्तेषां भेदा: संभेदयोनयः। सुकरा दुष्कराश्चेव दर्श्यन्ते ते डच के चन॥ ३ ॥ 3. Von diesen gibt es unendlich viele, auf Mischungen beruhende, Unterabtheilungen, leicht und schwer herzustellende. Einige werden hier vorgeführt. मानेन मानेन सखि प्रणायो भूत्यिये जने। खसिडता कराठमाश्चिष्य तमेव कुरु सत्रपम्।।४ ।। 4. „Mit diesem Grolle darf, o Freundin, dein vertrauliches Ver- hältniss zum Gatten Nichts zu schaffen haben. Umschling, obgleich er dir untreu war, seinen Hals und beschäme ihn." मेघनादेन हंसानां मदनो मदनोदिना। नुनमानं मनः स्त्रीणं सह रत्या विगाहते॥ ५॥ 5. „Der Liebesgott bezieht mit seinem Ehegemahl das Herz der Mädchen, wenn der Donner (in der Regenzeit), der den Liebesrausch der Schwäne verscheucht, den Groll aus jenem verscheucht hat.“ राजन्वत्यः प्रजा जाता भवन्तं प्राप्य सत्पतिम्। चतुरं चतुरम्भोधिरशनोर्वीकरयहे॥ ६ ॥ 6. „Nachdem die Unterthanen dich zum guten Herrn bekamen, haben sie an dir einen wahren Fürsten, der es versteht die Abgaben (die Hand) der von vier Meeren umgürteten Erde zu erheben (zu erfassen)." सरायं कैश्विदाक्रान्तं कैश्चित्सन्न दिवौकसाम्। पदातिरथनागाश्वरहितैरहितैस्तव॥७॥ 7. „Einige von deinen Feinden erreichten einen Wald, andere den Wohnsitz der Götter, aber ohne Fussvolk, Wagen, Elephanten und Reiterei."

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  • 87 - 3, 13.

-- मधुरं मधुरम्भोजवदने वद नेचयोः। विभ्रमं भ्रमरभान्या विडस्र्यात किं नु ते॥ ८॥ 8. „Sage, veranstaltet etwa der Frühling auf deinem Lotusgesicht die reizenden Bewegungen der Augen, im Wahne, dass es zwei Bienen seien ?“ d. = v. l. st. J. वारणो वा रणोद्दामो हयो वा स्मर दुर्धरः। न यतो नयतो ऽन्तं नस्तदहो विक्रमस्तव॥ ९॥ 9. „ Wir staunen, o Liebesgott, iber deinen Heldenmuth, da du uns zum Tode fihrest, obgleich dir weder ein kampfbegieriger Elephant, noch ein unaufhaltsames Ross zu Gebote steht.“ राजितैराजितैक्ष्येन जीयते त्वादशनृपेः। नीयते च पुनस्तृप्निं वसुधा वसुधारया॥ १० ॥ 10. „Glänzende Fürsten deines Gleichen beuten zuerst die Erde mit der Schärfe des Kampfes aus und befriedigen sie dann wieder mit einem Erguss von Reichthumern." a. तैच्योन gedr.

करोति सहकारस्य कलिकोत्कलिकोत्तरम्। मन्मनो मन्मनो Sप्येष मत्तकोकिलनिस्वनः॥ ११॥ 11. „Die Knospe des Mangobaumes erfüllt mein Herz mit heftigem Verlangen nach dem Geliebten, und so auch dieser flüsternde Ton der liebestrunkenen Kokila." c. मन्मन Adj .! कथं त्वदुपलम्भाशाविहताविह तादशी। अवस्था नालमारोदुमङ्गनामङ्गनाशिनी॥ १२॥ 12. „ Wie kommt es, dass nun, da die Hoffnung dich zu erlangen vereitelt ist, ein dieser entsprechender, den Leib verzehrender Zustand, eincs Weibes nicht sich zu bemächtigen vermag?“ निगृह्य नेत्रे कर्षन्ति बालपल्लवशोभिना। तरुणा तरुखान्कृष्टानलिनो नलिनोन्मुखाः॥ १३॥ 13. „Nach einem Lotus ausschauende Bienen ziehen die zuerst von einem mit jungen Sprossen prangenden Baum angezogenen jungen Leute an sich, indem sie deren Augen fesseln."

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विशदा विशदामत्तसारसे सारसे जले। कुरते कुरुतेनेयं हंसी मामन्तकामिषम्॥१४॥ 14. „Dieses weisse Schwanenweibchen im Wasser des Teiches, in welches freudig erregte Reiher steigen, macht mich durch sein un- angenehmes Geschrei zur Beute des Todesgottes.“ विषमं विषमन्वेति मदनं मदनन्दनः । सहेन्दुकलयामोढमलया मलयानिलः ॥। १५॥ 15. „Der mich wenig erfreuende vom Malaja kommende Wind mit der nicht mehr trüben Mondsichel gesellt sich zum Liebesgott, einem schlimmen Gifte.“ मानिनी मा निनीषुस्ते निषङ्गत्वमनङ्ग मे। हारिणी हारिणी शर्म तनुतां तनुतां यतः ॥१६ ॥ 16. „Die Grollende, die mich, o Liebesgott, zu deinem Köcher zu machen gedenkt, die mit ihrem Perlenschmuck die Herzen erobert, möge mir, der ich hinschwinde, Glückseligkeit gewähren.“ जयता त्वन्मुखेनास्मानकथं न कथं जितम्। कमलं कमलंकुर्वदलिमद्दलि मत्िये॥ १७॥ 17. „ Wie sollte, o meine Liebste, dein Gesicht, das uns ohne Weiteres besiegt, nicht die das Wasser schmückende Wasserrose mit ihren von Bienen besetzten Blütenblättern besiegt haben?“ रमणी रमणीया मे पाटलापाटलांभुका। वारुणीवारुणीभूतसौरभा सौरभास्पदम्।१८॥ 18. „Die mich entzückende Schöne mit dem röthlichen Gewande von der Farbe der Pâtalâ-Blüte gleicht dem Westen mit seinem röth- lich gewordenen Sonnenlichte und ist eine Stätte des Wohlgeruchs.“ इति पादादियमकमव्यपेतं विकल्पितम्। व्यपेतस्यापि वरार्यन्ते विकल्पास्तस्य के चन॥ १९ ॥ 19. Im Vorangehenden sind verschiedene Arten von am Anfange eines Stollens und unmittelbar auf einander folgenden Jamaka vor- geführt worden. Jetzt werden auch einige Arten von erst nach an- deren Silben eintretenden Jamaka dargestellt.

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  • 89 - 3, 25.

मधुरेादशां मानं मधुरेणा सुगन्धिना। सहकारोद्रमेनैव शब्दशेषं करिप्यति ॥ २० ॥। 20. „Der Frühling wird mittels der lieblichen, wohlriechenden Mangoknospen es schon dahin bringen, dass von der Gazellenäugigen Groll der blosse Name nachbleibt."

करो Sतिताम्ो रामाणं तन्त्रीताडनविभ्रमम्। करोति सेष्े कान्ते च श्रवणोत्पलताडनम्॥२१॥ 21. „Die dunkelrothe Hand der Schönen macht anmuthige Be- wegungen beim Anschlagen der Saiten und schlägt mit dem am Ohr steckenden Lotus den neidischen Geliebten.“ c. aui gedr.

सकलापोल्लसनया कलापिन्यानु नुन्यते। मेघाली नर्तिता वातैः सकलापो विमुञ्चति ॥ २२॥ 22. „Der ganze, von den Winden zum Tanzen gebrachte Wolken- zug entlässt sein Wasser, und darauf fängt eine Pfauhenne mit ihrem strahlenden Schweife an zu tanzen." An eine Versetzung der Zeilen, die dem Sinn förderlich wäre, ist nicht zu denken, da hier das Jamaka im ersten und vierten Stollen auftreten muss.

स्वयमेव गलन्मानकलि कामिनि ते मनः। कलिकामिह नीपस्य दष्ट्ा कां न स्पृशेद्दशाम्॥ २३॥। 23. „ Welchen Grad der Liebe wirde, o Geliebte, dein Herz, wenn in ihm der widerstreitende Groll von selbst verfliegt, nicht jetzt beim Anblick der Nipa-Knospe erreichen?"

आारह्याक्रीडशैलस्य चन्द्रकान्तस्थलीमिमाम्। नृन्यत्येष लसच्चारुचन्द्रकान्तः शिखावलः॥२४॥ 24. „Nachdem dieser Pfau den mit Mondstein belegten Platz des zum Spielen dienenden Berges im Lustgarten bestiegen hat, tanzt er, während der Rand der lieblichen Augen in seinem Schweife prächtig erglänzt.“ उद्ृत्य राजकादुर्वी ध्रियते डद्य भुजेन ते। वराहेणोड्डता यासौ वराहेरुपरि स्थिता॥ २५ ॥ 12

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  1. „Die von Vishnu als Eber (aus der Unterwelt) hervorgezogene, auf der Besten der Schlangen (auf Ananta) ruhende Erde tragst du jetzt, nachdem du sie mit deinem Arme der Schar der Fürsten ent- rissen hast." करेणा ते रगेष्वन्तकरेण द्विषतां हताः। करेणवः क्षरद्रक्ता भान्ति संध्याघना इव ॥ २६ ॥ 26. „Die von deiner den Feinden todbringenden Hand in den Schlachten getödteten Elephanten erscheinen mit ihrem hervorströmen- den Blut wie Wolken im Zwielicht." परागतरुराजीव वातैर्ध्वस्ता भटैश्वमूः। परागतमिव क्वापि परागततमस्नरम् ॥२७॥ 27. „Das von den Kriegern niedergeworfene feindliche Heer gleicht einer von Winden niedergeworfenen Baumreihe auf einem Berge, und an einem anderen Orte erscheint der mit Staub über- zogene Himmel, als wenn er die Flucht ergriffen hätte.“ पातु वो भगवान्विष्ण: सदा नवघनद्युतिः। स दानवकुलध्वंसी सदानवरदन्तिहा॥ २t ॥ 28. „Es beschütze euch stets der erhabene Vishnu, dessen Glanz dem einer frischen Wolke gleicht, der das Geschlecht der Dânava zu Fall brachte und den Besten der brünstigen Elephanten (Kuvalaja- pîda) tödtete." कमले: समकेशं ते कमलेष्याकरं मुखम्। कमलेख्यं करोषि त्वं कमलेवोन्मदिष्णषु॥२९ ॥ 29. „Dein Haupt hat bienengleiches (bienenschwarzes) Haar, dein Gesicht erregt Eifersucht bei den Wasserrosen; wen bringst du, wie die Göttin des Reichthums, nicht dahin, dass er zu den Verrückten gezählt wird?" मुदा रमणामन्वीत मुदारमगिभूषणाः। मदभ्रमट्टशः कतुमदभ्रजघना: क्षमाः॥३० ॥ 30. „Mädchen in prächtigem Juwelenschmucke, mit vor Trunken- heit rollenden Augen und mit starken Hüften, vermögen einen Ge- liebten mit Wonne zu erfüllen.“

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उदितैरन्यपुष्टनामास्तैरमे हतं मनः। उदितैरपि ते दूति मार्तैरपि दक्षियीः ॥ ३१॥ 31. „Der sich erhebende Gesang der Kokila hat mein Herz ge- brochen, aber auch deine Worte, o Liebesbotin, und auch die vom Süden her wehenden Winde. b. Comm. trennt (Interj.) sa :... सुराजितहियो यूनां तनुमध्यासते स्त्रियः। तनुमध्याः क्षर्स्वेदमुराजितमुखेन्दवः ॥ ३२॥ 32. „Madchen mit schlanker Taille, denen der Wein die Scham benommen hat, und deren Gesichtsmonde von dem herabträufelnden Schweisse schön perlen, liegen auf den Leibern der Jünglinge.“ इति व्यपेतयमकप्रभेदो डप्येष दर्शितः। अव्यपेतव्यपेतात्मा विकल्पो डप्यस्ति तद्यथा॥३३॥ 33. So sind denn auch verschiedene Arten des erst nach anderen Silben erscheinenden Jamaka vorgeführt worden. Es gibt aber auch verschiedene Arten Jamaka von gemischtem Charakter. Beispiele: सालं सालमकलिकासालं सालं न वीक्षितुम्। नालीनालीनबकुलानाली नालीकिनीरपि॥ ३४ ॥ 34. „Die Freundin vermag nicht den Sala-Baum mit seinem Walle, den herabhängenden Knospen, anzusehen, auch nicht die an den Blüten des Bakula hängenden Bienen und auch nicht die falschen Freundinnen (oder die Lotusteiche)." कालं कालमनालक्ष्यतारतारकमीक्षितुम्। तारतारम्यरसितं कालं कालमहाघनम्॥ ३५ ॥ 35. „ Welches Madchen vermag die Jahreszeit mit der schwarzen, dicken Wolke, dem wahren Todesgott, anzusehen, in der die funkeln- den Sterne nicht deutlich wahrzunehmen sind, und der Donner wegen seines lauten Gebrills unangenehm berihrt?" याम यामचयाधीनायामया मरणं निशा। यामयाम धियास्वत्याया मया मथितैव सा॥ ३६॥ 36. „Ich will wegen der Nacht mit ihrer durch die drei Wachen erzeugten Länge in den Tod gehen, da Diejenige, der ich mich in

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Gedanken näherte, Lebenspein empfindet und von mir aufgerieben worden ist." इति पादादियमकविकल्पस्येद्दशी गतिः। एवमेव विकल्यानि यमकानीतरायपि॥ ३७॥ 37. So verhält es sich mit den verschiedenen Arten der am An- fange eines Stollens erscheinenden Jamaka. Auf gleiche Weise kann man auch die übrigen Jamaka ausmitteln. न प्रपञ्नभयाङ्वेदाः कार्त्येनाख्यातुमीहिताः। दुष्कराभिमता ये तु वरारयन्ते ते डच के चन॥ ३t ॥ 38. Aus Furcht vor zu grosser Ausführlichkeit beabsichtigt man nicht die Arten vollzählig mitzutheilen. Von den für schwierig geltenden werden hier einige geschildert. b. कार्ल्सेन gedr. d. वच्यन्ते तन्न v. 1. स्थिरायते यतेन्द्रियो न हीयते यतेर्भवान्। समायतेयते डप्यभूत्सुखाय ते जयते क्षयम्॥३९ ॥ 39. ,O du, dessen Zukunft feststeht, du lassest, da du die Sinne in der Gewalt hast, von der Selbstbeherrschung nicht ab, und dass du auch der Mâja entsagtest, verschaffte dir solche nimmer ver- gehende Freude.“

सभासु राजनसुराहतमुख- महीसुगणं वसुराजितैः स्तुताः। न भासुरा यान्ति सुराब्न ते गुणा: प्रजासु रागात्मसु राशितां गताः ॥। ४० ॥ 40. „O Fürst, deine glänzenden Vorzüge, welche die durch den Genuss berauschender Getränke nicht befleckten und von empfangenen Gütern strahlenden Munde der Brahmanen in den Versammlungen ge- priesen haben, gelangen zu den Göttern und haben sich unter den dir in Liebe ergebenen Unterthanen weit verbreitet.“

तव प्रियासच्चरित प्रमत्त या विभूषणं धार्यमिहांभुमत्तया।

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रतोत्सवानन्दविशेषमत्रया प्रयोजनं नास्ति हि कान्तिमत्रया॥४१॥ 41. „Die, o Bösewicht und Pflichtvergessener, deine Geliebte ist, die muss bei dieser Gelegenheit, da sie vor grosser Freude über ein Liebesfest trunken ist, einen glänzenden Schmuck tragen; ob ihrer Schonheit bedarf sie dessen nicht." a. प्रिया सच्चरिताप्रमत (ironisch) v. l. c. आमोद v.1. st. शानन्द. d. न मे फलं किं चन v. 1. st. प्रयोजनं नास्ति हि. भवादशा नाथ न जानते नते रसं विरुद्धे खलु संनतेनते। य एव दीना: शिरसा नतेन ते चरन्यलं दैन्यरसेन तेन ते ॥। ४२ ॥। 42. „Männer deines Gleichen, o Gebieter, finden keinen Geschmuck an Verbeugungen, da Verbeugungen und Herrsein mit einander im Widerspruch stehen. Nur arme Wichte streichen ob dieses Geschmacks an der Armuth mit vor dir sich verbeugendem Kopfe bestündig umher.“ लीलास्मितेन भुचिना मृदुनोदिनेन व्यालोकितेन लघुना गुरुणा गतेन। व्याजुम्भितेन जघनेन च दर्शितेन सा हन्ति तेन गलितं मम जीवितेन॥ ४३॥। 43. „Mit ihrem strahlenden scherzhaften Lächeln, mit ihrem sanften Gerede, mit ihrem ansprechenden Blicke, mit ihrem schwer- fälligen Gange, mit ihrem Gahnen und mit ihren zum Vorschein kom- menden Hüften richtet sie (die Manner) zu Grunde. In Folge von diesem ist mein Leben draufgegangen.“ श्रीमानमानमरवत्मसमानमान- मात्मानमानतजगत्पथमानमानम्। भूमानमानमत यः स्थितिमानमान- नामानमानमतमप्रतिमानमानम्॥।४४। 44. „ Verneigt euch vor der Weltseele, die an Umfang dem Pfade der Götter gleichkommt, deren Verehrung in der sich verneigenden

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Welt sich weit verbreitet, die eine Vielheit darstellt, die unzählige Namen hat, die von den Athem anhaltenden Jogin erkannt worden ist und die durch kein Erkenntnissmittel zu erkennen ist; (verneigt euch vor der Weltseele), da sie majestätisch ist, nirgends Raum findet und von ewigem Bestand ist.“ सारयन्तमुरसा रमयन्ती सारभूतमुरुसारधरा तम्। सारसानुकृतसारसकाञ्ची सा रसायनमसारमवैति॥४५॥ 45. „Sie, die diesen ihr über Alles Gehenden, der sie zu sich bestellt, mit ihrem Busen erfreut, kostbaren Schmuck trägt, und deren klingen- der Gürtel von Reihern nachgeahmt wird, hält den Verjüngungs- trank für etwas Nichtiges.“

नयानयालोचनयानयानया- नयानयान्धान्विनयानयायते। न यानयासीर्जिनयानयानया- नयानयांस्ताञ्जनयानयाश्रितान्॥ ४६ ॥ 46. „O du, dessen Zukunft fest steht, unterweise mit dieser deiner Gabe kluges und unkluges Benehmen zu erwägen diejenigen, die sich nicht klug benehmen und nicht sehen, dass dieses zum Unglück führt. Mit denen du aber nicht zusammenkamst, die auf Gina's Pfaden wandeln, also auf Abwegen wandeln und daher in's Unglück gerathen sind, mache zu Verehrern von Vishnu (w0n)." रवेण भौमो ध्वजवर्तिवीरवे- रवेजि संयन्यतुलास्त्रगौरवे। रवेरिवोयस्य पुरो हरेरवे- रवेत तुल्यं रिपुमस्य भैरवे॥। ४७ ॥ 47. „Der Damon Naraka fuhr in der Schlacht, in der die Wucht der Waffen nicht ihres Gleichen hatte, erschrocken zurück vor dem Geschrei des auf der Standarte (Krshna's) stehenden muthigen Vogels. Wisset, dass in der furchtbaren Schlacht Krshna gegenüber,

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der so gewaltig wie der Sonnengott ist, sein Gegner einem dem Löwen gegenüberstehenden Widder glich.“

मयामयालम्व्यकलामयामया- मयामयातव्यविरामयामया। मयामयार्ति निशयामयामया- मयामयामूं करुणामयामया॥।४t॥। 48. „Treuer und mitleidiger (Freund)! Bringe sie mit mir, dem Kranken, zusammen, sie, die da leidet vom Monde, an dem die Ab- und Zunahme der Sichel haftet. Die maasslose, glanzlose Nacht mit ihren nicht zu Ende zu bringenden Wachen ist Schuld daran, dass ich in Leid über ihr Nichtkommen gerathen bin.“ मतां धुनानारमतामकामता- मतापलब्धायिमतानुलोमता। मतावयन्युत्तमताविलोमता- मताम्यतस्ते समता न वामता॥।४९॥ 49. „Da du dich nie gehen lässest, so herrscht in deiner Vor- stellung eine gleiche Gesinnung gegen Alle, nicht Unfreundlichkeit, eine Gesinnung, die den von sich selbst Genügenden geschätzten Gleichmuth weit hinter sich lässt, die du dir ohne Mihe angeeignet hast, die der höchsten Stellung gegenüber sich geneigt zeigt und der Vorzüglichkeit nicht entgegenarbeitet.“

कालकालगलकालकालमुखकालकाल कालकालघनकालकालपनकाल काल। कालकालसितकालका ललनिकालकाल कालकालगतु कालकाल कलिकालकाल॥। ५० ॥ 50. b. घन und पन verstellt in der v. l. Ohne Anlegung von noch starkeren Daumschrauben als vorhin ist kein Sinn heraus- zupressen. संदष्टयमकस्थानमन्तादी पादयोईयोः।

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  1. Ende und Anfang zweier Stollen sind die Stelle des ver- schränkten Jamaka. Obgleich dieses schon im Besprochenen (47) ent- halten ist, wird es hier noch selbstständig erwähnt. उपोढरागापबला मदेन सा मदेनसा मन्युरसेन योजिता। न योजितात्मानमनङ्गतापितां गतापि तापाय ममास नेयते ॥। ५२ ॥ 52. „Obgleich dieses Mädchen in Folge eines Rausches verliebt war und obgleich es dahin gekommen war, dass es den Liebesgott peinigte, wobei das Herz sich betheiligte, so verursachte es mir dennoch solche Pein, weil es durch mein Vergehen Geschmack am Zorn gewann." अर्धाभ्यास: समुद्रः स्यादस्य भेदास्त्रयो मताः। पादाभ्यासो डप्यनेकात्मा व्यज्यते स निदर्शनैः ॥ ५३॥ 53. Die Wiederholung der ganzen Hälfte eines Çloka (zweier Stollen) heisst Samudga (Dose). Davon gibt es drei Arten (54. 55. 56). Auch die Wiederholung eines ganzen Stollens (57 fgg.) ist von mannichfacher Art. Dieses wird durch Beispiele klar gemacht. नास्थेय:सत्त्वया वर्ज्यः परमायतमानया नास्थेयः स त्वयावर्ज्यः परमायतमानया॥५४॥ 54. „Du darfst nicht im lange anhaltenden Grolle den Mann im Stich lassen, da deine Festigkeit nicht von Bestand ist; du musst vielmehr dich dauernd bemihen dich ihm zu nähern und ihn für dich zu gewinnen.“ नरा जिता माननया समेन्य न राजिता माननयासमेन्य। विनाशिता वै भवतायनेन विनाशिता वैभवतायनेन ॥ ५५ ।। 55. „Die Manner, welche du, deine Macht erweiternd, durch deinen Kriegszug Ruhm erntend, besiegtest, kamen nach Verlust von Ehre und Klugheit um ihren Glanz; die, welche du todtetest, wur- den von Vögeln verspeist.“

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कलापिनां चारुतयोपयान्ति वृन्दानि लापोढघनागमानाम्। वृन्दानिलापोढघनागमानां कलापिनां चारतयो Sपयान्ति॥ ५६॥ 56. „Pfauen, die durch ihr Geschrei das Herankommen von Wolken bewirkten, kommen wegen des Reizes (der Jahreszeit) in Scharen herbei, wahrend das Geschrei der Schwne, denen der heftige Wind das Herbeikommen in grosser Menge verwehrte, verstummt.“

न मन्दयावर्जितमानसार्थया नमन्दयावर्जितमानसार्थया।

मया समालिङ््यत जीवितेश्वरः॥ ५9॥ 57. „Ich Einfaltige habe, weil ich von dem vielen Grolle nicht liess und nur auf ein des Mitleids bares Herz bedacht war, den sich verneigenden Gebieter über mein Leben nicht umschlungen und nicht den Busen an seine Brust gedruckt." a. b. ·सात्मया v. 1. st. ·साथया.

सभा सुराणामबला विभूषिता गुास्तवारोहि मृणालनिमलै:। स भासुराणामबला विभूषिता विहारयनिर्विश संपद: पुराम्।। ५t॥ 58. „Deine wie Lotusfasern reinen Vorzüge sind in die von Bala befreite, von Indra bewohnte Halle der Götter gedrungen; so geniesse denn die Glückgüter der leuchtenden Städte, lustwandelnd mit ge- schmückten Mädchen.“

कलं कमुक्तं तनुमध्यनामिका स्तनद्यी च त्वटटते न हन्यतः। न याति भूतं गएने भवन्मुखे कलङ्कमुक्तं तनुमद्यनामिका॥ ५९॥ 13

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  1. „ Wen ausser dir richtet nicht ein liebliches Gelispel und ein die Taille niederbeugender Busen zu Grunde? Daher kommt es aber auch, dass bei der mit dir beginnenden Zählung der Ringfinger auf kein fleckenloses körperliches Wesen hinweist." a. agHT ware eine erlaubte Schreibart, und so der Druck.

यशश्च ते दिक्षु रजश्न सैनिका वितन्वते जजोपम दंशिता युधा। वितन्वतेजो Sपमदं शितायुधा द्विषां च कुर्वन्ति कुलं तरस्विनः ॥ ६० ॥ 60. „O dem Aga gleichender Fürst! Deine gepanzerten, scharfe Waffen tragenden und ungestümen Krieger verbreiten in' Folge des Kampfes deinen Ruhm und den Staub nach allen Weltrichtungen und bringen das Geschlecht der Feinde um Leib, Glanz und Hochmuth." बिभर्तति भूमेवलयं भुजेन ते भुजंगमो डमा स्मरतो मदञ्वितम्। शृसूक्तमेकं स्वमवेत्य भूधरं भुजं गमो मा स्म रतो मदं चितम्॥ ६१। 61. „Eine Schlange (Ananta) trägt gleich deinem Arme den Erd- kreis. Höre nun von mir, der ich dessen gedenke, ein einziges all- gemein in Ehren gehaltenes Wort: , Wenn du erkannt hast, dass dein Arm die Erde tragt, dann freue dich, aber ergib dich nicht einem allzugrossen Hochmuthsrausche.'“

स्मरानलो मानविवर्धितो यः स निवृतिं ते किमपाकरोति। समं ततस्तामरसेक्षणे न समन्ततस्तामरसे क्षरोन ॥ ६२॥ 62. „O Lotusaugige, der der rechte Sinn abgeht! Verscheucht nicht das durch den Groll verstärkte Liebesfeuer, das um sich ge- griffen hat, zugleich mit dem Feste deine innere Zufriedenheit ganz und gar?"

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प्रभावतो नामन वासवस्य प्रभावतो नाम नवासवस्य। प्रभावतो Sनाम न वा सवस्य विच्छित्िरासीत्वयि विष्टपस्य॥ ६३॥ 63. „O (Krshna), der du durch deine Macht ja den mächtigen Indra beugest und keine Krankheit kennst! Seitdem du Herr der Welt bist, hat es weder an frisch gebranntem Getränk noch an Opfern gefehlt.“

परं पराया बलवा रखानां परंपराया बलवारणनाम्। धूली: स्थलीर्व्योम विधाय रुन्ध- न्परं परायाबलवारणानाम्॥। ६४॥ 64. „O Glücklicher! Du bist, Heere abwehrend, die Plätze der grossen Reihe von Schlachten mit machtigen Elephanten, in denen Schwache zurückgewiesen wurden, in Staub umwandelnd und den Luftraum verhullend, auf einen machtigen Feind gestossen." Nun hätte eine Strophe folgen müssen, in welcher der erste, dritte und vierte Stollen gleich wären, diese fehlt aber.

न श्रद्दधे वाचमलज्ज मिथ्या- भवद्विधानामसमाहितानाम्। भवद्विधानामसमाहितानां भवद्विधानामसमाहितानाम्॥६५ ॥ 65. „O Schamloser! Bei unaufmerksamen Leuten deines Gleichen, die mächtige Feinde sind, glaube ich nicht an unwahr vorgebrachte Reden, die sich wie eine gewundene Schlange hinziehen und beim ersten Vernehmen als zweideutig erweisen.“

सब्ाहितोमानमराजसेन संनाहितो S्मानम राजसे न। 271718A

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सवाहितो मा नम राजसेन सना हितो Sमानमराजसेन॥ ६६॥ 66. a. सन und आहितो Vocative. अ्रनमा: = न नमन्ति = ब्राह्मणाः, अ्नमराज - द्विजराज = चन्द्र, शाहितोमानमराज =शिव, सेन=स +दन. An Giva einen Herrn habend, Verehrer von giva. - b. अमानम Voc. = अ्रमाना (= अपरिमिता) मा (= संपत्तिः) यस्य. - C. सब्राहितः = सच्रा श्रहिता यस्य; मानम nach dem Comm. Voc. मा (!) नम्यते नायनोक्रियत इति सः, nach meinem Dafurhalten Imper. mit मा; राजस = रजोगुय. - d. सच्ा - सत्पुरुषः, अ्रमान Voc. = अमानमा ohne मान (= पूजा) und मा (= लक्ष्मो) राजसेना (- प्रति- पक्तनृपसेन्यम) वस्य.

सकृड्डिस्तिश्च यो डभ्यास: पादस्यैवं प्रदर्शितः। छोकद्यं तु युक्तार्थ छोकाभ्यासः स्मृतो यथा ॥ ६७॥ 67. Auf diese Weise ist die ein-, zwei- und dreimalige Wiederkehr eines Stollens vorgefiihrt worden. Zwei dem Sinne nach mit einander zusammenhängende Gloka (von gleichem Silbenlaut) heissen Wiederkehr eines Çloka. Beispiel:

विनायकेन भवता वृत्तोपचितबाहुना। स्वमितोद्दारिणाभीता पृथ्वीयमतुलाश्रिता ॥६८॥ विनायकेन भवता वृत्तोपचितबाहुना। स्वमित्रोद्वारिणाभीता पृथ्वी यमतुलाश्रिता ॥ ६९॥ 68. „Durch dich ist diese Erde frei von Furcht, da du züchtigest, runde, feiste Arme hast, machtige Feinde ausrottest und eine un- vergleichliche Stellung einnimmst." 69. „Der angreifende Feind, seines Fihrers beraubt, Guter und Freunde verlassend, seine Arme auf den Scheiterhaufen legend, hat die grosse Wage Jama's betreten.“

एकाकारचतुष्पादं तन्महायमकाह्यम्। तापि दृश्यतऽभ्यासः सा परा यमकक्रिया॥ ७0॥ 70. Grosses Jamaka heisst das, was vier gleiche Stollen hat, und wenn auch in diesen eine Wiederkehr gleicher Silben erscheint. Dieses ist die vorzuglichste Jamaka-Bildung. c. तस्यापि v. 1.

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समानयास मानया समानयासमानया। समानया समानया समान या समानया ॥ ७१॥ 71. „Stets gleich Eifriger und Mitfühlender! Fihre mich mit der Unvergleichlichen zusammen, mit der Grollenden und dennoch Geehrten, die schön ist und sich klug zu benehmen versteht.“

धराधराकारधरा धराभुजां भुजा महीं पातुमहीनविक्रमाः। क्रमात्सहन्ते सहसा हतारयो रयोड्डुरा मानधुरावलसनिनः ॥ ७२॥ 72. „Der Fürsten Arme, die das Aussehen des die Erde tragen- den Ananta haben und von vorzüglicher Kraft sind (oder die Kraft des Fürsten der Schlangen haben) vermögen nach und nach die Erde zu schützen, indem sie mit Wucht Feinde tödten, schnell bei der Hand sind und auf Ehre Gewicht legen.“ Diese Strophe steht hier gar nicht an ihrer Stelle und wird daher von Einigen verworfen.

आवृत्तिः प्रातिलोम्येन पादार्धष्टोकगोचरा। यमकं प्रतिलोमत्वात्रतिलोममिति स्मृतम्॥७३। 73. Die Wiederkehr eines Stollens (74), eines halben (75) oder eines ganzen Gloka (76 fg.) in verkehrter Richtung heisst wegen der verkehrten Richtung das verkehrte Jamaka.

या मताश कृतायासा सायाता कृशता मया। रमणारकता ते डस्तु स्तुतेताकरणामर॥ ७४॥ 74. „O Geliebter, dessen Wunsche durchschaut sind, und der du des Lobes theilhaftig geworden bist und der du in dem, was zu unter- lassen ist, ein Gott bist! Die Hagerkeit, durch die Ermudung erzeugt wurde, habe ich erlangt. Mache, dass du fortkommst!" Hier sind a und c umgekehrt gelesen = b und d, und b und d umgekehrt ge- lesen = a und c. c. शरक soll = गन्तर sein.

नादिनो मदनाधी स्वा न मे का चन कामिता। तामिका न च कामेन स्वाधीना दमनोदिना॥ ७५॥

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  1. „Ich, der ich den bedeutsamen Laut vernehme, kenne keine Liebe und keine Seelenleiden, auch kein selbstsüchtiges Verlangen, und die Selbstzähmung verscheuchende Liebe hat bei mir keine vom Ich abhängige Erschlaffung bewirkt.“ ab umgekehrt gelesen ist = cd, und cd umgekehrt gelesen = a b. यानमानय माराविकशोनानजनासना। यामुदारशताधीनामायामायमनादि सा॥ ७६ ॥ सा दिनामयमायामा नाधीता शरदामुया। नासनाजनना शोकविरामायनमानया॥ ७७॥ 76 umgekehrt gelesen = 77, und 77 umgekehrt gelesen = 76. Eine Uebersetzung hinzuzufügen war nicht gerathen, da auch diese einer Erklärung bedurft hätte, und diese wiederum würde Andere so wenig wie mich befriedigen. वर्णानामेकरूपत्वं यत्तेकान्तरमर्धयोः। गोमूतिकेति तत्माहुर्दुष्करं तद्विदो यथा॥ 9t॥ 78. Wenn sich Gleichlaut der Silben dadurch herausstellt, dass man aus einer Halfte in die andere, mit Uebergehung einer Silbe, liest, so nennen Kenner der Sache dieses, was schwer zu bewerkstelligen ist, Ochsenpissen. Beispiel folgt. b. यद्येका० v. 1. c. तं st. तत् V. 1. मदनोमदि रा क्षी णाम पा ङ्गा स्त्रो ज ये द यम्। म देनो य दि तत् क्षी ए म न ङ्गा याज् ज लिं द दे।।७९।। 79. „ Wenn dicser Liebesgott, der den äusseren Augenwinkel der Schönen zum Geschoss hat, siegen sollte, wäre meine Sünde getilgt. Ich lege meine Hände vor dem Licbesgott ehrerbietig in einander." Beginnt man mit # in der ersten Zeile und liest im Zickzack bis zu Ende, dann erhält man die zweite Zeile; beginnt man mit a in der zweiten Zeile und liest im Zickzack bis zu Ende, so erhält man die erste Zeile. प्राहुरधभ्रमं नाम श्ोकार्घभ्रमणं यदि। तदिष्टं सर्वतोभद्रं भ्रमणं यदि सर्वतः ॥ t० ॥ 80. Eine halbe Umdrehung eines Gloka (die denselben Wortlaut ergibt) nennt man eine halbe Umdrehung (81). Findet die Um- drehung allerwärts Statt, so heisst dieses Sarvatobhadra (82).

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1 2 3 4 5 6 7 8 मानोभ व त वानीक, नो द या य न मानिनी। भ याद मे या मा मा वा व य मे नोम यान त॥ ८१॥ 81. „O Liebesgott, vor dem wir uns verneigen! Dein Heer, die Grollende, tragt den Sieg davon; wir mogen ein Vergehen begangen haben oder nicht, so empfinden wir doch aus Furcht eine unermess- liche Pein.“ 1 von oben nach unten, 8 von unten nach oben, 2 von oben nach unten, 7 von unten nach oben, 3 von oben nach unten, 6 von unten nach oben, 4 von oben nach unten und 5 von unten nach oben gelesen, ergeben denselben Wortlaut. Es werden dem- nach 16 Silben von oben nach unten, und 16 Silben von unten nach oben gelesen, also nur ein halber Çloka umgedreht.

सामायामामाया मासा मारानायायानारामा। यानावारारावानाया माया गमा मारायामा।। ८२॥ 82. a: सा श्रमायामामाया (शरमायस्य =श्रव्याजस्य, श्रमस्य =अपरिमितस्य, श्रामस्य = पोडायाः, आयः-श्रागमनम्, यया सा). -b: मारानायायानारामा (मार := कामः, आानायः - जालम, तस्यायानेन = श्रागमनेन, श्ारामः = क्रोडा यस्या: oder माराना- यस्यायानं यतस्तादृश आ्रारामो यस्या:). - C: यानावारारावा (यानम् = गमनम्, आावार- यति = निवारयति = यानावारः, ताटृश आारावो = वचनं यस्याः सा), अ्नाया (= नयरहिता). - d: माया (= मां लक्ष्मीं याति = अ्रतिसुन्दरो), रामा (= रमणो), माराय (= विनाशाय), अमा (= सह). Stellt man unter die vier Stollen mit getrennten Silben dieselben vier Stollen, aber in umgekehrter Ordnung, so erhalt man folgende Figur: सा मा या मा मा या मा सा मारा ना या या ना रा मा या ना वा रा रा वा ना या मा या रा मा मा रा या मा मायारा मा मा रा या मा या ना घा रा रा वा ना या मारा ना या या ना रा मा खा मा या मा मा या मा सा Jede Zeile ergibt hier stets denselben Wortlaut, man mag sie

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von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten oder von unten nach oben lesen.

यः स्वरस्थानवरणानां नियमो दुष्करेष्वसौ। इष्टश्तुःप्रभृत्येष दश्यते सुकरः परः॥ ८३॥ 83. Die Anwendung einer beschrankten Zahl von Vocalen (84-87), von (bei der Aussprache in Betracht kommenden) Organen (88-91) und von Consonanten (92-95) ist nur dann gern gesehen, wenn die Zahl vier (84.88. 92), drei (85.89. 93), zwei (86. 90. 94) oder eins (87. 91. 95) ist, was zu den schwierigen Fällen gehört. So Etwas wird hier vorgeführt; andere Beschränkungen (auf fünf und mehr) lassen sich leicht machen.

पपास्तायानामाहान्या वाग्गीतीरीतीः प्रीतीर्भीतीः। भोगो रोगो मोदो मोहो ध्येये ध्येच्छे देशे क्षेमे।। ८४ ॥ 84. „Das letzte Wort der Veda (eine Upanishad) spricht von Ge- süngen, Plagen, Annehmlichkeiten und Gefahren. Daher Genuss, Krankheit, Freude und Verwirrung und ein auf das zu Denkende (das Brahman) gerichtetes Denken und Wünschen an einem behag- lichen Orte." d. v. l. st. wr. Hier sind nur die vier Vocale श, ई, शर und verwendet worden.

क्षितिविजितिस्थितिविहितिव्रतरतयः परगतयः। उरु रुरुधुर्गुरु दुधुवुयुधि कुरवः स्वमरिकुलम्॥८५ ॥ 85. „Die Kuru, die an dem Gelubde, die Erde zu erobern und deren Bestand zu erhalten, ihre Freude hatten und dem Höchsten nachstrebten, wehrten im Kampfe die Sippe ihrer Feinde weit von sich ab und schuttelten sie gründlich.“ Hier nur die drei Vocale ₹, श्र und उ.

श्रीदीप्री हीकीर्ती धीनीती गीःप्रीती। एधेते दवे द्वे ते ये नेमे देवेशे॥ ८६॥ 86. „Glück und Glanz, Scham und Ruhm, Verstand und kluges Benehmen, Rede und Freude, diese Paare, die dem Fürsten der Götter abgehen, gedeihen bei dir." Nur die zwei Vocale und u.

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सामायामामाया मासा मारानायायानारामा। यानावारारावानाया माया रामा मारायामा ।। ८७। 87. Ist = 82. Nur der Vocal T. नयनानन्दजनने नक्षनगराशालिनि। अघने गगने दृष्टिरह्गने दीयतां सकृत्॥ tt॥। 88. „Richte, o Mädchen, nur einmal den Blick auf den wolken- losen Himmel, der den Augen Wonne bereitet und mit einer Schar von Sternen bedeckt ist.“ Nur Dentale, Palatale, Gutturale und Cerebrale. अलिनीलालकलतं कं न हन्ति घनस्तनि। आाननं नलिनच्छायनयनं शशिकान्ति ते ॥ t९ ॥ 89. „Wen, o Vollbusige, richtet nicht dein Gesicht zu Grunde, das Gesicht mit den bienenschwarzen Lockenlianen, mit den lotus- ahnlichen Augen und von der Anmuth des Mondes?" Nur Gutturale, Dentale und Palatale.

अनङ्गलङ्दनालग्ननानातङ्का सदङ्गना। सदानघ सदानन्दनताङ्गासङ्गसङ्गतः॥ ९० ॥ 90. „O du, der du niemals Leid empfindest, und dessen Körper stets zu Lustbarkeiten geneigt ist! Durch den Umgang mit Menschen, die des Umganges nicht wurdig sind, haften sich mannichfache Uebel auch an eine treue Frau, wenn der Liebesgott sich ihrer bemächtigt.“ Nur Gutturale und Dentale. Der Comm. übergeht die abweichen- den Lesarten, weil sie keine Berücksichtigung verdienen. ऋगा गां गाङ्गकाकाकगाहकाघककाकहा। ऋहाहाङ्ग खगाङ्कागकङ्गागखगकाकक॥। ९१ । 91. Dieser aus blossen Gutturalen bestehende Çloka verdient keine Analyse. Eben so wenig 92. 94. 95. रे रे रोरुररूरोरुगागोगो डगाङ्गगो डगगुः। किं केकाकाकुकः काको मा मा मामम मामम ॥ ९२॥ 92. Nur die vier Consonanten T, T, a und # mit Ignorirung des g. 14

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3, 93. 106 देवानां नन्दनो देवो नोदनो वेदनिन्दिनः। दिवं दुदाव नादेन दाने दानवनन्दिनः॥ ९३॥ 93. „Der die Götter erfreuende, einen Verächter des Veda ver- scheuchende Gott (Vishnu als Narasimha) versetzte, als er den Er- freuer der Dânava (Hiranjakaçipu) zerschmetterte, durch sein Ge- brull den Himmel in Unruhe." Nur a, a und 5.

सूरि: सुरासुरासारिसारः सारससारसाः। ससार सरसीः सीरी ससूरः स मुरारसी॥। ९४ ।। 94. Nur a und ₹. नूनं नुबानि नानेन नाननेनाननानि नः। नानेना ननु नानूनेनैनेनानानिनो निनीः॥९५ । 95. Nur न. इति दुष्करमार्गे पि कश्चिदादर्शितः क्रमः। प्रहेलिकाप्रकाराणं पुनरुद्दिश्यते गतिः॥ ९६ ॥ 96. So ist denn die eine und die andere Art des Verfahrens auch auf einem schwierigen Wege gezeigt worden. Nun wird mitgetheilt, wie es sich mit den verschiedenen Arten der Rätsel verhält.

क्रीडागोष्ठीविनोदेषु तज्ज्ञैराकीर्णमन्त्रणो। परव्यामोहने चाषि सोपयोगा: प्रहेलिकाः ॥ ९७॥ 97. Bei Spielen, in Gesellschaften, bei Vergnügungen, bei Unter- redungen mit Kennern der Sache an einem besuchten Orte, und wenn man einen Anderen verwirren will, kommen Ratsel zur Anwendung.

आाहुः समागतां नाम गूढार्था पदसंधिना। वश्चितान्य रूढेन यत्र शब्देन वञ्वना।। ९t।। 98. Samâgatâ (108) nennt man ein Rätsel, in welchem der eigent- liche Sinn durch einen grammatischen Samdhi verborgen wird. Wenn man Jemand durch ein bekanntes Wort, das man im anderen (un- gewöhnlichen) Sinne verwendet, täuscht, so heisst dieses Vańkitâ (109). Comm. will wegen der folgenden Nominative सेयं समागता st. श्राशुः समागतां lesen, dann musste aber auch गूढार्था geandert werden.

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व्युत्क्रान्ताति व्यवहितप्रयोगान्मोहकारिणी। मा स्यात्ममुषिता यस्यां दुर्बोधारथी पदावली। ९९ ।। 99. Das Rätsel Vjutkrânta (110) bringt dadurch Verwirrung hervor, dass die zusammengehorigen Worte in zu weiter Entfernung von einander gesetzt sind. Pramushitâ (111) ist ein Rätsel, in welchem eine Reihe von Worten mit schwer zu erkennendem Sinne vorkommen.

समानरूपा गौणायारोपितैयथिता पदैः। परुषा लक्षणास्तित्वमात्रव्युत्पादितश्रुतिः॥ १०० ॥ 100. Samânarûpâ (112) ist aus Worten gebildet, die in über- tragener Bedeutung gemeint sind. Parushâ (113) ist ein Rätsel, in welchem ein Wort (in einer bestimmten Bedeutung) nur darauf hin gebildet ist, dass es dafür eine (wenn auch gezwungene) Erklärung gibt.

संख्याता नाम संख्यानं यत्र व्यामोहकारणम्। अन्यथा भासते यत वाक्यार्थः सा प्रकल्पिता॥१०१॥ 101. Samkhjâtâ (114) heisst ein Rätsel, in welchem Zahlenverhält- nisse Verwirrung bewirken. Prakalpitâ (115) ist ein Rätsel, in welchem der Sinn der Worte anders zu sein scheint.

सा नामान्तरिता यस्यां नामि नानार्थकल्पना। निभृता निभृतान्यार्था तुल्यधर्मस्पृशा गिरा॥ १०२ ॥ 102. In der Nâmântaritâ (116) müssen wegen des (zu errathen- den) Namens verschiedene Dinge anders aufgefasst werden. Die Nibhrtâ (117) enthält einen versteckten anderen Sinn in Folge dessen, dass die Worte gleiche Eigenthümlichkeiten (am scheinbar und am wirklich gemeinten Gegenstande) berühren.

संमूढा नाम या साक्षानिरदिष्थोपि मूढये।। १०३।। 103. Die Samânaçabdâ (118) wird durch Verwendung von. (un- gewöhnlichen) Synonymen zu Stande gebracht. Das Sammudhâ (119) genannte Rätsel bewirkt trotz seines deutlich angegebenen Sinnes Ver- wirrung.

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योगमालात्मिका नाम या स्यात्सा परिहारिका। एकच्छवाश्रितं व्यक्तं यस्यामाश्रयगोपनम्।।१०४।। 104. Ein Ratsel, das aus einer fortlaufenden Reihe richtig zu- sammenzufügender Worte besteht, heisst Parihârikâ (120). In einer Ekakkhannâ (121) ist das, was an Etwas haftet, deutlich, dagegen wird das, woran es haftet, versteckt. a. b. योगमालात्मकं यस्या: सा v. 1.

सा भवेदुभयच्छना यस्यामुभयगोपनम्। संकीणा नाम सा यस्यां नानालक्षणासंकरः॥। १०५।। 105. In einer Ubhajakkhannâ (122) ist Beides versteckt (sowohl das an Etwas Haftende als auch das, woran Etwas haftet). Sam- kîrnâ (123) ist ein Gemisch von verschieden beschriebenen Rätseln.

एता: षोडश निर्दिश्टाः पूर्वाचार्येः प्रहेलिकाः।

  1. Auf diese sechzehn Rätsel haben die früheren Lehrer hin- gewiesen; sie haben aber auch von anderen mangelhaften Rätseln, viergehn an Zahl, gesprochen.

दोषानपरिसंख्येयान्मन्यमाना वयं पुनः। साध्वी रेवाभिधास्यामस्ता दुष्टा यास्त्वलक्षणाः।। १०७॥ 107. Da wir aber der Meinung sind, dass die Mängel unzählbar seien, so werden wir nur die guten Ratsel vortragen. Schlecht sind diejenigen, von denen wir keine Definition gegeben haben. न मया गोरसाभिज्ञं चेतः कस्मात्म्कुप्यसि। पस्थानरुदितैरेभिरलमालोहितेक्ष णो ॥ १०t॥ 108. „Mein Herz weiss Nichts von Milch. Weshalb zurnest du, o du mit den gerötheten Augen? Lass ab von diesem übel an- gebrachten Weinen?" Bei diesen von Krshna an eine Hirtin ge- richteten Worten denkt man zunächst, dass er beschuldigt worden sei, sich an der Milch der Hirtin vergriffen zu haben, indem man annimmt, dass er in seiner Aufregung nach चेत: das von मया ge- forderte Verbum, etwa धार्यते, hinzuzufugen vergessen hatte. In Wirklichkeit ist aber gemeint मयागो d. i. म आरागो, also: mein Herz

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109 3, 112.

kennt nicht den Geschmack des Vergehens, ich habe mich nicht an dir vergangen. Beispiel für das Rätsel Samâgatâ (98).

कुन्जामासेवमानस्य यथा ते वर्धते रतिः। नैवं निर्विशतो नारीरमरस्वीविडखिनीः ॥ १०९॥ 109. „Dein Behagen beim Genuss einer Buckligen ist grösser als beim Beschlafen von Mädchen, die über die Apsaras lachen könnten.“ Die Absonderlichkeit verschwindet, wenn man asan als ungewöhn- liche Bezeichnung der Stadt Kânjakubga auffasst. Dann würde m-aa bewohnen bedeuten. Beispiel für das Rätsel Vankitâ (98).

दराडे चुखनति प्मिन्या हंस: कर्केशकराटके। मुखं वल्गुरवं कुवेस्तुराडेनाङ्गानि घट्टयन्।। ११० ।। 110. „Ein Schwan, an einem Lotusstengel mit rauhen Dornen seine Glieder reibend und liebliche Tone ausstossend, küsst mit seinem Schnabel den Mund einer Lotuspflanze." Hier sind die zusammen- gehörigen Worte zu weit von einander getrennt; daher eine Art Rätsel, Vjutkrântâ (99) genannt.

खातयः कनि काले ते स्फातयः स्फार्हवल्गवः। चन्द्रे साक्षाङ्गवन्यच वायवो मम धारिखः ॥। १११। 111. Ein solches Rätsel kann nur ein Inder lösen und wenn er uns die Lösung mittheilt, fragen wir, wie konnte Dandin ein Rätsel aufgeben, das ein normal gebildetes Gehirn nie und nimmer lösen wird? Hier ein Probchen: ते तव काल्यते प्रतिप्यते यः स काल: पादः । तस्मिन्खातयः । खमाकाशं खस्यायं गुयः खः शब्द इत्यर्थः । भ्रतनमततः । भ्रत सातत्य- गमने । दत्यस्य भावे दड़्। खस्य शब्दस्य श्रतिगमनं येपु ते तथा शब्दकारिनपुराठ्यलंकारा इत्यर्थः । सुद्रर्घिटका इृत्यन्ये। Dieses schone Ratsel heisst Pramushita (99). ञबोद्याने मया हष्टा वह्लरी पञ्चपल्लवा। पल्लवे पल्लवे ताम्रा यस्यां कुसुममञ्जरी॥ ११२॥ 112. „In diesem Garten habe ich eine Schlingpflanze mit funf Ranken gesehen, und auf jeder Ranke dieser Pflanze ein dunkelrothes Blütenknöspchen.“ Gemeint ist der Körper einer Schönen, ihr Arm, ihre Finger und ihre Nägel. Beispiel für das Rätsel Samâna- rûpâ (100).

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3, 113. - 110

सुराः सुरालये स्वैरं भ्रमन्ति दशनार्चिषा। मज्जन्त इव मत्रास्ते सौरे सरसि संप्रति॥११३॥ 113. Hier wird den Göttern etwas Ungebührliches nachgesagt. Wenn man aber ohne Scheu vor den Etymologen das mit Absicht gewählte und irre führende Wort ar auf FTT Branntwein zurück- führt und als Trunkenbold deutet, so ist das Rätsel gelöst. „Trunken- bolde taumeln, ihre glünzenden Zähne zeigend, behutsam in einer Schenke. In diesem Augenblick tauchen sie in ihrer Trunkenheit in einem Branntweinteiche gleichsam unter.“ Beispiel für das Rätsel Parushâ (100). नासिक्यमध्या परितश्चतुर्वणाविभूषिता। ऋपस्ति का चित्पुरी यस्यामष्टवणाह्या नृपाः॥११४॥ 114. „Es gibt eine Stadt mit einem Nasal in der Mitte und vier Lauten darum, in welcher mit acht Lauten benannte Fürsten sich befinden." Gemeint ist Kankî, deren Fürsten Pundraka hiessen. Beispiel für das Rätsel Samkhjâtâ (101). गिरा सवलन््या नम्रेण शिरसा दीनया हशा। तिष्ठन्तमपि सोत्कम्पं वृद्दे मां नानुकम्पसे॥११५॥ 115. „Du Alte mit der zitternden Stimme, dem gebeugten Kopfe und dem betrübten Blicke! Du hast kein Mitleid mit mir, obgleich ich zitternd dastehe!" Der wahre Sinn tritt hervor, wenn man v als Voc. von वृद्धि=ऋद्धि- लक्ष्मो fasst und die zitternde Stimme u. s. w. dem armen Manne zutheilt. Beispiel für das Rätsel Prakalpitâ (101). आादौ राजेत्यधीगक्षि पार्थिवः को Sपि गीयते। सनातनश्च नैवासौ राजा नापि सनातनः ॥ ११६॥ 116. „Ein gewisser Fürst wird, o du mit den beweglichen Augen, zuerst Konig genannt und ist unverganglich; er ist aber weder König, noch unverganglich." urfaa wird als Product der Erde, als Baum gedeutet. Gemeint ist der Baum usnaa. Dieses Wort beginnt mit राजा und ist nicht ohne तन (स नातनः), enthalt noch die Silben तन. Beispiel für das Rätsel Nâmântaritâ (102). हृतद्रव्यं नरं न्यक्का धनवन्तं व्रजन्ति काः। नानार्भाङ्गसमाकृष्टलोका वेश्या न दुर्धराः॥ ११७॥

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111 3, 120;

  1. „Wer sind die weiblichen Wesen, die einen Mann, wenn sie ihm sein Geld abgenommen haben, verlassen und zu einem Reichen gehen, und die durch allerhand Kniffe die Leute heranziehen? Nicht unaufhaltsame Freudenmädchen.“ Es sind Flüsse (aar:) gemeint, die einen Mann (einen Berg), nachdem sie ihm Holz geraubt haben, verlassen und sich zum reichen Meere begeben. Sie ziehen die Leute durch ihr wellenreiches (armrfF) Wasser an und sind unaufhaltsam. Comm. will auch ak anders als vorhin auffassen; er sagt: T: पर्वतः तस्मावुर्गताः । दुर्दुष्टो जम्य इत्यर्थः ' धरो याभिस्ता इति वा. - C. नाना- भङ्गिशताऊष्ट v. 1. Beispiel fur das Ratsel Nibhrta (102). जितप्रकृष्टकेशाख्यो यस्तवाभूमिसाह्यः। स मामद्य प्रभूतोत्कं करोति कलभाषिखि॥ ११t॥ 118. Da प्र 80 v. a. प्रकष्ट und केश - वाल ist, so ist प्रक्ष्टकेश - प्रवाल; भूमि = धरा, अ्भूमि - अ्रधर. Das aufgeloste Ratsel besagt also: „Deine Lippen, die jungen Trieben gleichen, erregen, o lieblich Redende, heute in mir ein heftiges Verlangen nach dir." Beispiel fur das Rätsel Samânaçabdâ (103). शयनीये परावृत्य शयिती कामिना कुधा। तथैव शयिती रागात्स्वेरं मुखमचुम्नताम्।।११९॥ 119. „Zwei Liebende lagen auf einem Bette, nachdem sie sich im Zorn umgedreht hatten, eben so lagen sie aus Liebe und küssten sich bequem auf den Mund.“ Die Schwierigkeit des Küssens ver- schwindet, wenn man im dritten Stollen uugru aus dem Vorher- gehenden ergänzt: nachdem sie sich wieder umgedreht hatten. Bei- spiel für das Rätsel Sammûdhâ (103).

विजितात्मभवद्वेषिगुरुपादहतो जनः। हिमापहामित्रधरैव्याप्ं व्योमाभिनन्दति ॥१२० ॥ 120. „Von den Sonnenstrahlen geplagte Menschen freuen sich über einen mit Wolken bezogenen Himmel." farfera der vom Vogel (Garuda) Ueberwundene ist Indra, dessen Sohn (srHHa) ist Arguna, dessen Feind (afua) ist Karna, und dessen Vater (u5) die Sonne. Der Kaltevertreiber (fewuz) ist das Feuer, dessen Feind ist das Wasser, und dieses bergen in sich (tT) die Wolken. Beispiel für das Ratsel परिहारिका (101).

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2, 121. 112 -

न स्पृशत्यायुधं जातु न स्त्रीणं स्तनमराडलम्। समनुष्यस्य कस्यापि हस्ती डयं न किलाफलः ॥ १२१॥ 121. „Diese Hand eines nicht menschlichen Wesens berührt nie ein Geschoss und auch nicht der Frauen Busen und erntet dennoch Früchte.“ Das nicht menschliche Wesen ist ein Gandharva, und yauer ist Ricinus communis. Das Acrita, die Frucht, ist klar ausgedrückt, der Âçraja, die Pflanze, ist versteckt. Beispiel für das Rätsel Ekakkhannâ (104).

केन क: सह संभूय सर्वकार्येषु संनिधिम्। लब्ध्वा भोजनकाले तु यदि दृष्टो निरस्यते ॥ १२२ ॥ 122. „Was ist mit einem Anderen so verbunden, dass es bei allen Geschüften dabei ist, zur Essenszeit aber, wenn es erblickt wird, hinausgeworfen wird?" Antwort: Das Haar mit dem Kopfe. Der Comm. sieht im Rätsel ein Wortspiel, indem er dem Worte a sowohl die Bedeutung Kopf als auch Haar (कस्य मस्तकस्यायं कः केश इत्यर्थः । ददमर्थे टखा) gibt. Beispiel fur das Ratsel UbhajakKhanna (105). सहया सगजा सेना सभटेयं न चेज्जिता। अमानिको डयं मूढ: स्यादक्षरज्ञश्न नः मुतः ॥१२३॥ 123. „ Wenn dieses (feindliche) Heer, das mit Reiterei, Elephanten und Kriegern versehen ist, nicht besiegt wäre, dann würde unser Sohn, wenn er auch das Brahman kennen sollte, ein Thor sein, da er der Sinnenwelt sich abgewandt hatte." Gemeint ist: „Wenn das aus a, u, ", 5, H, z bestehende Heer (das Alphabet) nicht überwunden (er- lernt) ware, würde unser Sohn, auch wenn er den Veda kennen sollte, ein Thor sein, da er analphabet (vgl. HTgET) ware." Comm. will hier सेना nicht nur in der Bedeutung von वयामाला fassen, sondern auch in स +इन Adj. (f. सेना) zerlegen. Er sagt: इन: स्थावरजङ्गमाना प्रभुब्रल्मा। तेन सहिता ब्रह्मणैव सष्टेत्यर्थः । धात्राचरायि सष्टानि पत्रारुठान्यतः पुर्रोत Puna. Er wird wohl Recht haben, da nur hier die Vankita (vgl. 124) gesucht werden kann. Beispiel für das Rätsel Samkirnâ (105); vgl. den folgenden Çloka. सा नामान्तरितामिश्रा वञ्वितारूपयोगिनी। एवमेवेतरासामपयुनेयः संकरक्रमः ॥ १२४॥

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  • 113 - 3, 129. 124. Das vorangehende Ratsel ist mit einer Namântarita (102) vermischt und ist auch mit der Form Vankita (98) verbunden. Auf diese Weise kann man die verschiedenen Arten von Gemisch auch von anderen Rätseln erschliessen. अपार्थ व्यर्थमेकार्थ ससंशयमपक्रमम्। शब्दहीनं यतिभ्ष्टं भिन्नवृतं विसंधिकम् ॥ १२५ ।। देशकालकलालोकन्यायागमविरोधि च। इति दोषा दशैवैते वज्याः काव्येषु सूरिभिः ॥ १२६॥ 125 fg. Nichtssagendes (128), Widersinniges (131), Gleichsinniges (135), Zweifelhaftes oder Zweideutiges (139), unrichtige Reihenfolge (144), Verstoss gegen die Grammatik (148), Vernachlassigung der Casur (152), Verstoss gegen das Metrum (156), Aufhebung des Samdhi (159), Verstoss gegen die Oertlichkeit (162. 164 fgg.), die Zeit (162. 164. 167 fgg.), die Künste (162. 164. 170 fg.), den Hergang in der Welt (163 fg. 172 fg.), ein Verstoss in einem logischen Beweise (163 fg. 173 fgg.) und gegen die Ueberlieferung (163 fg. 177 fg.). Diese zehn Fehler müssen Gelehrte in Kunstgedichten vermeiden. प्रतिज्ञाहेतुदृष्टन्तहानिर्दोषो न वेत्यसौ। विचार: कर्कशः प्रायस्तेनालीढेन किं फलम्॥ १२७॥ 127. Ob das Aufgeben der aufgestellten Thesis, des Beweises oder der Exemplification Fehler seien oder nicht, dieses zu untersuchen ist in der Regel eine heikele Sache. Dieses nur obenhin zu berühren ist von keinem Nutzen.

समुदायार्थभून्यं यत्तदपार्थमितीथयते। उन्मत्तमत्तबालानामुक्तेरन्यन दुष्यति॥ १२८॥ 128. Was keinen Gesammtsinn ergibt, gilt für nichtssagend (125). Anderwarts als in der Rede eines Verrückten, Trunkenen oder Kindes ist dieses ein Fehler. c. प्रमत्तोन्मत्तबालानाम् v. 1. समुट्र: पीयते देवैरहमस्मि जरातुरः। अमी गर्जन्ति जीमूता हरेरैरावणः प्रियः ॥ १२९॥ 129. „Die Götter (oder Wolken) trinken das Meer, ich bin alters- 15

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3, 129. - 114 -

schwach, die Wolken da dröhnen, der Elephant Airâvana ist Indra lieb." a. सो जयम् v. 1. st. देवेर. - b. Vielleicht ज्वरातुरः fieberkrank zu lesen. इदमस्वस्थचित्तानामभिधानमनिन्दितम्। इतरत्र कवि: को वा प्रयुञ्जीतैवमादिकम्॥१३०॥ 130. Wenn Verstandesschwache so Etwas reden, so ist dieses nicht tadelnswerth. Welcher Dichter aber würde wohl in einem anderen Falle Derartiges vorbringen? एकवाक्ये प्रबन्धे वा पूर्वापरपराहतम्। विरुद्वार्थतया व्यर्थमिति दोषेषु पठ्यते ॥ १३१॥ 131. Wenn in einem einzelnen Satze oder in einem ganzen Ge- füge Vorangehendes und Folgendes sich gegenseitig aufheben, so er- scheint dieses, weil es einen Widerspruch enthalt, unter den Fehlern als das Widersinnige (125). जहि शत्रुबलं कृत्सं जय विश्वंभरामिमाम्। न च ते को डपि विद्वेष्टा सर्वभूतानुकम्पिनः ।। १३२।। 132. „Erschlage das ganze feindliche Heer, erobere diese Erde, und du, der mit allen Wesen Mitleid empfindet, hast keinen Hasser." C. तव नैको उपि v. 1. अस्ति का चिद्वस्था सा साभिषङ्गस्य चेतसः। यस्यां भवेदभिमता विरुद्धार्थापि भारती॥१३३।। 133. Es gibt einen Zustand des heftig begehrenden Gemüthes, in welchem die einen Widerspruch enthaltende Rede gutgeheissen wird. b. साभिलाषस्य v. 1. परदाराभिलाषो मे कथमार्यस्य युज्यते। पिबामि तरलं तस्या: कदा नु दशनच्छदम्॥ १३४ ॥। 134. „Wie schickt es sich fur mich, einen Mann edlen Stammes, Verlangen zu haben nach dem Weibe eines Anderen? Wann werde ich wohl die zitternden Lippen dieses Weibes küssen?" अविशेषेण पूर्वोक्तं यदि भूयो डपि कीन्यते। सर्थतः शब्दतो वापि तदेकार्थ मतं यथा॥१३५॥

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115 3, 140.

  1. Wenn etwas vorher Gesagtes, betreffe es den Sinn oder das Wort, abermals vorgebracht wird, ohne dass damit etwas Ver- schiedenes hervortritt, so gilt dieses für Gleichsinniges (125). Beispiel:

उत्कामुन्मनयन्येते बालां तदलकत्विषः। अम्भोधरास्तडित्वन्तो गम्भीरा: स्नयिलवः ॥ १३६॥ 136. „Das nach dem Geliebten sich sehnende Mädchen versetzen diese von Blitz begleiteten Wolken von der Farbe ihrer Locken und diese tiefen Donnerschläge in grosse Aufregung.“

अनुकम्पाद्यतिशयो यदि कश्रिद्विवक्ष्यते। न दोष: पुनरुक्तो डपि प्रत्युतेयमलंक्रिया॥ १३७॥ 137. Wenn man einen hohen Grad des Mitleids u. s. w. aus- zudrücken beabsichtigt, dann ist auch eine Wiederholung kein Fehler, sondern vielmehr eine Zierde.

हन्यते सा वरारोहा स्मरेणकाराडवैरिणा। हन्यते चारुसवीङ्गी हन्यते मन्जुभाषिणी॥ १३t॥ 138. „Der Liebesgott, ein unerwarteter Feind, richtet diese Schönhüftige zu Grunde, richtet die an allen Gliedern schön Gebildete zu Grunde, richtet die lieblich Redende zu Grunde.“ निर्णायार्ष प्रयुक्तानि संशयं जनयन्ति चेत्। वचांसि दोष एवासौ ससंशय इति स्मृतः ॥१३९॥ 139. Wenn Worte, die zum Zwecke eines entscheidenden Urtheils vorgebracht werden, einen Zweifel erwecken, so gilt dieses für den Zweifelhaftes oder Zweideutiges (125) genannten Fehler. b. Comm. will यत st. चेत lesen.

मनोरथप्रियालोकरसलोलेक्षण सखि। आाराहृत्तिरसौ माता न क्षमा द्रष्टुमीदशम्।। १४० ।। 140. „O Freundin, deren Augen hinundher gehen vor Verlangen den deinen Wünschen entsprechenden Geliebten zu erblicken! Die Mutter weilt in der Ferne (Nahe), sie kann so Etwas nicht sehen (nicht ruhig ansehen).“

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3, 141. - 116 -

ईदशं संशयायव यदि जातु प्रयुज्यते। स्यादलंकार एवासी न दोषस्तच तद्यथा॥१४१॥ 141. Wenn so Etwas irgend einmal verwendet würde um gerade einen Zweifel zu erwecken, so wäre dieses eine Zierde, nicht aber ein Fehler. Beispiel folgt. b. वा तु v. 1. st. जातु. पश्याम्यनङ्गजातङ्गलङ्ितां तामनिन्दिताम्। कालेनैव कठोरेण यस्तां किं नस्त्वदाशया॥ १४२॥ 142. „Ich sehe, dass die Untadelhafte von Liebesweh (von keinem körperlichen Leiden) heimgesucht worden ist, und dass der grause Todesgott (die grause Jahreszeit) sie verzehrt hat. Was nützt uns die auf dich gesetzte Hoffnung?" d. किं नु v.l. st. किं नस् und तदाशया st. त्वदाशया.

कामाता घर्मतप्ता वेत्यनिश्चयकरं वचः। युवानमाकुलीकतुमिति दूत्याह नमरा॥१४३॥ 143. Diese Rede, die unentschieden lässt, ob das Mädchen vor Liebe leidet oder von der Hitze geplagt wird, spricht eine Liebesbotin im Scherz um den jungen Mann zu verwirren. उद्देशानुगुणे ऽर्थानामनूद्देशो न चेत्कृतः। सपक्रमाभिधानं तं दोषमाचक्षते बुधाः॥१४४॥ 144. Wenn eine nachfolgende Aufzählung von Dingen einer voran- gehenden Aufzählung von (anderen Dingen) nicht entspricht, so sagen Kundige, dass dieser Fehler unrichtige Reihenfolge (125) heisse. Vgl. 2, 273. स्थितिनिर्माणसंहारहेतवो जगताममी। शंभुनारायणम्भोजयोनय: पालयन्तु वः॥१४५ ॥ 145. „Çiva, Vishņu und Brahman, die Veranlasser des Bestehens, der Entstehung und der Vernichtung der Welten, mögen euch behüten!“ यत्न: संबन्धविज्ञानहेतुको डपि कृतो यदि। क्रमलङ्गनमप्याहुः सूरयो नैव दूषराम्॥१४६ ॥ 146. Wenn sogar eine durch die Erkenntniss des näheren Zu-

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sammenhanges (zweier nicht auf einander folgender Dinge) veranlasste Absicht zu Grunde liegt, dann sagen die Gelehrten, dass auch eine Verletzung der Reihenfolge kein Fehler sei. बन्धुत्यागस्तनुत्यागो देशत्याग इति चिषु। साद्यन्तावायतक्केशौ मध्यमः क्षिकज्बरः॥। १४७॥ 147. „Betrachtet man diese drei: das Verlassen von Angehörigen, das Verlassen des Körpers (das Sterben) und das Verlassen der Heimat, so sind das erste und letzte mit langen Leiden verbunden, das in der Mitte liegende (zweite) dagegen bereitet nur einen augen- blicklichen Schmerz." Hier nimmt man keinen Anstoss daran, dass nicht der Reihe nach von den drei Dingen Etwas ausgesagt wird, weil eins und drei etwas Gemeinsames haben.

पद्प्रयोगो डशिष्टेष्टः शिष्टेष्टस्तु न दुष्यति॥ १४८ ॥ 148. Der Gebrauch von Wortformen, bei dem keine Spur von mittelbarer (gute Autoren) oder unmittelbarer (Lehrbucher) Autoritat wahrzunehmen ist, und der nicht von Gebildeten gebilligt wird, heisst ein Verstoss gegen die Grammatik (125). Wird er indessen von Gebil- deten gebilligt, so gilt er für keinen Fehler. सवते भवते बाहुर्महीमरवशक्करीम्। महाराजवजिज्ञासा नास्तीत्यासां गिरां रसः।।१४९॥ 149. „Dein Arm, o grosser Fürst, behutet die meerumgürtete Erde; dieses braucht man nicht erst zu untersuchen." An solchen Reden findet man keinen Geschmack. अवते fehlerhaft fur अरवति, भवते fur भवतो, 'शक्करोम fur शक्वरोकाम (indessen konnte auch der Autor selbst die richtige Form शक्वरो nicht gekannt haben), महाराजन fur महाराज. Comm, tadelt auch den Gebrauch von शक्करों in der Be- deutung von Gürtel.

कुरते ललिताधूतप्रवालाङ्कुरशोभिनः॥।१५० ॥ 150. „Der an das Malaja-Gebirge herankommende Wind macht, dass die Mangobäume mit ihren leise bewegten jungen Sprossen prangen.“ Vgl. den folgenden Çloka.

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इत्यादि शास्त्रमाहात्म्यदर्शनालसचेतसाम्। अपभाषएावङ्ाति न च सौभाग्यमुज्कति॥१५१॥ 151. Dieses und Aehnliches erscheint denjenigen, deren Geist zu träge ist die würdevollen Lehrbücher einzusehen, als fehlerhafte Sprache, bleibt aber trotedem reizend. Nach dem Comm. erwartet man, weil उप-सर transitive Bedeutung hat, den Acc. दत्विणाद्रिम. Zur Rechtfertigung des Gen, citirt er folgenden Ausspruch eines Gram- matikers: कमादिविषये उप्यविवचिते कमादी संबन्धाववच्ायां षष्ठो.

शोकेषु नियतस्थानं पदच्छेदं यतिं विदु:। तदपेतं यतिभ्रष्टं श्रवणेद्वेजनं यथा ॥ १५२ ॥ 152. In Versen nennt man die an einer bestimmten Stelle er- scheinende Worttrennung Cäsur. Was dieser ermangelt, heisst Ver- nachlässigung der Casur (125) und verletzt das Ohr. Beispiel:

स्त्रीणं संगीतविधिमयमादित्यवंश्यो नरेन्द्र: पश्यन्यक्किष्टरसमिह शिष्टैरमेत्यादि दुष्टम्। कार्याकार्याराययमविकलान्यागमेनैव पश्य- न्वश्यामुवीं वहति नृप इत्यस्ति चैवं प्रयोग: ॥१५३॥ 153. Verse wie स्व्रीयां-श्रमा und ahnliche sind schlecht, dagegen sind Verse wie Turo-u: gebrauchlich. Das Metrum Mandakranta verlangt eine Cäsur nach der vierten und zehnten Silbe. d. awmr v. l.

लुपे पदान्ते शिष्टस्य पदत्वं निश्चितं यथा। तथा संधिविकारान्तं पदमेवेति वरार्यते॥ १५४॥ 154. Wenn das Ende eines Wortes abgefallen ist, gilt der Rest für ein Wort; eben so wird das, was am Ende in Folge des Samdhi eine Umwandlung erfahren hat, für ein Wort erklart. Es kann also z. B. nach {15° im Compositum die Cäsur eintreten, desgleichen nach कार्याकाया, अविकला und o im vorangehenden Verse.

तथापि कटु कर्णानां कवयो न प्रयुञ्जते। ध्वजिनी तस्य राज्: केतूदस्तजलदेन्यदः॥१५५॥

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  1. Nichtsdestoweniger vermeiden Dichter Alles, was den Ohren hart erscheint, wie dieses z. B. ध्वजिनी - जलदा. Hier verletzt die Casur nach के das Ohr. a. कटुकर्ण तत v. 1. st. कटु क०. वर्णानां न्यूनताधिक्चे गुरुलव्वयथास्थितिः। तत्र तद्भिववृत्तं स्यादेष दोष: सुनिन्दितः ॥। १५६। 156. Das Fehlen oder Zuvielsein von Silben, desgleichen das Er- scheinen einer Länge oder einer Kürze an unrechter Stelle heisst Ver- stoss gegen das Metrum (125). Dieser Fehler ist iberaus tadelnswerth. इन्दुपादा: शिशिरा: स्पृशन्तीन्यूनवर्सता। सहकारस्य किसलयान्याद्राणीत्यधिकाक्षरम्॥१५७॥ 157. In इन्दुपादा: शिशिरा: स्पृशन्ति ist eine Silbe zu wenig, in छह्- कारस्य किसलयान्याद्रायि eine Silbe zu viel.

कामेन बाणा निशिता विमुक्ता मृगेक्षणास्वित्ययथागुरुतम्। स्मरस्य बाण निशिता: पतन्ति वामेक्षणास्वित्ययथालघुत्वम्।।१५८॥। 158. Im ersten Halbvers ist eine Lange, im zweiten eine Kirze nicht am Platz. Wenn man im ersten Halbvers wegen iung eine Indravagra und im zweiten wegen वामेबयामु eine Upendravagra erwartet, so ist dort die Länge ar, hier die Kürze nicht am Platz. Warum sollen aber gerade der zweite und vierte, nicht der erste und dritte Stollen das beabsichtigte Metrum zu erkennen geben? Ganz mit demselben Rechte hätte der Autor in b. wougen und in d. शयथागुरुत्वम sagen konnen. c. स्मरेख v. 1.

न संहितां विवक्षामीत्यसंधानं पदेषु यत्। तद्विसंधीति निर्दिष्टं न प्रगृह्यादिहेतुकम्॥१५९॥ 159. Wenn man beim Zusammentreffen von Worten die Anwen- dung der euphonischen Gesetze unterlässt, weil man den ununter- brochenen Verlauf einer Rede nicht gelten lässt, so nennt man dieses Aufhebung des Samdhi (125). Die durch Pragrhja genannte und andere Vocale veranlasste Nichtanwendung des Samdhi ist kein Fehler.

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मन्दानिलेन चलता अङ्गनागराडमराडले। लुप्रमुद्गेदि घर्माम्भो नभम्यस्मदपुष्यपि॥ १६० ॥ 160. Hier wird der Hiatus चलता अङ्गना getadelt. - i1. श्रस्मन्मन- स्यपि v. 1. मानेर्थे इह शीर्येते स्त्रीणं हिमञ्ती प्रिये। आासु रातिष्विति प्राज्ञैराम्ातं व्यस्तमीदशम्।।१६१ ।। 161. मानेष्ये - रात्रिषु. Derartiges Auseinandergehaltenes (nicht Verschmolzenes) haben kluge Männer ausgesagt. Hier wird am Hiatus मानेष्ये दह und हिमऋती kein Anstoss genommen. प्रिये = प्रियं प्रति. a. ईदृशी स्व्रीयां नास्तां v. 1. st. दृह शो० स्त्रोणां. C. अ्रम श्रादिष्विति v .. देशो डद्रिवनराष्ट्रादि: कालो रानिंदिवर्तवः। नृत्यगीतप्रभृतय: कला कामार्थसंश्रयाः॥१६२॥ चराचराणं भूतानां प्रवृत्तिलोकसंज्ञिता। हेतुविद्यात्मको न्यायः सस्मृतिः श्रुतिरागमः ॥१६३॥ नेषु तेष्वयथारूढं यदि किं चित्म्रव्तते। कवेः प्रमादाद्देशादिविरोधीत्येतदुच्यते॥ १६४॥ 162. Unter Oertlichkeit (126) versteht man Berge, Wälder, Reiche u. s. w .; unter Zeit (126) - Nacht, Tag, Jahreszeiten; unter Künsten (126) - Tanz, Gesang u. s. w., die zum Angenehmen oder Nützlichen in Beziehung stehen. 163. Das Verhalten der beweglichen oder unbeweglichen Wesen heisst Hergang in der Welt (126); ein logischer Beweis (126) beruht auf der Lehre vom Grunde; unter Ueberlieferung (126) versteht man den Veda und die Gesetzbücher. 164. Wenn durch eines Dichters Fahrlassigkeit in Bezug auf diese irgend etwas Ungereimtes sich zeigt, so nennt man dieses Verstoss gegen die Oertlichkeit u. s. w. (126). कर्पूरपादपामर्शसुरभिमलयानिलः। कलिङ्गवनसंभूता मृगप्राया मतङ्गजाः॥ १६५ ॥ 165. „Der vom Malaja-Gebirge wehende Wind ist wohlriechend durch die Beruhrung von Kampherbaumen. Die in den Waldern von

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Kaliñga geborenen Elephanten sind von der Grösse einer. Gazelle.“ Im Malaja gibt es keine Kampherbäume und in Kaliñga keine - Elephanten.

चोला: कालागुरुश्यामकावेरीतीरभूमयः। इति देशविरोधिन्या वाच: प्रस्थानमीदशम्॥१६६॥ 166. „In Kola ist das Uferland der Kaveri schwarz vom schwarzen Agallochum." Dieses ist ein Muster einer gegen die Oertlichkeit ver- stossenden Rede. An der Kaverî wachst kein Kâlâguru. a. b. en: कालागुरुश्यामा: केरला: कुङ्मार्याः und न मेरुवनसंकचाः कावेरोतोरभमय: V.1.

पव्मिनी नक्तमुबिद्रा स्फुटत्यहि कुमुद्दती। मधुरुत्फुल्लनिचुलो निदाघो मेघदुर्दिनः ॥ १६७ ॥ श्रव्यहंसगिरो वर्षाः शरदो मत्तबहियः। हेमन्तो निर्मलादित्यः शिशिरः साघ्यचन्दनः ॥ १६८॥ 167 fg. „Die Padminî blüht in der Nacht, die Kumudvati offnet sich bei Tage, im Fruhling steht die Barringtonia acutangula in voller Blüte, in der heissen Jahreszeit gibt es einen bewölkten Himmel, in der Regenzeit hört man das Geschrei der Schwane, im Herbst sind die Pfauen liebestrunken, im Winter gibt es eine klare Sonne, in der kühlen Jahreszeit ist Sandelwasser zu preisen.“ 167, d. fu- मजाहयकत v. 1. st. मेघ०

इति कालविरोधस्य दर्शिता गतिरीद्शी। मार्ग: कलाविरोधस्य मनागुद्दिश्यते यथा॥ १६९ ॥ 169. Hiermit ist das Muster eines Verstosses gegen die Zeit (126. 162) gezeigt worden. Als Muster eines Verstosses gegen die Künste (126. 162) wird nur Weniges vorgeführt. Beispiel:

वीरभृङ्गारयोभीवी स्यायिनी क्रोधविस्मयौ। पूणसप्रस्वरः सो 5यं भिन्मार्ग: प्रवतते ॥ १७०॥ 170. „Die ständigen Affecte des heroischen und des erotischen Grundtones sind der Zorn und das Staunen. Hier ertönt ein mono- toner Gesang mit allen sieben Tönen.“ 16

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इत्यं कलाचतुःषष्टिविरोध: साधु नीयताम्। तस्या: कलापरिच्छेदे रूपमाविर्भविष्यति॥१७१॥ 171. Auf diese Weise erschliesse man richtig die Verstösse gegen die 64 Künste. Die Form für diese wird bei der genauen Bestim- mung der Künste zu Tage treten. Comm. meint, dass der Autor hier auf ein künftiges Werk, Kalâparikkheda, verweise.

साधूनकेसरो हस्ती तीक्ष्णभृङ्गस्तुरंगमः । गुरुसारो डयमेरराडो निःसार: खदिरदुमः ॥१७२॥ 172. „Der Elephant schüttelt die Mähne, das Pferd hat ein spitzes Horn, der Ricinus communis hier hat hartes Holz, die Acacia Catechu weiches." इति लौकिक एवायं विरोध: सर्वगर्हितः। विरोधो हेतुविद्यासु न्यायाख्यासु निदश्यते ॥। १७३ ।। 173. Dieses ist der von Jedermann getadelte Verstoss gegen den Hergang in der Welt (126. 163). Jetzt wird der Verstoss gegen die Lehre vom Grunde, Logik genannt (126. 163), vorgeführt. सत्यमेवाह सुगतः संस्कारानविनश्वरान्। तथा हि सा चकोराक्षी स्थितैवाद्यापि मे हदि॥ १७४॥ 174. „Buddha hat wahr gesprochen, wenn er die Vorstellungen für unvergänglich erklart, da ja die Kakora-äugige noch heute in meinem Herzen lebt.“ Buddha hat bekanntlich das Gegentheil be- hauptet. कापिलैरसदुदगूतिः स्थान एवोपवरायते। असतामेव दृश्यन्ते यस्मादस्माभिरुद्गवाः॥१७५॥ 175. „Die Anhänger Kapila's sagen mit Recht, dass etwas Nicht- seiendes entstehe, da wir sehen, dass Bösewichter (Nichtseiende) zum Vorschein kommen." Kapila 1,114 heisst es: नासदुत्पादो नशङ्गवत Nicht- seiendes wie ein Menschenhorn entsteht nicht. गतिन्यायविरोधस्य सैषा सर्वत दृश्यते। अथागमविरोधस्य प्रस्थानमुपदिश्यते ॥ १७६॥

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  1. Ein solches Muster des Verstosses im logischen Beweise wird jederzeit wahrgenommen. Jetzt wird ein Muster des Verstosses gegen die Ueberlieferung (126. 163) vorgeführt. b. afamt v. l. Comm. will सैषाव्यन्यन्र दृश्यताम lesen. अनाहितामयो डप्येते जात पुना वितन्वते। विप्रा वैश्वानरीमिष्टिमक्किष्टाचारभूषणः॥ १७७॥ 177. „Diese Brahmanen veranstalten nach der Geburt eines Sohnes, obgleich sie kein Feuer angelegt haben, das Vaiçvânara ge- nannte Opfer, da dieses mit keinen Beschwerden verbundene Verfahren ihr Schmuck ist."

ससावनुपनीतो डपि वेदानधिजगे गुरोः। स्वभावभुद्ध: स्फटिको न संस्कारमपेक्षते ॥। १७८॥ 178. „Auch ohne in die Lehre aufgenommen worden zu sein, erlernte er vom Lehrer die Veda. Ein von selbst reiner Bergkrystall erfordert keine Zurichtung.“

विरोध: सकलो डप्येष कदा चित्कविकौशलान्। उत्क्रम्य दोषगणनां गुएवीथीं विगाहते ॥ १७९॥ 179. Alle diese Verstösse hören, durch die Geschicklichkeit des Dichters, bisweilen auf, zu den Fehlern gezahlt zu werden, und kommen in die Reihe der Vorzüge zu stehen.

तस्य राज: प्रभावेन तदुद्यानानि जजञिरे। आाद्रोभुकप्रवालानामास्पदं सुरशाखिनाम्॥।१८०। 180. „Durch die Macht dieses Fursten sind seine Lusthaine zum Standort von Gotterbaumen geworden, an denen die jungen Schosse neue Gewänder sind."

राज्ञां विनाशपिभुनश्चचार खरमारतः । धुन्वन्कदम्नरजसा सह सप्रच्छदोन्रमान्॥ १८१॥ 181. „Es ging ein scharfer Wind, der den Untergang der (feind- lichen) Fürsten verkindete, indem er die Blüten der Alstonia scholaris zugleich mit dem Blütenstaube der Nauclea Cadamba in Bewegung setzte.“ Ein Kriegszug wird im Herbst, in der kühlen Jahreszeit,

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unternommen, und diese ist auch die Blutezeit der Alstonia, wahrend die der Nauclea in die Regenzeit fällt. Die unnatürliche Erschei- nung bedeutet Unglück. Comm. citirt folgenden Halbvers aus dem Vishnudharmottara: श्रकाले फलपुष्पागि देशविद्रावकारगम.

कामिनां लयवैषम्यं गेयं रागमवर्धयत्।।१८२॥ 182. „Der Gesang mit ungleichem Tempo, der den Mundern der durch die heftigen Bewegungen der Schaukel erschrockenen Mädchen entfuhr, erhöhte die Leidenschaft der verliebten jungen Männer.“ ऐन्दवादचिष: कामी शिशिरं हव्यवाहनम्। अबलाविरहक्केशविहलो गणयत्ययम् ॥।१८३॥। 183. „Dieser Verliebte, der ausser sich ist vor Schmerz, den ihm die Trennung vom Mädchen bereitet, hält Feuer für kälter als die Strahlen des Mondes.“ प्रमेयो Sथप्रमेयो Sसि सफलो डप्यसि निष्फलः। एकस्त्वमपनेको Sसि नमस्ते विश्वमूतये॥ १८४॥ 184. „Obgleich du zu ergrunden bist, bist du doch nicht zu er- grunden; obgleich du Nutzen bringst, bringst du doch keinen Nutzen; obgleich du nur Einer bist, bist du doch vielfach. Ich verbeuge mich vor dir, dem Allgestaltigen."

पञ्चानां पाएडपुनाणं पत्नी पाञ्चालपुनिका। सतीनामयणीश्चासीददैवो हि विधिरीदृशः ॥। १८५।। 185. „Draupadî, die Tochter des Fürsten der Pankala, war Gattin der fünf Pându-Söhne und stand dennoch unter den treuen Frauen oben an, weil die Götter es so bestimmt hatten.“

शब्दार्थालंक्रियाश्चितमागा: सुकरदुष्कराः। गुणा दोषाश्च काव्यानामिह संक्षिप् दर्शिताः।॥ १८६॥ 186. In diesem Werke sind die Zierden der Lautform und des Sinnes, die leichten und schwierigen Kunstformen (Jamaka u. s. w.), sowie die Vorzüge und Fehler der Kunstgedichte in aller Kürze vor- geführt worden.

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व्युत्पन्नबुद्धिरमुना विधिदशितेन मार्गेण दोषगुरयोवशवर्तिनीभि:। वाग्भि: कृताभिसरणे मदिरेक्षणाभि- धन्यो युवेव रमते लभते च कीर्तिम्॥१८७॥ 187. Wessen Geist durch dieses regelrecht vorgefihrte Muster von Fehlern und Vorzügen gebildet wurde, der ergötzt sich, wenn die ihm zu Gebote stehenden Reden wie schönäugige Mädchen sich bei ihm einstellen, wie ein glucklicher Jungling und erntet auch Ruhm ein. Die Worte व्यत्पनबुद्धि: bis ०दोषयोः sind nach meinem Gefuhl nicht doppelsinnig, wie Comm. annimmt.

।। इति काव्यादर्शे शब्दालंकारदोषविभागो नाम तृतीयः परिच्छेद: समाप्तश्चायं ग्रन्थ: ।।

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Verzeichniss

der im theoretischen Theile des Werkes vorkommenden Worte mit Ausschluss der ganz gleichgültigen.

अंशु 2, 225. अरक्रिया 2, 84.365. अ्रत्तर 1, 69. 2, 144. 3, 157. अग्नि 2,239. अग्राम्य 1,64. अग्राम्यता 1,62. 2,292. शङ्ग: 1,20. 2, 79.231.233.360.367. अङ्गज 2,262. अङ्गना 2,128. 207. अङ्गिन 2, 79. 360. अञ्ज mit वि 2, 234. 3, 53.104. अतिमनस्विनी 2, 126. अतिवतिन 2,214. शतिव्यवहित 3,99. अतिशय 2, 5. 40. 220. 3,137. अ्रतिश- योक्ति 2,214 fgg. अतिशयोपमा 2, 22. श्रतिसुन्दर 1,95. शत्यन्त० 2,254. 3,3. अ्रत्युक्ति 1,92. अद् 2, 223. अरदाचिणात्य 1,80. अदूरता 1,55. श्रदभुत 1,104. 2,287. श्रदभुतार्थ 1,38. अदभुतोपमा 2, 24. शद्रि 3, 162. श्रधिक 2, 48. अधिकता 2,51. अ्रधिकाक्षर 3,157. अ्रध्यास 1,94.97. श्रनतिक्रम 1,85. अ्रनतिविस्तीर्य 1,18. श्रनन्त 2,368. श्रनन्तता 2, 120. 253. अनन्वय 2,358. अनाकुल 1,83. अनादरवन्त 2, 140. अनादराक्षेप 2,140. अ्रनालत्य 3, 148. अनिन्दित 3, 130. अनियमोपमा 2,20. अनिशम् 1, 105. अनिश्चयकर 3,143. अनिष्ट 2,148. अनिष्ठुराक्षर 1, 69. अनुकम्पा 3, 137. अ्नुक्त 2,96. अनुक्रोशाच्ेप 2,158. अनुगुय 3, 144. अनुयह 1,104. अ्नुज्ञा und अनुज्ञाक्षप 2,136. अनुदिभन्न 2,264. अनुप्रास 1,44. 52. 54 fg. 58. 60. अनुबन्धिन 1,104. 2, 138. अनुभव 1,55. अ्रनुरक्ता 2, 146. अनुरोधिन 1,93. अनुवरतन 2, 342. अरनुवतिन् 1, 88. अनुवादिन 2, 58. अनुशय und अनुशयाच्ेप 2,162. अनुददेश 2, 273. 3, 144. अनुजित 1,71. श्रनेक 2, 112. 340. श्रनेक- विध 2,235. अनेकात्मन 3,53. श्रनेकार्थ 2,310. अरनेयत्व 1,73. अ्रन्त 2, 102. 3, 1. 51. 154. अन्तर 1,58.102. 2,199.220.295.367.3,78. अरन्तर्गत 3,51. अ्रन्यतस् 2,227. अन्यन् 1,95. 2, 211. 3, 98.128. अन्यथा 2, 72.221. 3, 101. अन्यधर्म 1,93. अ्रन्यसाम्य 2,19. अन्यहेतुक 2, 202. अन्यार्थ 2,150.304.3, 102. अन्यूनार्थ 2,60. अन्योउन्य० und अन्योउन्योपमा 2,18. अपक्रम 3,125.144. अपभावया 3,151. अपभंश 1,32.36 fg. अ्रप- भंशता 1,36. अपर 2, 313fg. अपरवक्त 1,26 fg. अपराध 2, 126. 132. अरपरिसंख्येय 3, 107. अपर्यन्त 2,347. अपहति 2, 6. 394. अपाङ्क 2,225. अपाद 1, 23. अ्रपार्थ 3,125.128. अपात 2,202. अपूवसमासोक्ति 2,213. अ्रपेत्ा 2, 240.3, 120. अप्रक्रान्त 2, 340. भ्रप्रस्तुत 2, 342. अप्रस्तुतप्रशंसा 2, 340 fgg. श्रप्रस्तुतस्तोत्र 2,6. अ्रभाव 2, 239. 252. अभावहेतु 1

2, 246. अभिधान 1,85. 3, 130. 144. अभिनन 2, 114.208.310. 314. अभिप्राय 1 364.

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अ्रभियोग 1,100. अभिलाव und अभिवङ्र 3,133. अभिसरय 3,187. श्रभतोपमा 2,38. अ्रभ्यास 2,368.3,53. 67.70. अभ्युदय 1,17. 2,303. अ्रमन्द 1,103. अयथागुरुत्व 3, 158. श्यथारुढ 3,164. अ्यथालघुत्व 3,158. अ्रयथास्थिति 3,156. भ्रयुक्त 2, 78.170.253. श्रयु- ककारिन 2, 170. अ्रप्रयोग 2, 76. 78. 122. भर mit सम Caus. 2, 285 (Conj.). प्ररूपया 2, 79. अरथ 1, 50. 62. 64. 71. 73.85.89. 2, 150. 233. 260. 295. 304. 351. 3, 98 fgg. 128. 144.162. भ्रथतस 3,135. अरथम् 2,330.3, 139. अर्थर्व्याक्त 1,41.73. अ्रथात्मन 1,63. अथान्तर 2, 166.308. 348. अरथान्तरन्यास 2,4. 169 fgg. परथान्तराेप 2,166. अथीर्जन 2,162. अथालंक्रिया 3,186. पथावृत्ति 2,116. अर्ध 3,78.80. अर्धभम 3,80. अ्रर्धश्लोक 3,73. भरधाभ्यास 3,53. अपया 2,82. अलनय 3,107. अ्रलंकार 1, 10. 50. 62.71. 2, 1.3. 7.116.214.220.268.300.340.359.3,141.अलंकारता 2, 237. 287. 367. श्रलंकारसंसष्टि 2, 359 fg. अलंकत 1,18. अलंक्रति 1,19. 2,8. अलंक्रिया 2,3.368.3,137.186. अ्रलम 2,51.230.239. 368. अलस 3,151. अल्पत्व 1,81. अल्यप्राणात्तर 1,43. श्रवगत 2, 115. प्रवयवरूपक 2,72. श्रवयविरूपक 2,74. अरवलो 3,99. अ्रवस्था 2, 142.158. 244.3,133. अवस्थान 2, 360. अविरुद्ध 2, 314. अविरुद्धता 2, 202. अविरोधिन 2, 315. अरविशेषेया 3,135. अविषम 1,47. शरव्यपेत 3, 1.19. श्रव्यपेतव्यपेतात्मन 3,33. प्शक्त 2,272. अ्रथा- स्वन्ञ 1,8. श्रशिष्ट 3,148. श्रस (शस्यति) 1,105. mit उपनि 1, 21. 2, 46.134.152.3,103. mit वि 3, 161. अ्रसंतिप्त 1,18. असंख्य 2,253. श्रसन्त 2, 348. भ्रसंधान 3, 159. अ्रस्म- स्ताख्य 2,68. असंभावितोपमा 2,39. अ्रप्ताधारयोपमा 2,37. अरसितोत्पल 2,124. श्रसय 2,62. शरस्तित्व 3,100. अरस्पृष्ट 1,43. 2, 164. अस्वस्थ 3, 130. श्रह् 2, 97.152.277.298. 3,98.146. mit प्र 2,300.364.3,78.80. श्रहंकार 2, 275. अ्रहृढा 1,97. श्रहेतुक 2, 202. आ्राकार 2,208. 260. आकोया 3,97. आाकुलो 3, 143. श्रान्तेप 2,4.120 fgg.313.315. शन्तपरूपक 2,91. श्रातप्य 2,120. भ्राख्या 2,88.3,173. आ्राख्यान 1,28.88.2, 4.13. 275. 295. शाख्यायिका 1,23 fgg. 81. आगम 2,367. 3,163. आागमविरोध 3,176. श्राग- मविरोधिन 3,126. आचार्य 2,2.3,106. आ्राचिख्यासोपमा 2,32. भ्रातप 2,216. आ्रातुर 2,239. आर्रात्मक 3,104.163. आ्रात्मन 2,154.285.306.308.3,1.33.53. श्रादि 3,1. 51. आादिक 2,294.3, 130. श्रादिदोपक 2, 102. श्रादिदोपकत्व 2,108. श्रादिमध्यान्त und आद्यन्त 3,2. आाधिक् 2,192.3,156. आानन्त्य 2,120. श्ान्थक 2,148. आरप, श्राप्त 2, 227. ईप्सित 2,13. श्रप्राभ 2,59. श्राभास 2, 272. 343. भराभोर 1,36. श्रायत्त 2, 292. 366. आारत 2,308. 3, 143. आर्य 1,32. आ्राया 1,27. आरविस 2, 265.315. 3, 171. श्रावृति 2,4. आवृत्ति 1,61.3, 73. आशंसन 2, 357. शाशय 2,300. 303. आराश्निस 1,14.2,7.357. आ्राशोवचनानेप 2,142. आशोर्वाद 2,142. आश्चर्य 2,130. आश्र्रय 3,104. आस mit उप 1,104. आसत्ति 1,52. आसार 1,37. आसिद्धि 2,364. आ्रह्य 2, 130.220.3,70. ड mit अति 2, 368. mit अधि 3, 106. mit अनु 2, 64.226.310. mit अप 3,152. mit व्यप 3, 1.19.33. mit अभ्युप 2, 306. mit अभिप्र 2, 205. mit प्रति 1, 76. 2, 14.16. 180.189.195.232.340. दृक् 1, 102. दङ्गित 2, 260. इच्छा 2,207. द्वतर 1,89. 2, 221. 3,37.124. दतरत्र 3,130. दतिहास 1,15. दून्दु 2,308. द्यन्त 1, 74. दव 2, 43.57. 234. दूष 1, 44. 46.54. 58. 69. 79. 83. 2, 17. 88. 116. 205. 227. 229. 233. 262. 295. 297. 323.367.3,80.83. 128. 148. दृष्टार्थ 1,10.30.

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रईच mit भप 1, 50. 230. mit उत्प्र 2, 221. 223. 225.233. mit सम् 2, 228. ईटश und ईदृशो 2, 21. 56.82.122.152.156.260.3,37.141.161.166.169. रईप्सु 1,105. र्ईर्ष्य 2,62. ईश 1,105. ईश्वर 2,285. ईह 3, 38. उक्ति 2,8.120.192.205.220.315.360.3,128.उच्चावचप्रकार 1,81. उच्छवास 1, 26 fg. उज्क 3,151. उत्कष 1, 22.78. 2, 18.95.270. 275. 330. उत्करषवत्ता 2, 216. उत्कर्ष- वन्त 1,76. उत्तम 2,235.300. •उत्तरम् 2,162. उत्पत्ति 2,148. उत्पल 2,158.225. उत्पा- दन 2,237. 252. उत्प्रेक्षा 2,5. 221 fgg. 359. उत्प्रक्ावयव 2,359. उत्प्रतितोपमा 2,23. उत्सङ्क 1,99. उत्सव 2,264.297. उत्साह 2,285. उदात्त 1,15. 2, 6. 300 fgg. उदार 1, 76.79. उदारत्व 1,41. उदाहरय 2, 171. 241. 265. उदाकृति 2,254.355. उदोरया 1,25. उद्देश 3,144. उद्रिक्त 2,154. उद्ेग 2, 51. 54. उद्वेजन 3,152. उच्चेय 3,124. उन्मत्त 2, 229.3,128. उन्मित् 1,47. उपकार 2,97. उपकारित्व 2,365. उपचार 2,97. उपदर्शन 2, 148. 150.158. उपबृंहया 2, 237. ·उपम 2, 59. उपमा 2, 4.14 fgg. 65 fg.96.227.313. 358. उपमादूषया 2,51. उपमान 2, 227.230. उपमानोपमेयत्व 2,228. उपमापहुति 2,309. उपमारूपक 2, 88.358. उपमित 2,59. उपमेयत्व 2,228. उपयोग 3, 97. उपश्लेषया 2, 233. उपात्त 1,20. उपादान 2, 112. 189. उपाय und उपायाचेप 2, 152. उपास्य 1,105. उपेन्य 1,7. उभय 3,105. उभयच्छचा 3,105. उभयत्र 2, 196.211. उभयवर्तिन् 2, 182. उभयव्यतिरेक 2,184. उभयावृत्ति 2, 116. ऊनवयता 3, 157. ऊर्जस्विन 2, 5. 275. 294. ऊह 1, 78.2,168. ऋतु 3,162. एक = प्रथम 3,2. एकच्कचा 3,104. एकत्र 2, 97.182. एकधमन 2,16. एकरूप 2,310. एक- रूपत्व 3,78. एकवाक्य 3,131. एकव्यतिरेक 2,182. एकाकार 3,70. एकाङ्गरूपक 2,76. एकान्त० 1,61. एकान्तर 3,78. एकार्थ 3,125.135. एकार्थदोपक 2,112. एवंभूत 2, 239. श्रोजस् 1,41.80.83. श्रोजस्विन 1,83. श्रोष्यय 2,306. कक्षा 1,95. 2, 64. कटु 3,155. कथन 2, 180.351. कथय 2,180. कथा 1,15. 23 fgg. 38. कदथय 2,62. कन्या 2, 270. कन्याहरय 1,23. 1. कर (करोति) 2, 86. 124.146.148. 272.355.3, 144.146.187. mit अनु 2, 65. mit अन्यथा 2, 72. mit वि 2, 74. mit परि- सम् 2,2. 2. कर (किरत) mit शा 3,97. करिन 2, 223. ककश 3,127. कर् 2, 124. 3,155. कर्तर 2,230. कतृक 2, 232. कर्मन 2, 128.158.233.240.314. 351. कर्ष mit उद 2, 330. mit प्र 2, 285. कला 3,171. कलाविरोध 3,169. कलाविरोधिन 3,126. कल्प 2, 270. mit प् 1, 63. mit वि 2, 1. Caus. 3, 19. कल्प 2, 60. कल्पन 2, 329. कल्पना 3, 102. कवि 1,30.100. 2, 65. 223.225.364.3,130.155.164.179. कवित्व 1,105. कात- राज्षी 2,156. कान्त 1,85. 88. 2, 136. 142.144.156. कान्ति 1,41.2, 63. 232. काम 3, 162. कामम 1, 62. कामात 3,143. कामिन् 2, 306. कामुक 2, 128. कारक 2, 235. कारय 1,103.2,56.132.134.199.3,101. कारणाक्ेप 2,132. •कारिता 2, 272. •कारिन 2, 170. 3,99. कारयय 2, 287. कात्सर्य 2, 1. 3,38. कार्य 2, 84.134. 252fg.298. कायाक्षेप 2,134. काष्यर्य 2,184. काल 2, 244.3, 162. कालविरोध 3, 169. कालविरोधिन 3, 126. काव्य 1,7.10.19 fg. 36. 50.76.100.103.2,1.13.364.3,126.186. काव्यलच्या 1,2. काव्य- सागर 1,12. कोर्तन 1,65. 2, 330. कीतय 3,51.135. कीति 1,105.3,187. कुमारोदय 1,17. कुलक 1,13. कृच्छ्रोटया 1,72. कतश्रम und कश 1,105. केतु 2,82. कोटो 2, 283.

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कोमल 1,69. कोश 1,13. कोशल 3,179. क्रम mit श्रतति 2,227. mit उद् 3,179. mit प्र 2, 166. क्रम 1, 33. 2, 5. 273 fg. 329.366. 3,96.124.146. क्रिया 1, 94. 2, 13.48.81. 97.110.112.230.240.314.323.3,70. क्रियापद 2, 230. क्रोडा 3,97. क्रुश mit श्रा 2,62. क्रोध 2, 283. क्रम 1,98. क्रेश 2, 342. चिप mit श्रा 2, 122. 128.130.136.144. 156.160. mit सम 3,186. चोबत्व 2,202. तोर 1,102. ख्या mit श्रा 1,102. 2, 295. 3,38. mit अन्वा 1,33. गयना 3,179. गतायुस 2,162. गति 1,39. 2, 136. 156. 260. 360. 3, 37.96.169. 176. गढ़ mit नि 2,359. गठ 1, 11.23.80. गढपदामय 1,31. गम 2, 281. Caus. 2, 74. mit अनु 1,100. mit अरव 2, 279. mit नि 1, 60 (Conj.). mit सम Caus. 2,297. गम्भोर 2, 366. गर mit उद 1,95 fg. गर्ज mit प्रति 2,61. गर्मिणो 1,99. गई 3,173. गात्र 2, 128. गाह mit वि 1, 95. 2, 64. 3, 179. गाहन 2, 223. गिर 1,36. 40.83 fg. 2,285.292.3, 102.149.162. गुड 1,102. गुख 1, 8. 42. 76. 81. 100. 104. 2, 13.56.95.97.160.184. 231.272.323. 330. 343. 351. 364. 3, 179. 186 fg. गुयातस् 1, 21. गुरु 3, 156. गूढाथ 3,98. गो 1, 6. गोचर 1, 61. 2, 313. 3, 1.73. गोत्व 1,6. गोपन 3,104 fg. गोमूत्रिका 3,78. गोष्ठो 1, 105. 3, 97. गोड 1, 44. 54.92. गोडी 1, 35. गोडीय 1, 40.46. गोया 1, 95. 2, 88. 254. 3, 100. गोगोन्दु 2, 160. गोरव 1, 99. 2, 303. ग्रथ् 3,100. ग्रह 2, 186. mit वि 2,63. ग्राम्य 1,63. 66. 95. ग्राम्यता 1,65. घन 2,164. घमतप्त 3, 143. चत्त mit आा 2, 138. 3, 144. mit प्रत्या 2, 138. mit प्र 2, 1. चटूपमा 2,35. चतुर 1, 15. चतुदशन 3, 106. चतुवग 1,15. चतुष्पदो 1,11. चतुःषष्टि 3,171. चत्वर 3,2 (= चतुर्थ). 83. चन्द्रत्व 2, 308. चन्द्रातप 2, 216. चम्पू 1,31. चराचर 3, 163. चाटुकार 2, 124. चाटुकारिता 2, 272. चि mit निस 3, 154. चित्त 3,130. चित्रमार्ग 3,186. चित्रहेतु 2, 253. चिन्त Caus. 2, 56. चिह्न 1,26. चेतन 2,221. चेतस 3, 133.151. छन्दोविचिति 1,11. छलित 1,39. छविद mit व्यव 1,10. •ज 2, 253. जन 2,227. Caus. 3,139. जन 1,89. 2,239. 272. जन्य 2,202. जलगाहन 2,223. जलदागम 2, 134. जात 2,3. जाति 1,11.28.2,8.13.97.164.198.323. जातु 2, 54.3, 141. जि 2, 61. जीवन 2,152. जो- वित 1,80. ज्ञा mit अनु 2, 130. mit भ्रव 2, 62. ज्ञापक 2, 235. 241. ज्ञापकहेतु 2, 246. ज्ञेय 2, 169. 294. ज्वर 2, 239. डम्ब mit वि Caus. 2, 62. डम्बर 1, 50. तच्छोल 2,64. तज्ज 3,97. तत्काल 2,156. तत्त्वाख्यानोपमा 2,36. तत्त्वापहवरूपक 2,95. तत्सम 1,33. तथाविध 2,160. तद्भव 1,33. तदूप 1,52. तद्विद् 3,78. तन्द्रा 1,105. तप 3,143. तमस् 2,228.231. ताटृश und तादृशो 2, 234.277. तिङन्त 2,227. तिरोभूत 2,66. तुला 2,63. तुलित 2, 60. तुल्य 2, 15.57.196.198.205.208.228.231. 3,102. तुल्ययोगिता 2,6. 330 fgg. तुल्ययोगोपमा 2,48. तेजस्विन् 2, 329. त्रय 2, 116. त्रि = तृतीय 3,2. त्रिधा 2,120. त्रिस् 3, 67. त्रेकाल्य 2, 120. ·द 2, 65. दर mit शा 1, 54. दप 2, 294. दर्श 1, 85. 2, 254. 3, 70. 176. Caus. 1, 69.99.2, 7. 96. 102. 160. 162. 184. 186. 198.241.260.272.281.292.309.313.358.3,3. 33. 83. 169. 186 fg. mit शा Caus. 3, 96. mit नि Caus. 2, 14. 171. 216. 348. 3, 173. mit y Caus. 2, 3. 22. 192. 3, 67. mit सम Caus. 2, 84. दर्थन 2, 88. 166. 192.304.323. 333.3,151. दा 2, 241.355. mit उपा 1,20. 2,180. दाचियात्य 1,60. दारया 2,134. दिडनात्र 17

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2,96. दिश mit उद़् 2, 237. 272 fg. 3,96.169. mit उप 3, 176. mit निस 1,74.3,103. 106.159. दिश f. 2, 168. दोप, दोप्त 1,72. Caus. 2, 112. दोपक 2,4.97 fgg. दुर्बोध 3,99. दुष, दुष्यति und दुष्ट 1, 7. 20. 30. 3, 106 fg. 128. 148. 153. दुष्कर 2, 152. 3, 3.38. 78.83.96.186. दुष्पयुक्त 1,6. दुष्पतोतिकर 1,66. दूता 3,143. दूरकार्य 2,253. दूष्क 2,51. 3, 146. दृश्य 1,81. दृष्टान्तहानि 3, 127. दृष्टि 2,198.225. देव 2, 279. देश 3, 162. देशविरोधिन 3, 126. 164.166. देशो 1,33. देशीय und देश्य 2,60. दैव 2, 298. वोब 1, 8. 24. 69. 2, 56. 272.343.3,107.126 fg.131.137.139.141.144.156.179.186fg. द्रव्य 2, 13.97. दुह 2,61. दवंद्व 2, 241. दूय Adj. und n. 2, 360. 3, 67. द्वि - द्विलीय 3,2. द्वितय 2, 88. द्विधा 2, 43.310.363. द्विष 2, 61. द्विस 3, 67. धन्द 3, 187. धर्म 1, 93. 97.99. 2, 1. 15 fg. 114. 130. 2, 24.164.182.213.228 fg. 3,102. धर्मन् 2,16. धर्माचेप 2,128. धर्मिन 2, 130. 229. धर्मोपमा 2,15. धम्याजेप 2, 130. धा 2, 64. mit अरभि 2, 189. 3, 107. mit व्यव 3, 99. mit ा 1, 93. mit fa 1,61. mit सम 2, 62. धि 1,22. धो 1,44. धोमन्त 2, 51. धोर 2,96. धति 2, 277. धुवम् 1, 104.2,234. ध्वान्त 2, 233. नमस्क्रिया 1,14. नर्मन 3,143. नाटक 1,31.37. नातिदूर 1,58. नातिरूढ 1,46. नाना 2, 359. 3,105. नानार्थ 3,102. नानावस्थ 2,8. नामन 3,102. नामान्तरिता 3,102. 124. नायक 1,15.17. 21 fg. 24. निगहन 2, 265. •निघ्र 2,144. निदर्शन 2, 6. 315. 348 fgg. 355.3, 53. निवर्शना 2,348 fgg. निम्ट 2, 62.348. निन्दा 2, 268.270.330. निन्दोपमा 2, 30. •निभ 2,57. निमत und निभता 3, 102. नियत 3,152. नियम 2, 315. 3, 83. नि- यमवन्त् 2, 314. नियमोपमा 2,19. निरन्तर 1,18.2,270. निराकरक 1,2t. निरुषच 1,65. 101. निर्याय 3,139. निर्योपमा 2,27. निर्मल 1, 103. निर्यन्तित 2,154. निव्तनीय 2, 241. निर्यत्यं 2,240. निर्विवित्त 2,270. निवर्तन 2,134.213. नि्वृत्ति 2, 237.270. निषेदन 2, 244. निश 2, 262. निष्कय 2,223. निसरग 2,204. निधत 2, 306 fgg. नो 3,171. mit प्र 1,92. नोकाश 2, 57. ननम 2,234. नृत्य 3, 162. नेत्र 1,94. नेयत्व 1,74. नैकधर्म 1,97. नैसर्मिक 1,103. न्यम्भत 2, 230. न्यसन 2, 46. न्याय 1, 75. 78. 3, 163.173. न्याय- विरोध 3,176. न्यायविरोधिन 3,126. न्यास 2, 169. न्यूनता 3, 156. पटोयंस 2,132. पठ 3, 131. पति 2, 152. पथ, पचिन् 1, 78. 2,368. पढ् mit खयुद 1,46. 3, 187. Caus. 3, 100. पद 1, 55. 65. 2, 64.110.204.230.310.3,100.148.154. 159. पदच्केद 3,152. पदत्व 3,154. पदवो 2, 64. षदसंतान 1,23. पदसंधान 1,06. पद- संधि 3,98. पदान्त 3,154. षदार्थ 2, 8. 273.383. पदावलो 1,10. 3,99. पदावृद्ि 2,116. पदासनि 1,52. कद्दति 1,50.76. 3,148. पदम 2, 262. पढा 1,11.13.80.83. पठामव 1,31. पर 2, 283.287.294.306. 3,70.83.97. परतन्त्रता 2, 150. परवशालेद 2,150. बर- स्परोपकारित्व 2, 365. परायक 1,80. 2,220. परिच्छेद 3,171. परिागा 2, 368. वरिवृत्ि 2, 7. 351. 355 fg. परिश्रम 2,2. परिहारिका 3, 104. वरुष 2,144. परुषा 3,100. वरषाचेप 2, 144. पर्यन्त 2,96. पयाय 3,103. पर्यायोक्त 2,5. 295 fgg- पर्वन 2,365. पर 2, 283. पा (पिर्बात) 2, 223. पातिन 2, 225. पाद 1,55. 3, 1.2. 51.67.70. 73. पादर्ि 3, 19. पावादियमक 3,37. पादाभ्यास 3,53. वारु्य 1,60. पिशङ्गता 2,184. पोड़ 2, 262. पुषरुक 3, 137. चुमंस् 2, 211. 233. 294. पुष 2, 63.363. पूवकम 2, 144. पूवत 3, 196. 211. 303.

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पूर्वपूर्व० 2, 108. पूर्वम 2,309. पूर्वाचाय 2,2.3, 106. पूर्वापरपराहृत 3, 131. पूर्वोक् 3, 135. एथक 2,184. पेशल 2, 275. घौरस्त्य 1,50. 83. प्रकल्पिता 3,101. प्रकार 1,81. 2, 115.295.340.347.3,96. प्रकाश 2,57. प्रकाशम 2,279.306. प्रक्रान्त 2, 166. म्रख्य 2,60. ऋ्रमहय 3, 158. प्रतिकवि 1,101. प्रतिष्कन्द 2,59. प्रतिज्ञाहानि 3,127. प्रतिर्द्वद्ठिन् 2,58. प्रतिनिधि 2,60. प्रतिपक्ष 2,58. प्रतिबिम्ब 2,59. प्रतिभा 1,103. प्रतिभान 1,104. प्रतिरूपक 2,57. प्रतिलोम und त्व 3,73. प्रतिवस्तपमा 2,46. प्रतिषेधीक्ति 2, 120. प्रति- षेधोपमा 2, 34. प्रतोति 1,45.75.2,46.182. प्रत्यनोक 2,58. प्रत्युत 3, 137. प्रदर्शन 2, 15. प्रधान 2,132. प्रपञ्च 1,12. 2,14.3,38. प्रबन्ध 2, 364.3, 131. प्रभा 2,130. प्रभति 3,83.162. प्रभुत्व 2, 138. प्रभुत्वान्ेप 2, 138. प्रभेद 1, 23. 3, 33. प्रमाद 3, 164. प्रमुषिता 3,99. प्रयासा 2,140. 146.154. प्रयोक्तर 1,6. प्रयोग 1, 2. 2, 54. 171. 246.254.3,99. 148.153. प्रलम्भ 1,29. प्रवृत्त 2, 122. प्रवृत्ति 3,163. प्रवेश 1,27. प्रशंसोपमा 2,31. प्रसद्ध 1,26. प्रसाद 1,3.41. प्रसादवन्त 1,45. प्रसिद्ध 2,199. प्रसिद्धार्थ 1,45. प्रसिद्धि 2,17. प्रस्थान 1,92. 2, 144.152. 3, 166.176. प्रहेलिका 3,96 fgg. प्राक 2, 126. 281.313. प्रा- कत 1, 32 fgg. 37. प्रागभाव 2,252. प्राज्त 3,161. प्राय 1,42. प्रातिलोम्य 3,73. प्राप्ति 2, 182. प्राप्य 2,240. प्राय 1, 69. 2, 310. प्रायस 1,54. 2, 234.240.363.3,127. प्रिय 2,124.132.138.140.146.156.262. प्रियतर 2, 275. प्रोति 2,237.279.281. प्रेत्ार्थम् 1,39. प्रेमन् 2, 144.150. प्रेयस 2, 5. 275 fgg. प्रोढ 2,207. फल 2, 148.204.348. 3, 127. बन्ध 1, 38. 72.83. 2,207. mit अनु 2,64. mit नि 1,9. mit सम 2, 231. बन्ध 1, 44. 47.60. 69. बल 2,122.366. बहु 1,75 (mit मन्). 99.3,3. बहुवोदि 2,61. बहूपमा 2,40. बाल 3, 128. बाला 2,207. बाहुल्य 1,81. 2, 216. 281. बिस 2, 223. बोज 2, 2. बोभत्सा 2,287. बुद्धि 2, 65. 122.3,187. बुधु Caus. 2, 40. बुध 3,144. बृहत्कथा 1,38. बोधिन् 1,55. ब्र 2, 48. भक्ि 2,277. भगवर्ता und भगिनो 1,68. भय 3,38. भयानक 2,287. भविष्बदाक्षेप 2, 126. भा (भाति) 3, 151. भाम 2,225. भार 1, 62. भारतो 3,133. भाव 1,18.30. 2,252.270.351.360.364.366. भाविक 2, 7. 364 fgg. भाविन् 2, 126. भाष 2, 229. भावा 1,38. भाषित 2,227. भास् (भासते) 3,101. भिट्, भिच् 1, 101. 2, 51.198.208.310. 363. 3,170. mit निस 2, 265. भिदाकर 2,76. भिन्नवृत्त 3, 125.156. भो f. 2,132. भोम 2, 283. भ mit प्ानु 1, 52. mit पविस 2, 315. 3, 171. mit उद 1, 15. 2, 14. Caus. 2,95. mit f Caus. 2, 207. mit सम 2, 156.239. भूत 3, 163. भतभाषामय 1,38. भूतार्थ 1,24. भूमन् 1, 72. भूबस् 3, 135. भूयसा 1,62. भयस्त्व 1,80. भूयिष्ठम् 2,226. भषण 2, 235.

2, 184. 196. भोग 2, 270. भ्रम und भ्रमणा 3,80. भान्ति 2, 227. मद् (माटति) 1,51. मत्त 3,128. उन्मत्त 2,229.3, 128. मदन 2,239. मदिरेक्षणा 3,187. मधुयाम 1,16. मधुर 1, 51. 61. मध्य 2, 102. 3,1. मध्यम 1,47. मध्यादि und मध्वान्त 3,2. मन् 2, 33.42.50.108.308.330.3, 53.107.135. मन्ये 2,234. mit नमु 1,68. mit अ्रभि 3,38.133. mit बहु 1,75. मनस्विन 2,342. मनाक 3,169. मनोबिन् 2, 56. 300. मनोरय 2,264. मनोहर 2, 246. मन्तया 3,97. मरया 2, 134. 136. महत्व 2, 300. महस 2,220. महाकाव्य 1,14. महायमक 3,70. महाराष्ट्र 1,34. मा mit न्रमु

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2,96. mit उप 2, 43.59. मात्र 2, 192.208.277.3,100. माधुर्य 1, 41.68. 102. 2,292. मान 2, 272. मारुत 2, 239. मार्ग 1, 9. 21. 40. 42. 67. 75. 101. 2,3. 254.3, 96. 169 fg. 186 fg. मादव 2, 128. माला 2, 171. 3, 104. मालादोपक 2,108. मालोपमा 2,42. मा- हात्म्य 2, 303. 3, 151. मित्र 1,11.31 fg. 3, 124. मिश्रक 1,37. मिश्रया 1,81. मुक्तक 1,13. मुख 1,14.30. 2, 136. मुख्य 2, 88.160. मुख्येन्टु 2, 160. मुष 2, 63. मूढि 3,103. मूछा und मूछाकेप 2,156. मग 2,342. मृग्य 2,231. मदु 1,47. मोहकारिन् 3,99. मोहोपमा 2,25. मा mit आा 3, 161. यकार 1,65. यत mit श्रा 2, 292. 366. यतति 3, 152. यतिभष्ट 3, 125.152. यत्र 1,104. 2, 148. 3, 146. यवाचप 2,148. यथा 2, 57. यथाक्रमम् und यथासंख्यम 2,273. यन्मय 1,34. यम mit नि 3, 152. यमक 1, 61. 3, 1 fgg. 37.70.73. यात्रा 2, 138. 142.150. युक्तरूपक 2,77. युक्तात्मन् und युक्तायुक्त 2, 170. युक्तारथ 2,170.3, 67. युगपट् 1,97. युज, युक्त 2, 253. 275. 277. mit प 1, 6. 60. 2, 108. 140. 3, 130. 139. 141. 155. mit सम् 2, 110. युद्ध 2, 294. युवन् 2, 297.3, 143.187. योग 2, 76. 281. 3, 104. योगिन 3,124. योग्य 2,70. 158.237. योनि 1, 47. 2, 292.3,3. रक्ता 2,140. रति 2, 207. 281. रतोत्सव 1,16. 2, 297. रत्युत्सव 1,65.2,264. रभ mit श 2,154.298. रम् 3, 187. रम्य 2, 93. 246. रस 1, 18. 51. 62. 2, 275. 285.292.3, 149. रसवत्ता 2, 292. रसवत्त्व 2, 285. रसवन्त 1, 51. 2, 5. 275.280 fg. 283. रसावह 1,52. 64. राग 2,272. रागिन 2, 207. राजन् 2, 279. 342. राजवमन 2,279. रात्रिंदिव 3,162. राध mit श्रा Caus. 1, 20. राष्ट्र 3,162. रिच mit उद़ 2, 154.2, 287. रिपु 1, 22. रुध 2, 124. 126. 138. 140. mit उप 2, 152. mit नि 2, 294. mit वि 2, 314. 333. mit सम 2 62. रुह, रूढ 2,275. 3,98. mit अधि 2,63. mit आ 1,71. 2, 283. Caus. 2,70. 3,100. mit अध्या Caus. 1,89. रूढ 2, 275. 3,98. रूप 2, 8. 82.130. 171. 237.252. 265.281.315.355.3,124. 171. रूपक 2, 4. 66 fgg. 313.358. रूपकरूपक 2,93. रूपया 2, 79. 95. ०रूपत्व 2, 186. 205. 264. रूपय 2, 76. •रोधिता 2, 198. रोषानेप 2,154. रोद्रा- त्मता 2,283. लक्षय 1, 2. 14.25. 2,226.367.3,100.105.148. लक्षणीय 2,360. लक्षय 1,78. 2, 170. mit उप 1, 2. 2,347. लत्ष्य 2, 246.260.309.3, 148. लघु 1,81.3,156. लकघ mit उद Caus.2,264. लड्धन 3,146. लभ् 1, 94. 2, 343.3, 187. mit उप 1, 2. लम्ब (लम्भ) 1, 27. लल्, ललित 2, 79. mit उप् Caus. 1, 92. लव 2,5. लष mit अ्रभि 2, 357. लाटो 1,35. लास्य 1,39. लिङ्ग. 2,51. लिप 2, 228 fg. 231 fgg. लिह mit शरा 3, 127. लोला 2, 207. लुप 3, 154. mit वि 2, 63. लेप 2, 232. लेपन 2, 229. लेश 2, 235.265 fgg. लेश- तस 2,268. लोक 3,163. लोकयात्रा 1,3.88. लोकविरोधिन 3,126. लोकसोमन 1,93. 2, 214. लोकातांत 1,89. लोच mit श्रा 1, 50. लौकिक 1,85. 3, 173. वक्तर 1,25. वक्त 1,26 fg. वक्रोकि 2, 363. वचू 1, 101. 2, 1.31.66.102.136.138. 204.294.308. 3, 51. 164. Desid. 2, 130. 330. 3, 137. 159. mit प्र 2, 65. 273. 303. वचन 2,51. वचस् 1, 45. 2,140.281. 283.310.3,139.143. वञ्चना 3,98. वञ्चिता 3,98. 124. वत Suffix 2, 57. वन 3, 162. वम 1, 95 fg. वर mit नि Caus. 2, 166. mit वि 2, 8. 368. वर्ज Caus. 2,56. वर्न्य 3,126. वर्ष 1, 47. 61. 3, 1.78.83.156. वर्गन 1, 16 ig.

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  1. वर्णना 1, 85. 2,365. वर्षाय 1, 22. 40. 2, 223. 225. 241. 3, 19. 38.154. mit व्या 2, 367. mit उप 2, 211. वर्णावृत्ति 1,55. वर्त mit व्या Cans. 2, 158. mit नि Caus. 2, 95. 164. 204.308. mit निस Caus. 2, 297. mit परि 2, 368. mit 2, 122. 348. 3,164.170. वर्तमानाचेप 2,124. वर्तिन 2, 97.182.3, 187. वर्त्मन् 1, 42.92. 2, 142. वर्ध 1, 50. वश 2, 298. वशवर्तिन् 3,187. वस्तु 1, 51. 2, 46. 148. 169. 180. 205. 252.265.357.365 fg. वस्तुनिर्देश 1,14. वस्तुपमा 2, 16. वह 1, 62. वा - दव 2, 57. वाक्य 1, 78.2, 97.102. 292.3, 101. 131. वाक्यमाला 2,108. वाक्यारथ 2,43. वाक्यार्थत्व 1,66. वाक्यार्थीपमा 2,43. वागोश 2, 220. वाग्विद 2,54. वाड्यय 1,5. 32. 2, 363. वाचू 1,3.9.51.104. 2,7.235.368.3, 166.187. •वाचक 2,65. •वाचिन् 1,94, 2, 97. वाच्य 2, 29. वादिन 2,60. वाता 1,85. वासना 1,104. विकल्प 2, 2.96. 115.168. 260. 3,19.33.37. वि- कल्पना 3,2. विकल्प्य 3,37. विकार 3,154. विकार्य 2,240. विक्रियोपमा 2,41. विचनय 2, 115. विचार 2,56. 3, 127. विचित्रमार्ग 1,9. विज्ञान 3, 146. 1. विद् (वेति) 2, 32. 38. 221. 268. 366. 3, 152. 2. विट, विद्यते 1, 104. mit निस, निविग्रा 2,342. विदग्ध 1,89.105. विदुर 2, 277. विद्या 3, 163. 173. विद्धिष 1,21. विधालव्य 2, 115. विधि 2,48.3,187. विनिमय 2,351. विनोद 3,97. विन्यास 1,47.2,70. विपरीत 2,148. विपयय 1,42. 2, 170. विपयास und विपयासोपमा 2,17. विप्रलम्भ 1,17. विभक्त 1,68. विभाग 2,3. विभावना 2, 4. 199 fgg. विभाव्य 2,199. विभति 2,300. विरह 2, 239. विरुद्ध 2,84.110. विरुद्धार्थ 3, 133. विरुद्धार्यता 3,131. विरुद्धार्थदोपक 2,110. विरोध 2,6.333 fgg. 3, 171. 173. 179. विरोधवन्त 2,170. विरोधिन 2,58.128.315. 3,126. विरोधोपमा 2,33. विलङ्घिन 1,75. विवच्ा 2, 202. 214. विवाह 1,17. विशेष 1,88. 2,6.214.323.333.368. विशेषय 1, 79. 2, 82.208.329.365. विशेषस्य 2,170. विशे- बोक्ति 2, 323 fgg. विशेष्य 2,208. विश्वव्यापिन् 2, 170. विषम 2, 79. विषय 2, 182.364. 368. विषयनिद्वति 2,306. विसंधि 3,159. विसंधिक 3,125. विस्तर 2,309.347.368. विस्पष्ट 2, 36. विस्मय 2, 166. वोथो 3, 179. वोररस 2, 285. वोर्य 2,270. वृत्तत्व 2, 211. वृत्त n. 1, 11.18 fg. वृत्ताक्षेप 2,122. वृत्ति 1, 66.95. 2, 207. 221.254.342.368. वृत्त्यङ्ग 2, 367. वैकल्य 2,323. वैदर्भ 1, 40. 42. 44. 54. वैधर्म्य 2,88. वैफल्य 2,323. वेरनिष्क्रय 2, 223. वैरस्य 1,63. वैशेषिक 1,29. वैषम्य 1, 50. व्यक्त 3,104. व्यक्ति 2, 171. 216. 366. व्यग्र 2,230. व्यततरेक 2,4. 180 fgg. 313. व्यतिरेकरूपक 2,88. व्यध mit अनु 2, 347. mit श 2,170. व्यपाश्रय 1,95. 2, 254. व्यपेक्षा 2, 228. व्यपेतिन 2,108. व्यपेतयमक 3,33. व्यर्थ 2, 365.3, 125.131. व्यवहार 1,35. व्याजस्तुति 2, 6. 343 fgg. 347. व्यापत्ति 2, 213. व्यापिन 2, 170. व्यामोह 3,101. व्यामोहन 3,97. व्यावृत्ति 2, 19. 162.199. 3,1. व्युत्क्रान्ता 3, 99. व्युत्पत्ति 1,9. व्युत्पन्न 1,46.

शंस् 1,6.67.2,231. mit प्र 2, 342. शंसिन 1, 24.2,18. शक्य 2, 168. शङ्क, शट्क 2, 234. शत्रु 2, 283. शब्द 1, 4. 65. 75. 2, 29.57.60.65.112.189.234.3,98.103. शब्द- तस् 3,135. शब्दत्व 2, 43. शब्दवन्त 2, 196. शब्दहोन 3, 125. 148. शब्दालंक्रिया 3, 186. शब्दोपान 2, 180. शयन 1,99. शरोर 1, 10. शल्या 1,39. शालिन 2, 294. शास्त्र 1,2. 36. 2,13.3, 151. ग्रिथिल 1,43. शिष, ग्रिष्ट 3, 154. ग्िष्ट (von शास) 1,3.3, 148. शि- ष्टानुशिष्ट 1,3. शोल 2, 64. शुद्धि 2,195. शुभ mit अति 2, 268. ·शून्य 3, 128. छङ्गारता

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2, 281. बंच 2, 115. 241. सैजिल्य 1, 43.60.69. शेज्चिय 2,306. शोज्य 2,158. शोभा 2,1. शोम 2,195. शोरसेनी 1,85. नम 1, 105. बक्ख 3, 152. बज्य 1,18. 39. f mit रा 3,104. भो 2, 363. पुरु 1, 103 fg. पुत 1, 52. 58.94.2, 227.3,100.163. स्लाचा 1, 79. स्लिष्ट 1,43.2,310 fgg. स्सस्टरूमक 2, 87. क्लिष्टासेप 2,160. बलष्डाथंदीपक 2,114. श्लेब 1, 41. 2, 6. 170. 186.313 fg.347.363. स्लेयोपमा 2, 28. कलोक 3, 67. 78. 152. झ्लोकम्यास 3,67. क्लोकार्ध 3, 80. म्वस mit wा Caus. 2, 262. बोडकन 3,106. च्ठिच्र mit मिसू 1,95 288. संर्ध 2,156. संवादिन 2,58. संशय 2,164.3, 139.141. संशयाचेप 2,164. संश- यातिशय 2,216. संशयोपमा 2, 26. संगय 3,162. संसर्ग 2,333. संसिद्धि 1,30. संसष्टि 2, 359 fg. संस्कार 1,55. संस्कत 1,33.36 igg. 88. संहति 3,1. संहिता 3,159. सकल 3,179. सकलरूपक 2,70. सकत 3, 67. सखो 1,99. 2, 297. सखोजन 2,272. संकर 3, 105.124. संकाश 2,57. संकीय 2, 7.859 fgg. संकोणा 3,105. संकेत 2,297. संच्षेप 2, 205. संध्याता 3,101. संख्यान 2,273. 3,101. संगतति 2, 77. संगम 2,262. संघात 1, 13.61. सजातिव्यतिरेक 2, 198. सजातोय 2,58. संज्नित 3, 163. सदानय 1,15. सृक्ष 2,59. सठशू 2,58. सटाश 2,58.348. सटृशव्यतिरेक 2,192. सटृशव्यतिरेकता 2,196. सधमेन 2,46. 166. सनाथ 1,76. सन्त 2, 56.948. संतान 1,23. संदष्ठयमक 3,51. संधान 1,66. संधि 1,18.3,98.154. संध्यक् 2, 367. संनिधि 1,35.2,343. संनिभ 2,57. सपक्ष 2,59. सभ्येतर 1,65. सम 1,47. 2, 59. 160. 231.237. समकबता 2,360. समय्र 1,100. 2, 82. समता 1,41. समर्थ 2,169. सम्थय 2,285. समस्त und समस्तरूपक 2,68. समागता 3,98. समाधानरूपक 2,92. समाधि 1,41.93.100. समान 1,52.78. 2,57. समानरूपा 3,100. समानोपमा 2,29. समापत्ति 2, 298. समाराध्य 2,277. समास 1,80. 2, 5. 61. समासोक्ति 2,205 fgg. समाहित 2,5. 298. समो mit कर 2, 48.330. समुच्चयोपमा 2, 21. समुदाय 3, 128. समुद्र 3,53. संपत्ति 1,20. संपद 1,103. संबन्ध 2,114.3,146. संभाव्य 1,88. संभेद 3,3. संमित 2,59. संमोलन 2,262. संमूठा 3, 103. सम्यक 1, 6. 93. सर mit अरप 2,297. सरस्वतो 1, 1. 102.105. सरूप 2, 29.59. सरूपोपमा 2,29. सर्ग 1,18. सर्ग- बन्ध 1,13 fgg.29.37. सर्वकोमल 1, 69. सर्वगहित 3,173. सर्वनगत् 1,85. सर्वतस् 3,2. 80. सवतोभद्र 3,80. सवत 3,176. सर्वस्व 1,100. सलक्या 2,59. सवर्स 2, 60. सविशे- षयरूपक 2,82. सश्लेष 2,186. ससंशय 3, 125.139. ससंदेह 2,358. सहन 2, 253. सह- भाव 2,351. सहेतु 2, 186. सहोक्ति 2, 7.351 fgg. साच्षात् 2, 8.15. 204.279.295.3,103. साक्षेप 2,186. साचिव्य und साचिव्याचेप 2,146. सादृश्य 2, 14.36.65.180.189. साध Caus. 3, 103. साधन 2, 169. 230. 239. 298. साधर्म्य 2,88. साधारय 2,3.211. साधु 2,244. 3, 107. 171. सानुक्रोशम् 2,158. साभिलास und साभिषद्र 3,133. साम्य 1,39. 92.2, 19.46.195.197. सामाज्य 2,13. सार्थ 1,100. सिच् mit नि 1,82. सिद्धि 2,295. 364. सिध mit नि 2, 64.182.142.150.154. mit 2, 199. mit ब्रसि 2, 146. सोमन 1,93.2,214. सुकर 3, 3.83.186. सुकुमार 1,69. सुकुमारता 1,41.68.91. सुनिन्दित 3,156. सुन्दर 2,254. सुप्रोत 2,277. सुभग 1, 45. 75. सुरभित्व 2,204. सुलभ 2, 164. मुव्यारिजास 2,303. सुसधि 1, 18. सूत्तिरण 1,34. सून्म 2, 5. 235. 260 f88. सक्ष्मत्व 2,264. सूत्भेद 1, 40. सूचक 2, 65. सूचन 2, 150.213. सूखय 2, 136. 142.262. सूरि 1,9, 2,7.

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3,126.146. सेतुबन्ध 1,34. सोपयोग 3,97. सोक्म्य 2,260. सोख्य 2,65. सीभाग्य 2,54. 68.3,151. स्तनन 1,99. स्तु 2, 343. mit प्र 2, 169. स्सुति 2, 268.270.330. 340. स्था 1,101. 2, 221. 285. mit व्यव 1, 11. 2,264. mit सम 2, 364. स्थान 2, 70. 116. 268.865. 3,51. 83. 152. स्थिति 1,51. सा 2,223. खेठ 2,154. स्पर्ध 2, 61. स्पर्श 2, 225. स्पृ 3, 102. स्फुट 1,47. स्मर 1, 93. 97. 2, 25. 28.30.48.168.260.287.292.333.343.351. 3,67. 78. 139. स्मरार्त 2,308. स्मति 3,163. स्वभावाच्याच 2,4.63. स्वभावोक्ति 2,8. 363. स्वर 3,83. स्वरुप 1, 101. 2, 252. स्वरूपापदति 2,308. स्वातन्त्य 3,51. स्वाभा- विबस् 2, 199.

हंस 2,164. हन mit परा 3, 131. हर mit व्या 2, 246. mit वि 1,105, mit सम् 1,2.2,368. हरि 2, 277. हस 2, 62. हा (नहाति) 2,54. हानि 3, 127. हास्य 2, 287. होन 2,48. दोनाधिकता 2, 51. हूटा 1, 83.97. ेतु 2, 5. 86. 122. 138.199. 204. 235 fgg. 3,163. द्ेतक 3, 146.159. देतुता 2, 240. दवेतुल्व 2, 240. 252. हेतुरुपक 2,86. द्ेतुविद्या 3, 173. देसुविभेषोक्ति 2,329. हेमुहानि 3, 127. ेतूपमा 2, 50. हेत्वादेप 2, 168. 5 mit प्रय 2, 304.

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Varianten

einer Oxforder Handschrift.

Th. Aufrecht hat in seinem Kataloge der Oxforder Sanskrit-Handschriften S. 203 fgg. mit einigen nicht naher angegebenen Conjecturen folgende Verse im Wortlaut mitgetheilt: 1, 1-40. 48 fg. 53. 56 fg. 70. 77. 82. 84. 86 fg. 90 fg. 96. 98. - 2, 1. 2. 9-12. 44 fg. 47. 49. 69. 71. 73. 75. 80 fg. 83. 85. 89 fg. 94. 98-101. 103-106. 109.111. 113. 117-119. 123. 125. 127. 129. 131. 133. 135. 137, 139. 141. 143. 145. 147. 149. 151. 153. 157. 159. 161. 163. 165. 167. 172-179. 181. 183. 185. 187 fg. 190 fg. 193 fg. 197. - 3, 1. 125 fg. Die Vergleichung ergibt folgende Varianten: 1, 5, d. पश्यन्पश्यति. 10, b. अलंकारश्व दर्शित :. 13, c. सगबन्धानुरूपत्वाठ. 14, d. चापि. 15, b. तथाश्रयम. c. फलायतं. 19, a. भिननसगान्तर, b. लोकरञजनम्. 22, d. कथनं st. वयानं. 25, d. भेदकारयाम. 27, c. लम्भादिर. 31 c. कापि st. का चिच्. 32, d. आाप्ताश्चतुविधम. 33, d. प्राकृतः क्रम :. 36, b. स्यिति: st. स्मता :. 37,c. श्रोसारादिरप०. 38, a. कथा हि. 39, a. संपादि st. शल्यादि. 40, d. प्रस्फुटान्सरं. 57, b. पश्येदं बिम्बमम्बरे. 90, d. •कल्मवम. 96, b. ०विप्लुबः. 98, a. b. क्रान्ता नमन्त्यो. c. d. •सङ्गसोमा :. - 2, 1, c. विकल्पन्ते. 2, c. परिसंहर्तुम. 11, c. नेत्रे निमोलयचेष. 12, a. b. कपालेन करस्थेने०. 49, d. सावलेपा नृपास्त्वया. 75, c. को उप्येष. 90,c. अस्तमलो (?) st. असमग्रो. 104, d. शस्त्रघात :. 105, C. चञ्चलं तडितां. d. धन्विन :. 109, c. कर्षयन्ति. 111, a. ईशानां (१). 117, a. विकशन्ति. 118, a. उत्कयठर्यन्ति. c. भ्रटय st. एव. 119, a. अटय st. भत्र. 125, C. अ्न्याचुम्बन°. 129, a. wie in der Bilbl. ind. d. तन्राशय :- 131, c. भुग्ने wie wir. 133, d. त्विदम. 135,c. याहि त्वम. 149, b. पत्तस्पन्दाय. c. ते st. त्वं. 153, c. शरायातापि. 157,c. त्वद्द्रिषां. 161, d. चतुरं st. सकलं. 173, b. हरन्त्येते. c. न त्वात्म०. 175, a. शह्लादयत्येष. 176, d. प्राप्तमोटशम्. 181, a. धेयमाहात्म्यलावयय०. 188, b. वन st. द्वोप. 193, d. दृष्टि st. •नेत्रं. 194, b. भवयः. - 3,1,c. यच्च st. तच्छ. 126, d. परिवन्या मनोषिभि :. Die Fragezeichen in Klammern hat Aufrecht hinzugefügt. Auf diese Varianten habe ich beim Drucke des Textes keine Rücksicht genommen. Die in Çarngadhara's Paddhati aufgeführten Verse hat Aufrecht in der Zeitschr. d. D. M. G. 27, 35 mit den Anfangsworten angegeben. Eine Vergleichung habe ich nicht anstellen konnen, da ich das von Peterson herausgegebene Werk nicht besitze.

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Anmerkungen.

1, 19. Auch in unserem Werke ist der Schluss eines Sarga in einem anderen Metrum abgefasst. 1, 30. Die Sitte an ganz bestimmten Stellen eines Werkes ein Glück ver- heissendes Wort anzubringen lässt sich bis auf Pânini hinauf verfolgen. Dieser beginnt seine Grammatik mit dem Worte af, schliesst sie mit 3au und am Schluss der ersten Halfte verwendet er wfr. Katjajana schliesst jeden Adhjaja mit favra. Im Çiçupâlavadha enthält der letzte Çloka eines Sarga u1, im Kirâ- targunija लक्ष्मी. 1,47. Comm .: सफुट = विकट. 1, 56. Es lässt sich nicht entscheiden, ob Dandin stabakabibhrame oder stavakavibhrame gesprochen hat. Schon die Tibeter, die ungefahr um dieselbe Zeit das indische Alphabet sich aneigneten, verwandten das v für ihr b und be- zeichneten v durch b mit darübergesetztem l, um anzudeuten, dass damit der im indischen Alphabet auf l folgende Labial gemeint sei. Also war schon zu jener Zeit in einem bestimmten Theile von Indien der Laut v in b aufgegangen. Wenn in jüngeren Handschriften nur a, nicht auch & angewandt wird, pflegen Einige jenes stets durch v auszudrücken, also z. B. çavda zu schreiben. Man übersieht hierbei, dass & nicht v, sondern b gesprochen wurde. Es ware also, wenn man das बकारवकारयोरैक्यम gelten lassen wollte, jedenfalls richtiger stets b zu ge- brauchen. So verfährt der Inder heutzutage, wenn er die Worte mit unserem Alphabet wiedergibt. Er schreibt Tarkabágíśa und nicht Tarkavágíśa. Çavda verletzt ein indisches Ohr, nicht so sambartate, obgleich auch diese Schreibart nicht gerade zu empfehlen ist. 1,85. वात्ताभिधान wird durch अनामयप्रियालाप und durch इतिहासवर्यान er- klärt. Dass hier Ersteres gemeint ist, ersieht man aus dem nachfolgenden Beispiel. 2, 4. शावृता ist jedenfalls zu tadeln, mag man es auf आवृत n. (1) oder आवृति f. zuruckfuhren. 116 haben wir statt dessen आवृत्ति. 2, 31. uan Lotusblüte ist in spateren Werken vorzugsweise und in unserem Werke stets Neutrum, welches auch durch 32Nd: m. nicht verdrangt werden konnte. 2, 212. Man konnte auch परिशोष्यते vermuthen, aber ·शुष्यत lag den Schrift- zügen nach näher. 18

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2, 215. मालभारिन auch Gatakamala 9,34. Das felerhafte घामवन्त्यो hat mir die hinterlistige Influenza zugeflüstert. 2, 227. Der Autor beruft sich, wie Kielhorn nachgewiesen hat, auf Mahâ- bhashja II, 14, Z. 1 v. u. न तिक्न्तेनोपमानमस्ति und 143, Z.2 v. u. न वे तिरन्तेनी- पमानमस्ति. 2, 307. चन्दू, worauf चन्द zuruckgefuhrt wird, bedeutet nach Dhatupatha 1,68 sowohl erfrischen (शाहादन) als auch glanzen (दोप्तो). 2, 362. निष्फलतां sollen nach Pischel, Rudrata 16, N. 1, die besten Hdschrr. lesen. Ueber diesen im Mrkkhakatika vorkommenden Vers wird im Vorwort aus- führlicher geredet. 3, 2. uh u. s. w. sind ohne allen Zweifel als Ordinalia aufzufassen, mit welchem Rechte aber, ist eine andere Frage. 3,11. Comm .: मन्मन: कयामूले गुप्तालाप इव। गोगाप्रयोगो जयम्। मन्मनः सुरते करामूले तु निजदेशोयभाषया। दंपत्यो: कथनं यन्तु मन्मनं तं विदुबुंधाः ।। इत्युक्तलच्यः । मां मनुत उदिविरशत पचादित्वादरजिति के चित्। मनसि मनुते प्रबुध्यतोति मन्मन: कामो मत्तकोकिलनिस्वनश्चेत्यपरे। 3,56, d. Comm .: के जले लपन्तोति कलापिन: oder मधुरास्फुटध्वनिमाप्तुवन्ति. 3, 92. Vielleicht gestattete sich schon Dandin die Schreibart sn. 3,151. Wegen des Ausspruchs कमादिविषये u.s.w.wandte ich mich an die hochste Autoritat in diesen Dingen und erhielt von Kielhorn folgenden Bescheid: „Leider kann ich Ihnen die Stelle, mit denselben Worten, nicht angeben, obgleich ich die Padamańjarî, Tattvabodhinî, Laghuçabdenduçekhara etc. durchgesehen habe. Aber ich finde in der Siddhantakaumudi (unter dem Sutra ष्ठो शेषे): कमादोना- मपि संबन्धमात्रविवत्तायां षष्ठोव und ahnliche Ausdrucke in anderen Werken. Sie beruhen alle auf Mahabhashja, Bd. I, S. 463, Z. 13 कमादोनामविवत्ा शेष: und S. 465, Z. 14-17. Dort hat der Satz seine Berechtigung, ist aber von Spateren wie gewöhnlich zu weit ausgedehnt. Sie wissen, dass ich über die Kunstgriffe der indischen Grammatiker ebenso urtheile, wie Sie selbst." Dandin hat also mit dem Beispiele wohl seine Belesenheit in der grammatischen Literatur an den Tag gelegt, nicht aber ein unbefangenes Urtheil. 3, 154. TToT am Anfange eines Comp. hat nach der Ansicht der indischen Grammatiker die Casusendung, durch die es erst zu einem Pada würde, eingebüsst. 3, 156. Comm. ergänzt im ersten Halbverse d7. Eher könnte man u für तत्र vermuthen. 3, 162, d. Auch der Comm. कला im Sing.

DRUCK VON W. DRUGULIN IN LEIPZIG.

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VERLAG VON H. HAESSEL IN LEIPZIG.

Pânini's Grammatik. Herausgegeben, übersetzt, erläutert und mit verschiedenen Indices versehen von Otto Böhtlingk. 1887. M. 60 .-

L. von 'Schroeder, Indien's Literatur und Cultur in histo- rischer Entwickelung. - Ein Cyklus von fünfzig Vor- lesungen, zugleich als Handbuch der indischen Literaturgeschichte, nebst zahlreichen in deutscher Uebersetzung mitgetheilten Proben aus indischen Schriftwerken. 1887. M. 18 .-

Hitopadesa, ausgewählte Fabeln, im Urtext, (in lateini- scher Umschrift) nebst metrischer deutscher Ueber- setzung von A. Boltz. 1868. M. 1 .-

Khândogjopanishad. Kritisch herausgegeben und übersetzt von O. Böhtlingk. 1889. M. 12 .-

Uebersetzt von O. Böhtlingk. 1889. M. 5 .-

DRUCK VON W. DRUGULIN IN LEIPZIG.

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